Angkor Wat

Siem Reap

 

Fahrt mit dem Motodop (Tuk-Tuk)

 

So, nun ist er heran­gebrochen, der letzte Tag unseres dreiwöchigen Urlaubs. Doch bevor wir an den langen Heimweg denken oder gar Trübsal blasen, steht uns erst mal noch ein wunderbarer Vormittag bevor.

Da unsere Tickets für den archäologischen Park von Angkor noch einen weiteren Tag gültig sind, haben wir vor, Angkor Wat nochmals zu besuchen. Diesmal ohne Führer und in aller Ruhe und Muße, denn wir haben ja alle Highlights schon einmal gesehen und können nun einfach die Atmosphäre genießen.

Aber zunächst folgen wir unserem üblichen Ritual von Morgentoilette und Frühstück. Danach räumen wir unser Zimmer - leider ist das Hotel so ausgebucht, dass uns am Nachmittag nur die Garderoben beim Swimmingpool zur Verfügung stehen - und begleichen die Rechnung. Alles ist korrekt und rasch erledigt. Unser Gepäck geben wir dem Bell Captain und bekommen dafür einen Zettel mit Nummer. Gut aufheben!

Angkor Wat, Osteingang, Apsaras

 

Angkor Wat, Osteingang

 

Als wir vor das Hotel treten, nähert sich auch schon ein junger Mann und lächelt uns schüchtern an. Es ist der von Rada organisierte Motodop-Fahrer, ein Bruder, Schwager oder sonstiger Anverwandter, dem wir getrost folgen können. Wir klettern in das Gefährt, das sauber und gut in Schuss ist und schon geht es los.

Wie anders ist doch eine Fahrt im Tuktuk! Anders als im Wagenfond erlebt man hier den morgendlichen Verkehr ganz hautnah. Links und rechts von uns drängeln sich Mopeds, vor und hinter uns Autos. Siem Reap strömt zur Arbeit und wir sind mitten drin.

Angkor Wat, Tempelberg
IconAngkor Wat, Tempelberg

 

Angkor Wat, Tempelberg
IconAngkor Wat, Tempelberg

 

Affen
IconAffen

 

Doch für unseren Fahrer ist das Alltag und stellt gar kein Problem dar. Nur wenig später sind wir im archäologischen Park und am Ost­eingang von Angkor Wat. Wir machen noch einen Treffpunkt für den Rückweg zu Mittag aus, unser Fahrer verabschiedet sich und nun geht es zu Fuß weiter.

Kurz vor 09:00 ist es jetzt und man kann zwar nicht sagen, dass es menschenleer wäre, aber es sind wirklich wenig andere Touristen unterwegs. Ganz in Ruhe kann man Fotos machen, ohne dass ständig irgendjemand ins Motiv rennt. Welche Wohltat!

Angkor Wat, Blick von der obersten Ebene

 

Angkor Wat, oberste Ebene
IconAngkor Wat, oberste Ebene

 

Angkor Wat, Blick von der obersten Ebene
IconAngkor Wat, Blick von der obersten Ebene

 

Apsaras tanzen im Morgenlicht und Naga, die sieben­köpfige Kobra neigt sich schützend, als wir durch das Osttor treten und auf den Tempelberg zu gehen. Zu unserer Rechten gibt es plötzlich Bewegung und Lärm. Was ist da los?

Eine Affenschule treibt Schabernack! Die Kleinen hüpfen und klettern auf Felsen umher, während die Älteren noch etwas träge in die Morgen­sonne blinzeln. Dass eine Frau hier ihren Stand mit Früchten und Getränken aufbaut, war sicherlich ausschlag­gebend für die Platzwahl der possierlichen Tiere. Eine asiatische Reisegruppe kann denn auch nicht widerstehen und verfüttert frisch gekaufte Bananen an große und kleine Äffchen.

Angkor Wat, obersten Ebene
IconAngkor Wat, obersten Ebene

 

Angkor Wat, obersten Ebene, zentraler Turm

 

Angkor Wat, Blick zum Westeingang

 

Heute ist die oberste Ebene des Tempelberges geöffnet und wir freuen uns, dass wir erstens auch diesen Teil des Wat sehen können und zweitens gar nicht arg lange anstehen müssen, weil es immer noch recht ruhig ist. Der Blick von hier heroben ist auch wirklich besonders schön!

Weit über die Ruinen hinweg in den Dschungel können wir sehen und hinter den Bäumen steigt gerade der knallgelbe Fesselballon auf, den auch wir vor ein paar Tagen benutzt haben.

Die Säulengänge sind stellen­weise wirklich menschenleer und es ist angenehm im Kreuzgang im Schatten zu sitzen und sich vorzustellen, wie es vor mehr als tausend Jahren hier zugegangen sein mag, als Mönche und Gläubige hierher zum Gebet kamen. Mönche kommen natürlich auch heute noch gerne in dieses bedeutende Heiligtum und wir sehen hier und dort ihre leuchtend orangefarbenen Gewänder aufblitzen.

Angkor Wat, Mönch
IconAngkor Wat, Mönch

 

Angkor Wat, zentraler Turm
IconAngkor Wat, zentraler Turm

 

Längere Zeit halten wir uns in einer Art Atrium auf der obersten Ebene auf. Die offene Fläche ist von einer Säulen­galerie umgeben, von der zwei kurze Treppen hinunter­führen. Hier stehend oder sitzend werden andere Touristen vom Säulengang vor den eigenen Blicken verschluckt und man ist mit sich selbst und den Apsaras alleine unter dem blauen Himmel.

Als wir die steilen Treppen wieder eine Ebene des Tempelbergs tiefer klettern, sehen wir eine Gruppe von jungen Kambodschaner:innen, die sich mit historischen Gewändern kostümiert haben. Ein hübscher Farbfleck zwischen den grauen Steinen.

Tempelberg, Apsaras

 

Tempelberg, Apsaras
IconTempelberg, Apsaras

 

Tempelberg, Apsaras
IconTempelberg, Apsaras

 

Für Alexander wird ein Ausflug zum Ort der Entspannung notwendig und wir suchen einen Platz, wo Karin mit beiden Fotoaus­rüstungen in Ruhe auf ihn warten kann.

Etwas abseits der meist­besuchten Pfade finden wir ein ehemaliges Bibliotheks­gebäude. Über Treppen kann man hinauf­klettern und im Schatten der Säulen sitzen und den Blick genießen. Karin ist von diesem Rastplatz begeistert!

Nach Alexanders Rückkehr gehen wir nochmals in den sogenannten Kreuzgang und besuchen auch die Flach­reliefs ein weiteres Mal. Es ist unglaublich, wieviele Details hier dargestellt sind und man kann wohl auch nach 10, 20 oder noch mehr Besuchen immer noch Szenen entdecken, die man zuvor nicht bemerkt hat.

Angkor Wat

 

Angkor Wat, Kreuzgang, Wasserbecken
IconAngkor Wat, Kreuzgang, Wasserbecken

 

Auf dem Weg zum West­eingang kommen wir wieder an jenem Teich vorbei, der zu den berühmtesten Fotopunkten in Angkor zählt. Natürlich experimentieren auch wir hier mit der Wirkung von Spiegelung, Tempelberg und Sonnenlicht.

Einzig die grellgrünen Netze, welche die Konservierungs­arbeiten ein wenig verdecken sollen, sind ein bisschen schade. Aber was soll's, besser grünes Netz und Erhaltung als kein Netz und gänzlicher Verfall dieses großartigen Kulturdenkmals.

Im äußeren Bereich sind immer wieder festlich gekleidete Menschengruppen zu sehen. Angkor ist auch bei Einheimischen eine beliebte Fotokulisse für Hochzeiten oder andere denkwürdige Ereignisse.

Angkor Wat, Kreuzgang, Säulen

 

Angkor Wat
IconAngkor Wat

 

Angkor Wat, Kreuzgang, Decke
IconAngkor Wat, Kreuzgang, Decke

 

Auf dem Parkplatz vor dem Westtor angelangt, haben wir erst einmal ein kleines Problem. Wie sollen wir unter den vielen hier parkenden Tuktuks unseres ausfindig machen?

Zwar haben wir einen Treffpunkt vereinbart, aber wir sind ein wenig zu früh dran und so schauen wir, ob wir unseren Fahrer identifizieren können. Karin erinnert sich, dass der Sturzhelm die Aufschrift „Lucky” hinten hatte und Alexander weiß, dass sein T-Shirt grün war. Na ob das zum Finden ausreicht?

Ja, tut es! Nach ein bisschen Umschauen entdecken wir das geparkte Tuktuk mit dem Sturzhelm und als wir uns nähern, kommt auch schon der Fahrer mit dem grünen Leiberl aus dem Schatten eines Lokals hervor. Alles bestens, wir können gleich losfahren.

Angkor Wat, Tempelberg
IconAngkor Wat, Tempelberg

 

Angkor Wat, Tempelberg

 

Auf der Straße, die uns aus dem archeologischen Park hinausführt, werfen wir noch einmal einen letzten Blick auf die Ruinen mit den typischen Gesichtern. Angkor lächelt und wir lächeln zurück - auf Wiedersehen!

Unser Fahrer bringt uns sicher die kurze Strecke ins Hotel zurück, wo wir den vereinbarten Preis und eine kleine Anerkennung für seine Pünktlichkeit zahlen. So, nun heißt es am Pool faulenzen, bis es Zeit zum Aufbruch in Richtung Flughafen ist.

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Reise Know-How Kambodscha

 

Hotel Borei Angkor, Pool

 

Wir verbringen einen angenehmen Nachmittag unterm Sonnenschirm bzw. im kühlen Wasser, lesen, hören Musik, dösen ein bisschen und lassen es uns wohl sein. Zwischendurch gibt es eine kleine Stärkung in Form von frischer Kokosnuss und ausgezeichnetem Club Sandwich.

In der Garderobe des Pool Pavillons können wir uns für die Reise duschen und umziehen, sodass wir fix-fertig und passend adjustiert bereit stehen, als uns der Wagen zum Flughafen abholt.

Eine Zeit lang müssen wir in der Abflughalle warten, bis der Airline-Schalter öffnet. Dafür sind wir dann mehr als erstaunt, dass man auf dem zwar internationalen aber doch nicht gerade hyper­modernen Airport von Siem Reap mühelos und in affenartiger Geschwindigkeit alle unsere Flüge prüft, das Gepäck nach Wien durchcheckt und auch noch unsere Airmiles gutschreibt. Wow! Da könnte sich so manch anderer Flughafen ein Beispiel nehmen.

Banteay Srei, Drache am Dach
IconBanteay Srei, Drache am Dach

 

Siem Reap, Mittagessen, Kinder

 

Über die Heimreise selbst gibt es wenig Berichtens­wertes zu sagen. Die Flüge sind ruhig und ereignislos, am Langs­trecken­flug Bangkok - Paris, für den wir uns eine bessere Klasse gegönnt haben, können wir dank ausreichend Platz auch angenehm schlafen.

Als wir in Paris CDG ankommen ist es in der Früh und somit genau die Zeit, zu der auch viele Geschäftsleute die Flieger für Business­trips besteigen. Mit unserem durch den bereits hinter uns liegenden Flug etwas in Mitleiden­schaft gezogenen Freizeitlook, dem übernachtigen Gesichts­ausdruck und der leicht verwuschelten Frisur bieten wir das Kontrastprogramm zu den Damen und Herren in korrektem Kostümchen oder formalem Anzug.

Endlich in Wien angekommen sind wir angenehm überrascht, auch unser Gepäck in Empfang nehmen zu können. Der lange Weg, die unterschiedlichen Airlines und die manchmal knappen Zwischen­stopps haben uns daran zweifeln lassen.

Phnom Bakheng, Sonnenuntergang
IconPhnom Bakheng, Sonnenuntergang

 

Phnom Bakheng, Sonnenuntergang

 

Von unserer Haus- und Hoffahrerin werden wir in der Ankunftshalle schon erwartet und nachhause chauffiert. Am Weg dorthin versorgt sie uns mit den neuesten heimischen Neuigkeiten, während wir noch von Vietnam und Kambodscha schwärmen.

Dann sind wir auch schon zuhause und betreten nach 3 Wochen wieder unsere eigenen 4 Wände.

Und dann passiert, was glücklicherweise nach jeder unserer Fernreisen eintritt … es war ein wunderschöner Urlaub, aber jetzt freuen wir uns total, wieder daheim zu sein!

Nach obenIn welchen Hotels haben wir übernachtet

3 Wochen Rundreise sind eine lange Zeit - oder auch nicht, je nachdem von welcher Seite man es betrachtet. Auf alle Fälle sind es 3 Wochen, während denen wir nicht zu Hause geschlafen haben, sondern in Hotels. Nachfolgend in chronologischer Auflistung unsere „Herbergen”:

DauerStadtKategorieHotel
2 NächteHanoi4****Silk Path Hotel (Deluxe)
1 NachtNinh Binh4****Ninh Binh Legend Hotel (Suite)
2 Nächte(Hin/Retour)Victoria Train (Deluxe Cabin)
2 NächteSapa4****Victoria Sapa Resort and Spa (Deluxe)
1 NachtHalong BuchtJasmine Junk (Deluxe)
2 NächteHue4****Hotel Saigon Morin (Junior Deluxe)
2 NächteHoi An5*****Palm Garden Beach Resort & Spa (Deluxe Oceanview)
2 NächteSaigon4****Duxton Hotel Saigon (Deluxe)
3 NächteSiem Reap5*****Borei Angkor Resort & Spa (Landmark)

 

Nach obenFAQ - Fragen unserer Besucher:innen, welche uns im Laufe der Zeit erreichten

Über welchen Veranstalter habt Ihr Eure Reise gebucht? Wie teuer war die Reise?
Diese Reise haben wir aus verschiedenen Bausteinen im »Jumbo Touristik Reisekatalog« selber zusammen gestellt. Für die Flüge Wien-Paris-Bangkog-Hanoi und via Seam Reap retour nach Wien, Hotels und Reiseleitung bezahlten wir pro Person € 4.700.-

 

Nach obenWeitere 509 Fotos von dieser Reise

findest Du in unserem Fotoalbum Vietnam & Kambodscha . Hier gleich ein paar Beispiele:

zum Fotoalbum von Vietnam & Kambodscha

 

zum Fotoalbum von Vietnam & Kambodscha

 

zum Fotoalbum von Vietnam & Kambodscha

 

zum Fotoalbum von Vietnam & Kambodscha

 

zum Fotoalbum von Vietnam & Kambodscha

 

Viel Vergnügen beim Betrachten!

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Gerhard Altmeyer (E-Mail-Adresse bekannt)
schrieb am 2. Juni 2014

Vielen Dank für den herrlichen Reisebericht und besonders die gelungenen Fotos. Vietnam ist eine Reise wert !

 

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