Die ersten 24 Stunden

Hanoi
IconHanoi

 

Hanoi
IconHanoi

 

Als wir an diesem Allerheiligentag zu ganz normaler Uhrzeit aufstehen, sind wir uns zuerst einmal nicht sicher, ob unsere Scheiben so angelaufen sind oder ob es tatsächlich eine derart trübnebelige Suppe ist, die Wien verschluckt zu haben scheint. Es ist letzteres und damit ein Novembertag wie aus dem Bilderbuch.

Uns macht dieses Wetter gar nichts, denn in ca. 24 Stunden werden wir einen warmen Abend bei rund 25 Grad genießen, uns von den Strapazen einer langen Anreise erholen, die drauffolgenden 3 Wochen lang viele neue Eindrücke sammeln und ein fremdes Land entdecken. Unser „großer” Urlaub 2011 führt uns nach Vietnam, von Nord nach Süd und zum Abschluss in die berühmten Tempelanlagen von Angkor in Kambodscha.

Gepackt hat Karin diesmal schon am vergangenen Wochenende und so ist nur mehr wenig zu tun, bevor uns Elisabeth mit dem Taxi zum Flughafen abholt. Ein kleines Frühstück, Blumen nochmal gießen, Betten abziehen und Mistkübel ausleeren - mehr ist es nicht.

Auf der Fahrt nach Schwechat tauschen wir uns mit Elisabeth aus - über ihre bevorstehende Hochzeit und zukünftige wie vergangene Urlaube - und staunen über die Sonne, welche über den dunklen Nebelschwaden hervorlugt und die Raffinierie in ein eigenartig mystisches Licht taucht.

Nach obenAnreise 1. Teil: Von Wien nach Paris

Hanoi
IconHanoi

 

Hanoi
IconHanoi

 

Hanoi
IconHanoi

 

Und dann geht unsere schier endlos scheinende Anreise nach Hanoi los. Mindestens 2 Stunden vor Abflug sollen wir uns am Wiener Flughafen in Schwechat einfinden. Nachdem wir den Flugbegleiter der Austrian Airlines überzeugen konnten, unser Gepäck gleich bis Hanoi durchzuchecken, verbringen wir den größten Teil davon in der Diners Club Lounge. Frisch renoviert, sozusagen „under new management”.

Nach knapp 2 Stunden Flug, von denen Karin die meiste Zeit verpennt, landen wir in Paris CDG. Etwa 4 Stunden Aufenthalt erlauben es uns, nicht nur die wenig erstrebenswerten und auch schwer überteuerten Shoppingtempel, sondern auch die nächste Credit Card Lounge kennenzulernen.

ICARE nennt sich das hier und ist fast schon ein wenig abenteuerlich zu finden. Am Terminal 1 im 3. Stock liegt die Lounge und ist nur mit eigenem Kärtchen von der Information betretbar. Egal, es ist gemütlich hier, Getränke, kleine Snacks und WiFi sind umsonst (besser gesagt bereits mit der Kreditkartenjahresgebühr schon mal mitbezahlt worden) und wollen genossen werden.

Nach obenAnreise 2. Teil: Von Paris nach Bangkok

Tam Coc

 

Hoa Lu

 

Hoa Lu Berge

 

Von Paris CDG geht es dann weiter knapp 11 Stunden in Richtung aufgehende Sonne. Wenn es auch Direktflüge nach Bangkok gäbe, so haben wir uns doch für den Zwischenstopp in Paris entschieden, da Air France eine leistbare Zwischenklasse zwischen Business und Holz anbietet, welche den Langstreckenflug erträglicher macht.

So finden wir uns also schließlich an Bord ein und lassen uns in unseren bequemen Comfort-Sitzen mit 10% mehr Platz rundherum häuslich nieder. Wir sehen gemeinsam Filme an, die Alexander vorsorglich auf eine SD Card kopiert hat, damit unsere Reise- und Wartezeiten nicht zu lang werden, stochern ein wenig im Bordmenü, welches aufgrund eines technischen Gebrechens nur kalt serviert werden kann, herum und schlafen schließlich ein.

Vuon Thi
IconVuon Thi

 

Van Long Teich
IconVan Long Teich

 

Tra Lai

 

Da wir eine Zweierreihe mit Fenster- und Gangplatz haben, schlafen wir gut und ziemlich ungestört. Karin hat sich im Sessel zusammengerollt und muss nur einmal über den büselnden Alexander klettern, um zur Toilette zu gelangen.

Gegen Morgen (oder so ähnlich, aufgrund der Zeitverschiebung sind wir etwas durcheinander) wachen wir recht ausgeruht aus. Wir bekommen nochmals einen Imbiss, sehen weiter fern und dann geht es auch schon in den Sinkflug nach Bangkok.

Von oben halten wir nach Anzeichen der Überschwemmungen Ausschau, die wir zuhause in den Nachrichten verfolgt haben. Nebst dem Mitleid mit den Bewohnern der Metropole hat sich natürlich auch Besorgnis wegen unseres Urlaubs in das Interesse gemischt. Doch glücklicherweise ist zumindest in der Gegend rund um den internationalen Flughafen kaum etwas von den Fluten zu sehen.

Bac Ha Markt
IconBac Ha Markt

 

Bihn Lu Markt
IconBihn Lu Markt

 

Vor nunmehr 12 Jahren waren wir das erste Mal hier in Bangkok und haben die riesenhaften Ausmaße des Flughafens noch ganz gut in Erinnerung. Zunächst verschaffen wir uns erst einmal einen Überblick, wo wir wieder abfliegen werden, bevor wir uns ein wenig die Beine vertreten. Die Shops langweilen uns allerdings nach geraumer Zeit ebenso wie die in Paris, wenngleich sie auch etwas billiger sind.

Karin geht noch auf eine kleine Schnüffeltour in die Parfümerieabteilung des Duty Free Shops, muss aber feststellen, dass Düfte auch hier Luxusartikel und nur unwesentlich günstiger als Zuhause sind, wenn überhaupt. Aufregende, exklusive Neuheiten, die es nur hier und nirgends sonst gibt, sind auch keine zu riechen bzw. zu entdecken und so ziehen wir uns alsbald in die nächste Lounge zurück.

Bihn Lu Markt
IconBihn Lu Markt

 

Bihn Lu Markt

 

In der Louis' Tavern CIP Lounge verbringen wir 2 Stunden mit Surfen, Knabbern, Trinken und CSI NY Serienfolgen schauen. Dann fühlt sich unser Sitzfleisch wieder etwas wund an und wir gehen nochmals ein bisschen Beine vertreten.

Erstaunlicherweise sind die Shops noch immer nicht aufregender geworden. Gut also, dann eben in die nächste CIP Lounge. Tja, denkste! Ein Aufenthalt darf maximal 3 Stunden dauern und geht nur 1 Mal pro Tag, so wird uns mit dem freundlichsten Thai-Lächeln aber doch bestimmt mitgeteilt.

Ok, ist auch egal. Wir kaufen 2 Dosen Bier und lassen uns in der Wartezone bei Gate E nieder. CSI NY kann man hier genauso gut schauen und die Zeit vergeht weder schneller noch langsamer. Im Unterschied zur Lounge gibt es hier aber noch etwas mehr „Life Fernsehen” in Form von Passagieren und Flughafenprsonal, das wir beobachten können.

Nach obenAnreise 3. Teil: Von Bangkok nach Hanoi

Endlich ist es dann soweit und unser Flieger nach Hanoi wird zum Boarding aufgerufen. Die Maschine ist groß und wenig besetzt. Man serviert ganz gutes und vor allem warmes Essen und 1 Glas Rotwein dazu. Schmeckt und macht satt. Diese letzte Etappe unserer Anreise ist wirklich nur mehr ein Katzensprung, den wir auf dem halben Sitzfleisch absolvieren und schon geht's wieder runter zum Landeanflug.

In Hanoi angekommen warten wir beim Baggage Claim recht lange auf unsere Taschen, die aber schließlich doch kommen. Wie erfreulich, denn wir haben auch schon Urlaube erlebt, in denen wir mangels frischer Wäsche gleich in den ersten Tagen erproben durften, wie gut unsere Mitreisenden uns riechen können.

Die Reisetaschen hinter uns nachziehend gelangen wir in die Ankunftshalle. Eine nicht bloß kleine (klein ist Karin mit ihren 160 cm) sondern WINZIGE vietnamesische Reiseleiterin wachelt schon heftig mit unserem Namensschild, als wir endlich rauskommen. Sie heißt uns sehr nett willkommen und erklärt, dass wir die nächsten 9 Tage hier im Norden des Landes miteinander verbringen werden.

DauerStrecke

2:10

Wien - Paris

4:15

Warten am Flughafen Charles De Gaulle CDG

11:00

Paris - Bangkok

5:10

Warten am Flughafen Suvarnabhumi International BKK

1:45

Bangkok - Hanoi

24:20

Gesamt

 

Nach obenErste Berührung mit Hanoi

Hanoi

 

Hanoi

 

Auf dem Weg zum Auto nennt sie uns ihren Namen: Thu, was Herbst bedeutet. Unser Fahrer, der jedoch eher ein Verkehrskünstler als bloß ein Chauffeur ist, hört auf den Namen Hung. Übersetzt heißt das Held und so freuen wir uns, den ersten Urlaubsabschnitt mit dem kleinen Herbst und dem Held der Straßen zu beginnen.

Im klimatisierten Minivan gleiten wir durchs dämmrige Hanoi. Die Massen an Mopeds, die sich durch die Straßen schlängeln und auf denen alles Erdenkliche und Unerdenkliche transportiert wird, kennen wir noch aus anderen Asienaufenthalten und doch ist der Anblick immer wieder faszinierend. Junge Mädchen mit mörderischen Stöckelschuhen sind ebenso auf diesen Gefährten unterwegs wie Männer, die zwischen Palletten voller roher Eier vorne und hinten eingeklemmt sind, oder 4-köpfige Familien.

Hanoi ist voll, quirlig und doch auch irgendwie gemütlich. Die Häuser sind schmal und nicht sehr hoch, überall wird etwas verkauft und die kleinen Lädchen bieten unterschiedlichste Waren an. Thu sagt: „Es gibt nichts, was es hier nicht gibt!” und lächelt fröhlich.

Hanoi

 

Hanoi

 

Hanoi

 

Bei unserem Hotel, dem Silk Path, angekommen, hilft sie uns beim Einchecken und verabschiedet sich für heute. Morgen treffen wir einander um 09:00 Uhr in der Lobby. Wir werden uns das Ho Chi Minh Mausoleum, den Präsidentenpalast und auch 2 Tempel ansehen.

Wenn wir noch Lust haben, empfiehlt uns Thu einen kleinen Spaziergang - vielleicht vor zum See oder durch die Gassen gleich ums Eck. Tam biet! - Auf Wiedersehen! und weg ist sie.

Unser Deluxe Zimmer ist klein aber sauber. Das große Fenster geht auf den Gang des Hotels und gibt den Blick auf ein paar Bambuspflanzen aus 100% Plastik frei. Egal, wenigstens können hier keine Mosquitos reinkommen, vor denen ein Schild im Zimmer warnt.

Garküche

 

Hanoi

 

Wir erfrischen uns kurz und fragen beim Concierge nach einer Empfehlung für ein lokales Abendessen. Das genannte Restaurant, das sich ein paar Gassen weiter befindet, sperrt gerade zu, als wir eintreffen. Schade, es sieht eigentlich sehr nett aus. Na, dann nicht - wir sind eh nicht sooo arg hungrig und vom Flug immer noch etwas durcheinander.

Durch die dämmrigen Gassen gehen wir zurück zum Hotel und freuen uns, dass die Orientierung soweit schon mal klappt. Wir entschließen uns, eine Kleinigkeit im Hotelrestaurant zu uns zu nehmen und es dann mit einer Runde Schlaf ausgestreckt im Bett zu versuchen.

Hanoi

 

Garküche

 

Im Restaurant Belissimo, welches auf italienische Spezialitäten wie Tiefkühlpizza schließen lässt, bestellen wir erstmal 2 Bier. Aus der Karte wählen wir dann einmal Clubsandwich für Alexander sowie einmal vietnamesische frische Frühlingsrolle (mit viel Koriander smiley), für Karin.

Jeder ist mit seiner Wahl zufrieden, Alexander mag allerdings Karins Frühlingsrollen gar nicht. Gut so, dann bleibt ihr mehr! Zum Abschluss bestellen wir uns noch je 4 cl Glenmorangie zum Desinfizieren und nehmen die Gläser mit aufs Zimmer.

Für den Reisebericht werden noch ein wenig Notizen festgehalten und schon hört man uns leise schnurren chrrrrr… Hm, es ist schon ganz was Anderes, wenn man die Beine beim Schlafen ausstrecken kann.

zu den FAQs und den Kommentaren
Auf der letzten Seite dieses Reiseberichtes findest Du die Fragen unserer BesucherInnen, welche uns im Laufe der Zeit erreichten und hast selbst die Möglichkeit einen Kommentar zu diesem Reisebericht zu hinterlassen.
Schuschels Welt Bild
Schuschels Welt Schriftzug
Du bist hier: Reisen Vietnam & Kambodscha Die ersten 24 Stunden
Vietnam & Kambodscha Inhaltsverzeichnis  |Hanoi
 zurück12345678910111213141516171819202122weiter 
Vietnam & Kambodscha Inhaltsverzeichnis | Nach oben |Hanoi
Kontakt Gästebuch Sitemap Impressum/Datenschutz Disclaimer