Reise von Hoi An nach Ho Chi Minh City

Palm Garden Resort in Da Nang

 

Die Sonne blinzelt schon zwischen Palmblättern auf den Rasen vor unserem Bungalow, als wir heute aufstehen. Wir sind länger im Bett geblieben, da an diesem Tag nichts anderes am Programm steht, als unsere Reise nach Ho Chi Minh City, dem ehemaligen Saigon.

Karin hat leider wieder eine unruhige Nacht hinter sich. Ihr Verdauungssystem rebelliert noch immer und raubt ihr mittlerweile schon die vierte Nacht am Stück den Schlaf. Zwar versucht sie's heiter zu nehmen und sich über den „flachen Bauch” zu freuen, allerdings ist die Angelegenheit schon auch kräftezehrend und macht sie ein wenig schwach.

Um zumindest dagegen etwas zu unternehmen, gehen wir erstmal frühstücken. Alexander langt tüchtig zu, offensichtlich will er sich stärken, falls er Karin tragen muss oder so. Es gibt aber auch so viele gute Sachen: Spiegelei, Speck, Bohnen und danach noch Waffel, frische Früchte und Ahornsirup.

Palm Garden Resort in Da Nang

 

Bei Karin gestaltet sich die Nahrungsaufnahme sehr übersichtlich, denn sie nimmt nur Joghurt und eine kleine Banane und schickt ein Stoßgebet zu Buddha und den hilfreichen Ahnen, dass ein wenig davon dem Körper zur Stärkung gereichen möge.

Nach für manche von uns ausgiebigem und für beide jedenfalls gemütlichem Schmausen, gehen wir zurück in unseren Bungalow um in aller Ruhe die Koffer zu packen. Wir haben wirklich genug Zeit, denn wir werden erst um 11:30 vom Hotel abgeholt.

Als alles in den Taschen verstaut und diese geschlossen sind, bleibt uns auch noch Zeit, um ein wenig im Schatten am Pool zu dösen und die Stille zu genießen. Etwas vor der Zeit finden wir uns dann in der Lobby ein, wo wir auschecken und anschließend auf Thuc und den Fahrer warten. Beide kommen überpünktlich.

Hoi An

 

30 Minuten dauert die Fahrt zum Flughafen Da Nang, die schnell vergehen. Beim Einchecken ist alles ok, unsere Koffer haben nur mehr 37,7 kg gemeinsam. Also nichts da von wegen die Luftfeuchtigkeit muss wohl die Kleidung schwerer gemacht haben smiley. Wir verabschieden uns von Thuc und wünschen uns gegenseitig alles Gute, schöne Weiterreise und nette Gäste.

Auch das Scannen des Handgepäcks verläuft diesmal problemlos. Kein Wunder, Karins Leatherman ist ja auch irgendwo auf dem Weg von Hanoi nach Seam Reap und nicht im Rucksack, wo er vietnamesische Sicherheits­beamte auf den Plan rufen könnte.

Als wir dann in der Abflughalle angekommen sind, machen wir erstmal große Augen. Ahja, doch eher sehr asiatisch hier! Die Shops, welche auch hier ganz frei von Duty sind, bieten nichts für den europäischen Geschmack. Weder Essen noch Souvenirs noch Mode reizt den langnasigen Gast zum Kauf.

Hoi An

 

Die Sitze sind auch mehr was für die zart gebauten Asiaten, aber dank Karins mehrtägigem „Bauchtraining” ist auch das kein Problem und Alexander ist sowieso flexibel. Nur die Sesseln sind es nicht, denn die sind am Boden fest angeschraubt. Könnte ja sonst jeder rumrücken hier. Wir lassen uns also nieder und erstehen das Allerweltsgetränk, welches glücklicherweise überall gleich schmeckt: 2 Dosen Coca Cola!

1 Stunde sitzen wir wartend in der gemütlichen Abflughalle rum und schauen Filme auf dem Netbook an. Eine der genialsten Ideen überhaupt, denn so gibt's immer einen Zeitvertreib, der uns unterhält.

Na super, der Flieger hat Verspätung! Aber auch den verschobenen Abflug erwarten wir dank Serien und Coca Cola und irgendwann sind wir dann doch in der Luft und unterwegs nach Ho Chi Minh City.

Nach obenHo Chi Minh City

Bitexco Financial Tower
IconBitexco Financial Tower

 

Bitexco Financial Tower

 

Flug und Landung verlaufen normal und ohne besondere Vorkommnisse. Als wir in Ho Chi Minh City beim Gepäckband warten, sind unsere Koffer in der allerletzten Box. Dieser Flug stellt wirklich einige Anforderungen an unsere Langmütigkeit!

In der Abholzone werden wir durch ein junges Mädchen namens Tho empfangen. Sie spricht ein wirklich gewähltes Deutsch und scheint recht modern zu sein. Passend zur Großstadt, die viel weniger traditionell als Hanoi zu sein scheint.

Wir plaudern ein bisschen über die Anreise, über das Programm, das in den nächsten Tagen auf uns zukommt und über ihren Namen. Tho heißt kleiner Drache, was aber nichts mit eventuellen weiblichen Unarten zu tun hat, sondern ein glücks­bringender Name für die Trägerin ist.

Auf dem Weg zum Hotel legen wir einen Stopp bei einem chinesischen Geschäft auf Tee oder Kaffee ein. Es handelt sich um einen recht typischen Handel mit Waren aller Art, die sich an die langnasigen Gäste bringen lassen. Da gibt es Feinkost in Form von Kaffee, Tee, Keksen, Naschereien wie kandierte Lotusböden und Ingwerwurzeln, Bonbons, Schokoladen, seidene Kimonos, bestickte Schläpfchen, etc.

Hotel Rex Terrasse
IconHotel Rex Terrasse

 

Damit die Gäste auch zum Kauf angeregt werden, wird allerhand zur Verkostung angeboten und dazu Kaffee und Tee gereicht. Natürlich kostenlos, denn das zahlt man dann beim Einkauf quasi mit. Es entspinnt sich eine lustige Unterhaltung mit der chinesischen Chefin, die uns scheinbar alles verkaufen möchte, was sie auch nur in den hintersten Winkeln ihre Ladens aufbewahrt hat.

Unter viel Lachen und Schwatzen nehmen wir schließlich 3 Süßigkeiten mit. Was, nur so wenig? Ja danke, das ist genug!

Danach geht es direkt zu unserem Hotel Duxton, wo wir während unseres Aufenthalts in Saigon untergebracht sind. Das Zimmer ist soso lala. Die Größe ist ok, aber es gibt kein Internet und die Einrichtung ist nur mittel­prächtig. Kein Highlight also, aber wir haben schon bei weitem schlechter genächtigt.

Als wir ausgepackt und uns ein wenig erfrischt haben, wollen wir noch eine Kleinigkeit zu Abend essen. Wir fragen beim Concierge nach einer Empfehlung und bekommen gleich 6 Tipps.

Hotel Rex Terrasse

 

Hotel Rex Terrasse

 

Es ist schon dunkel, also wollen wir nicht mehr so weit laufen und nehmen das nahe­gelegene Hotel Rex. Es hat ein Lokal auf der Dachterrasse, das man uns ans Herz gelegt hat.

Das Rex ist wirklich nur ein paar Schritte entfernt und so sitzen wir nur wenig später bei Planters Punch und Campari Soda sowie ein paar Nüsschen im Rooftop Garden. Geheimtipp ist das Rex keiner, wie wir an den zahlreichen Gästen feststellen können. So ist es auch nicht verwunderlich, dass wir vorerst in der zweiten Reihe Platz nehmen müssen, denn direkt an der Brüstung ist alles besetzt.

Macht aber auch nichts, denn unter den erleuchteten Lampions sitzt es sich gut und den Zauberer, der hier eine Showeinlage zu Speis und Trank liefert, sehen wir auch von hier sehr gut.

Dann wird doch ein Tisch an der Außenseite frei und wir übersiedeln. Alexander findet das Beobachten des Verkehrs sehr nett, der unter uns tost, Karin ist immer noch an den Lampions interessiert, die man von hier genauso gut anschauen kann.

Ho Chi Minh City in der Nacht

 

Ho Chi Minh City in der Nacht

 

Alexander bestellt ein Clubhouse Sand­wich mit French Fries zum Abend­essen. Als es kommt ist es eine wirklich große Portion, die mit einer guten, scharfen Sauce serviert wird. Karin nascht ein wenig mit, was aber nicht weiter auffällt. Dazu gibt es kühles 333 Bier aus der Dose - Herz, was willst Du mehr?

Nach rund 1½ Stunden, der Zauberer ist inzwischen von einem Jongleur abgelöst worden, sind wir nicht nur satt sondern auch müde und verlassen die gastliche Stätte. Gut möglich, dass wir während unseres Aufenthaltes in Ho Chi Minh nochmal hier landen.

Ho Chi Minh City, Kaufhaus
IconHo Chi Minh City, Kaufhaus

 

Auf unserem Heimweg ins Hotel entern wir einen Shopping Tempel, in dem noch ein Supermarkt offen hat. Alexander kauft Bier, Cola, Kaugummi und Nüsschen ein, während Karin mit dem Fotorucksack draußen bleibt. Sie geht inzwischen ein wenig Parfum schnüffeln, eine ihrer Lieblingsbeschäftigungen.

Hier gibt es Parfums, die sich Miss Saigon und Miss Viet Nam nennen. Das besondere sind die Flacons, welche vietnamesische Mädchen im klassischen Ao Dai mit Hut darstellen. Sehr niedlich und riecht auch ganz gut. Trotzdem wird jetzt nichts mitgenommen, denn Parfum kauft man nicht gleich, sondern lässt es eine Weile am Handgelenk oder anderer, gut durchbluteter Hautstelle aufgetragen, damit sich das Aroma voll entwickeln kann. Also morgen vielleicht.

Zurück in unserem Hotelzimmer kriechen wir in unser Bettchen, schauen noch ein bisschen fern - als hätten wir das heute nicht schon genug getan - und schlafen bald friedlich ein. Wir sind gespannt, Ho Chi Minh morgen kennen zu lernen!

zu den FAQs und den Kommentaren
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