Siem Reap

Guten Morgen! Heute sind wir schon ausgeschlafen, als uns das Vogelgezwitscher aus der Dose wecken will. Hurtig wird geduscht und angezogen und schon suchen wir uns mit Laptops bewaffnet einen Tisch im Frühstücksraum, wo der WLAN-Empfang gut ist. Gesucht, gefunden.

am Markt in Siem Reap
Iconam Markt in Siem Reap

 

Unser Frühstück verbringen wir neben essen und trinken auch mit surfen und Mails lesen. Nach dem obligatorischen Joghurt ist sogar noch Hunger bei Karin vorhanden und sie isst ein Stückchen „Sandkuchen”.

Alles bleibt drinnen, kein Gurgeln, kein anschließendes Laufen. Der Flug scheint entspannt zu werden smiley. Noch eine Tasse Tee und Mails bereinigen, dann aufs Zimmer, Taschen schnappen und auschecken. Um etwa 8:20 sind wir mit allem fertig und warten in der Lobby.

Auch Tho kommt etwas früher als sonst und heute gibt es eine Begrüßung mit Umarmung, ist ja schließlich unser allerletzter gemeinsame Tag.

Die Fahrt zum Flughafen ist nur sehr kurz, nicht einmal eine ½ Stunde. In dieser überprüft Tho nochmals, ob wir uns eh alles gemerkt haben und ob vielleicht noch Fragen offen geblieben sind. Sehr nett, sehr bemüht!

Am Flughafen angekommen gibt es dann die Verabschiedung mit unserem $-Dankeschön und nochmaligen Umarmungen. Auf Wiedersehen, dankeschön, alles Gute und gute Weiterreise!

Nach obenVon Ho Chi Minh nach Siem Reap

am Markt in Siem Reap

 

So, erstmal Einchecken, das geht ruckzuck. Danach werden vorerst nur unsere Fotorucksäcke durchleuchtet, doch schließlich folgt dann doch die übliche Prozedur mit Laptop raus, Gürtel und Uhr runter (nein, Hosen bleiben oben!), etc.

Auch diesmal alles kein Problem, da Karin ihren Leatherman ja immer noch nicht dabei hat, um ihn vielleicht im Handgepäck zu vergessen. Der befindet sich irgendwo auf dem Weg von Hanoi nach wer weiß wohin.

Frisch geröngt gehen wir etwas am Flughafen rum, wollen aber nichts kaufen. Das Angebot ist auch nicht wirklich brüllend. Nach etwas Suchen finden wird die Apricot Lounge, welche unserer Diners Club Lounge entspricht.

Sehr erfreulich, nichts wie hinein mit uns. Wir bedienen uns mit Tee, Kaffee und ein paar Ritz-Kekserl für Alex. Dann machen wir es uns in den Fauteuils gemütlich, packen das Netbook aus und schauen eine Folge CSI NY weiter.

am Markt in Siem Reap

 

am Markt in Siem Reap

 

Zwischendurch suchen wir die WCs auf, die blitzsauber sind. Ein Umstand, der nicht einmal in Europa eine Selbst­verständ­lichkeit ist. Wir sind jedenfalls sehr angetan!

Die Zeit vergeht dank angenehmer Atmosphäre und kurzweiliger Unterhaltung recht rasch und so brechen wir schließlich zu Gate 10 auf, um dort die restliche Zeit auf das Boarding zu warten.

Als es soweit ist, erfolgt ein Aufruf über die Lautsprecher, dass das Boarding für unseren Flug nach Siem Reap nun an Gate 18 statt­findet. Ah ja, das ist eh nur am anderen Ende des Flughafens! Aber da diese Änderung ja alle Passagiere des Fluges trifft, werden sie schon auf uns warten mit dem Abflug smiley.

Als wir den Flieger glücklich entern, ist es eine große und moderne Maschine. Wir haben Glück und Sitze in der Exit-Row gekriegt, obwohl wir gar nicht danach gefragt haben. Sehr fein!

am Markt in Siem Reap

 

CSI NY schauen wir fertig, sobald wir die Reiseflughhöhe erreicht haben. Dann kommt das Essen. Irgendein Weckerl mit undefinierbarem Inhalt - Fisch, Fleisch, Käse, Gemüse? Karin verweigert und isst das Weckerl nicht, sie muss ihre gerade erst wieder funktionstüchtigen Gedärme ja nicht reizen.

Alexander ist mutig und futtert das Undefinierbare schon. Erdnüsse gibt es auch und Wasserbecherchen. Die nehmen wir beide.

Bereits im Flieger werden die Visaanträge für Kambodscha verteilt und wir kommen drauf, dass sich unsere Passfotos in den Taschen tief im Bauch des Fliegers befinden. Shit! Nach hoffentlich macht das bei der Einrese kein Problem …

Nach obenVisa am Flughafen von Siem Reap

Siem Reap

 

Siem Reap

 

Die Ankunft erfolgt etwas vor der geplanten Zeit. In der Halle stehen schon viele wartende Guides, keiner davon ist für uns, obwohl wir ungefähr 5 Mal russische Namen unter Nase gehalten bekommen mit der Frage, ob wir das sind.

So, hier müssen wir jeder noch einen 3. Visaantrag ausfüllen und dann zur Kasse, das bereits vor­bereitete Geld einzahlen. Fotos? Ähem, tja, leider im Luggage. Wir befürchten Böses.

Kein Problem, je ein Doller mehr und das Foto wird aus dem Pass gescannt. Naja, wir waren wohl nicht die ersten, die keine Fotos mit dabei hatten smiley.

Mehr als bereitwillig zahlen wir den geringen Obulus und stellen uns in einer Schlange an, um unsere Pässe wieder zu bekommen. Wir werden mit Vornamen aufgerufen, sind aber nach dem bisherigen Aufenthalt in Vietnam eh schon daran gewöhnt und reagieren sofort.

Alles ist gut, auch die Imigration ist gut gegangen. Erleichtert gehen wir zum Baggage Claim. Unsere Reisetaschen fahren alsbald auf dem Band herbei.

Siem Reap

 

Siem Reap

 

Jetzt noch ein bisschen Geld wechseln. USD 50,- scheinen uns gerade recht, um sie fürs erste auf kambodschanische Riel (KHR) zu wechseln. Auch das geht bei der nächsten Wechselstube ohne Probleme. Alles palletti!

Beim Ausgang steht ein großer, schlanker, junger Mann mit unserem Namensschild. Wir gehen auf ihn zu und werden mit Handschlag, Lächeln und in perfektem Deutsch begrüßt. Wir folgen ihm zum Minivan, der uns erst mal in unser Hotel bringen wird.

Der junge Mann ist unser Reiseleiter für die nächsten paar Tage. Er hat irgendeinen Vornamen mit M und der Nachname ist Rada. Man sagt aber hier eh nur den Nachnamen, sodass wir uns mit Nachfragen wegen des Vornamens und Merkversuchen gar nicht weiter aufzuhalten brauchen. Ok, wenn Rada das sagt …

Badezimmer im Hotel Borei

 

Zimmer im Hotel Borei
IconZimmer im Hotel Borei

 

Während der Fahrt zum Hotel Borei Angkor erzählt Rada auch ein wenig über Siem Reap, Kambodscha, das Programm, das vor uns liegt etc.

Erst ist mal eine Pause angesagt, wo wir uns häuslich in unserem Zimmer einrichten und ein wenig ausruhen oder erfrischen können und ab 15:30 gibt's dann eine Besichtigung von 3 Tempeln. Da ist es auch schon ein wenig kühler und das Licht ist auch schöner.

Weiters empfiehlt uns Rada ein Abendessen mit Show-Einlage und wir sagen für heute Abend zu. So bekommen wir auch bisschen was von Kultur und Kulinarik des Landes mit - oder so ähnlich stellen wir uns das vor smiley.

Das Hotel Borei Angkor ist wirklich eine sehr schöne Bleibe und verdient seine 5 Sterne. Das Personal ist in hübsche Uniformen gekleidet, die alten Nationaltrachten nachempfunden sind, und gaaaaaaanz höflich. Man bereitet uns ein nettes Willkommen und ist sehr zuvorkommend beim Check-In.

Lobby im Hotel Borei

 

Als man uns auf unser Zimmer geleitet ist auch dieses wirklich hübsch. Geräumig, mit dunklem Tropenholz-Boden, einem großen Bett, das mit Seidenkissen und Läufer dekoriert ist, einem großen Badezimmer mit Rolltop-Wanne und Walk-In Shower, Sitzecke, kleiner Balkon mit Sitzgelegenheiten … wir sind sicher, dass wir uns die nächsten Tage hier wohlfühlen werden.

Nachdem wir unsere Sachen ausgepackt haben, geht es also ans Ausruhen. Das tun wir bei Tee, Kaffe und einer Mousse au Chocolat-Torte in der Café-Bar im 4. und letzten Stock des Hotels.

Es ist gemütlich hier heroben. Die Terrasse ist mit Deckenventilatoren ausgestattet, was wohl für den Abend reicht, aber nicht für den Nachmittag. Wir verziehen uns also ins plüschige, klimatisierte Innere und plaudern ein wenig mit dem Kellner.

Nach obenSiem Reap

Behindertenwerkstatt

 

Behindertenwerkstatt

 

Um 15:30 ist Rada pünktlich zu unserer Abholung in der Lobby und auch der lokale Vidotour-Vertreter ist zu unserer Begrüßung mitgekommen. Sehr aufmerksam!

Wir fahren in Richtung Stadtzentrum während Rada erzählt, dass die Besichtigung der 3 Tempel heute doch nicht mehr stattfindet, da sie geschlossen sind, restauriert werden oder ähnliches. Auch recht, lernen wir Siem Reap ein wenig näher kennen.

Die Stadt ist das Zentrum der gleichnamigen Provinz und das Tor zu Angkor Wat. Wären die Tempelruinen nicht, kämen wahrscheinlich eher keine Besucher hier her in die ca. 60.000 Einwohner zählende Kleinstadt.

Den Stadtkern von Siem Reap, dessen Name übrigens Niederlage der Siamesen bedeutet und auf einen Sieg der Khmer über die Thai im 17. Jahrhundert zurück geht, bildet der Alte Markt. Jahrhundertelang war Siem Reap Teil Siams und diesem tributpflichtig.

Während der Kolonialzeit waren es dann die Franzosen, die sich der Stadt bemächtigten und das kann man an den Häusern rund um den Alten Markt immer noch erkennen.

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Behindertenwerkstatt

 

Behindertenwerkstatt

 

Behindertenwerkstatt
IconBehindertenwerkstatt

 

Doch zunächst geht es zu einer Behinderten­werkstatt, wo man Gehörlosen diverse kunst­hand­werkliche Fertig­keiten beibringt, sodass sie ihren Unterhalt verdienen können.

Angefangen von Skulpturen aus Holz und Stein, über gewebte Seidenstoffe und Erzeugnisse daraus, gestickte und gemalte Bilder bis zu Lederwaren wird hier alles erzeugt und verkauft.

Wir sehen den Bildhauern eine Weile zu, welche lernen, Motive zu kopieren. Hier wird gerade eine Buddhafigur aus einem Stück Holz herausgearbeitet, die uns stark an eine ebensolche in unserer Wohnung erinnert. Fast könnten die beiden Brüder sein und der Buddha aus dem Kautschukwald in Vietnam ist der Cousin smiley.

Natürlich gibt es am Ende der Werkstättenbesichtigung einen ausgedehnten Showroom, wo wir nach gebührender Bewunderung der ausgestellten Stücke 2 Seidentascherln für Kleinzeugs, das so in unseren Bürotaschen herumkullert, erstehen. Rada meint: „Ah, aber sehr teuer”. Naja, für unsere Begriffe nicht wirklich teuer und schon gar nicht sehr, dafür aber sehr nett.

Nach obenAlter Markt

Alter Markt

 

Alter Markt
IconAlter Markt

 

Danach folgt die Besichtigung des Alten Marktes und der umliegenden Kolonialbauten. Wir haben nun etwas Zeit zum Spazieren und für Fotos. Rada warnt uns, dass die Qualität der Ware hier schlecht sei und wir besser nichts kaufen sollten, aber natürlich sei es unsere Entscheidung.

Wir schlendern also rund um die Marktstände, betrachten die Waren, die das widerspiegeln, was die Ladenbesitzer für touristischen Geschmack halten und für uns bestenfalls kitschig ist und machen viele Fotos von der Szenerie.

Wir lassen uns treiben und gelangen über eine Brücke, die uns über den Fluss führt, in dem angeblich hunderte Lingas (das Symbol der Hindu-Gottheit Shiva, welches schöpferische und zerstörerische Kraft darstellt) am Grund liegen. Man hat sie versenkt, um das Wasser zu heiligen.

Von den Lingas ist nichts zu sehen, jedoch schwimmen bunte Lampions im Wasser, welche für ein Festival angebracht wurden. Wir folgen dem Fluss auf der anderen Seite, bis wir zu einer überdachten Brücke kommen, welche uns zurück auf die Marktseite bringt.

Alter Markt

 

Alter Markt

 

Hier spielen ein paar Männger Federfußball. Es ist eines der ältesten asiatischen Ballspiele, bei dem ein Federball nur mit den Füßen geworfen und gefangen wird. Wir haben so etwas zuvor noch nicht gesehen und finden die Geschicklichkeit großartig. Super die Jungs!

Als wir uns satt gesehen haben, bringen uns Rada und der Fahrer wieder zurück ins Hotel Borei Angkor. Es folgt noch eine wohlgemeinte Ermahnung für heute Abend kein Eis und keinen Salat zu nehmen, da das Wasser unter Umständen nicht sauber sei. Na, jetzt sind wir aber gespannt, wo wir da hingehen …

Die Zeit im Hotel nutzen wir, um uns zu erfrischen und umzuziehen. Fahrer San holt uns rechtzeitig für die Abend­veranstaltung ab. Zwar versteht er kaum Englisch, spricht aber genug, um eine rührselige Geschichten für sein Trinkgeld zu erzählen smiley. Jaja, bei der Rückfahrt werden wir uns dann erkenntlich zeigen.

Nach obenFolkloreabend

Folkloreabend

 

Folkloreabend

 

Folkloreabend
IconFolkloreabend

 

Im Restaurant haben wir trotz später Reservierung einen ganz guten Tisch für uns beide. Wir bestellen ein großes Bier sowie grünen Tee. Beides sehr magenfreundliche Getränke.

Die Speisen sind als Riesenbuffet angerichet. Es gibt Tische und Stationen mit allem Möglichen, selbst Bratkartoffeln und Spaghetti Bolognese für diejenigen, welche sich mit der lokalen Cuisine nicht anfreunden können. Wir kosten hier und naschen dort, immer nur Gekochtes oder Gegrilltes, nichts Rohes.

Folkloreabend
IconFolkloreabend

 

Folkloreabend

 

Sehr gut schmecken uns frische Crepes mit Sojasprossen, kleine Kokosküchlein mit Erbsen, Spießchen mit Huhn, Rind und Ananas, frische breite Nudeln mit Gemüße und Sauce, dazu etwas Fisch. Bananen und Klebreis bilden unsere Nachspeise.

Die Performance während des Essens ist wirklich ganz nett. Abwechselnd wird Tempeltanz und Szenen aus dem ländlichen Alltag geboten. Wir amüsieren uns besonders über einen Tanz, den wir mit einem Titel auf Wienerisch bedenken: „Oide, is da Reis scho fertig?” Worum es dabei geht, ist wohl selbsterklärend.

Folkloreabend
IconFolkloreabend

 

Folkloreabend
IconFolkloreabend

 

Folkloreabend

 

Einige Reisegruppen verlassen die Aufführung vor deren Ende, sodass wir nun nach vorne, direkt vor die Bühne, an einen freigewordenen Tisch rutschen. Fein!

Einige der Tänzerinnen sind wirklich sehr hübsch und auch die kambodschanischen Männer sind durchaus ansehnlich und entsprechen mit ihrem größeren und zartgliedrigeren Körperbau mehr dem europäischen Geschmack.

Gezahlt haben wir schon zuvor, also geht es nach der Schlussszene und dem Applaus mit San gleich wieder ins Hotel zurück. Selbiger strahlt, als wir ihm USD 5,- als Lohn für seinen Dienst und die rührselige Geschichte geben. Zuhause (ganz, ganz weite 45 km entfernt) erzählt er sicher, dass er sich das Geld mit englischen Legenden verdient hat smiley.

Folkloreabend
IconFolkloreabend

 

Folkloreabend

 

Folkloreabend

 

Auf unserem Zimmer angekommen sind wir nun schon recht müde, sodass wir bald ins Bett und in einen erholsamen Schlaf fallen. Gute Nacht Siem Reap!

zu den FAQs und den Kommentaren
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