Ho Chi Minh

Ho Chi Minh am Morgen

 

Unser Weckervögelchen zwitschert los und gleich darauf sind wir auch schon aus den Betten aufgestanden. Karin hat endlich eine Nacht mit nur einem einzigen Mal Aufstehen verbracht. Sie fühlt sich ausgeruht und kann gar nicht glauben, dass die heftige Arbeit an einem flacheren Bauch offensichtlich nun im Abklingen ist!

Wir folgen unserem üblichen Morgen­ritual bestehend aus duschen, anziehen und zum Frühstück pilgern. Auch hier nimmt jeder wie üblich den eigenen Vorlieben entsprechend: Alexander eher deftiger mit frisch zubereiteten Eiern, Karin etwas Joghurt und ein halbes, selbst komplett geschältes Apferl mangels Banane. Dazu gibt es Tee von dunkler Farbe und mit Geschmack.

Nach dem Frühstück gehen wir nochmal kurz aufs Zimmer, Rucksäcke fertig bestücken. Danach schnappen wir dieselben und es geht ab in die Lobby. Tho wartet schon auf uns, heute ganz in dunklen Farben gekleidet. Wir sind erstaunt. Bei der Hitze? Naja, sie ist die Temperaturen im Gegensatz zu uns gewohnt.

Mittagessen am Boden
IconMittagessen am Boden

 

Kurz darauf fährt unser Wagen vor dem Hotel vor und wir machen es uns erst mal im Fond gemütlich. 1½ Stunden Autofahrt stehen uns nun bevor, denn heute steht ein Besuch der Tunnel von Cu Chi auf dem Programm. Auf dem Weg dorthin fahren wir durch das geschäftige Saigon, das viel moderner wirkt, als das um diese Zeit nicht weniger quirlige Hanoi.

Wir stauen ein wenig im Frühverkehr, was uns aber die Gelegenheit gibt, die Häuser und Geschäfte genauer in Augenschein zu nehmen. Immer wieder gibt es Tempel zwischen den teils recht schmucklosen Fassaden der Wohnhäuser, die mit ihren Vorhöfen kleine Grünoasen und mit den reich verzierten, bunten Dächern einen hübschen Kontrast bilden.

Was uns auch auffällt ist, dass Karaoke offensichtlich auch in Vietnam zu den beliebtesten Unterhaltungen zählt, denn an jeder Ecke ist ein Restaurant oder eine kleine Bar, die für jene oftmals doch recht dilettantischen Abgesänge Werbung macht. Nun ja, andere Länder, andere Freizeitgestaltung smiley.

Nach obenKautschukbäume

Holzschnitzer

 

Holzschnitzer

 

Schon etwas außerhalb des Stadtzentrums, Nahe dem Ort, an welchem sich die Tunnel­eingänge befinden, machen wir in einer Allee von Kautschuk­bäumen Halt.

Tho bemüht sich sehr, uns über die Kautschuk­gewinnung noch etwas Neues zu erzählen, obwohl wir diese bereits auf anderen Asien­reisen wie z.B. nach Thailand, ausgiebig kennen gelernt haben.

Es ist jedenfalls eine Arbeit, die sich bei dem Klima, den Insekten und dem nicht gerade Wohlgeruch, der bei der Herstellung entsteht, nur mäßiger Beliebtheit erfreut.

Da findet die Holz­schnitzerei, die hier nur wenige Meter entfernt betrieben wird, schon mehr Zuspruch.

Kautschukbaum Allee

 

Zwar ist das Holz hart und wer nicht aufpasst, kann sich mit den scharfen Messern recht arg verletzen, doch ist die Arbeit künstlerisch anspruchsvoll und die Touristen zahlen gutes Geld für die erschaffenen Buddha- und anderen Figuren.

Wir sehen ein wenig zu, wie genau so ein Buddha, wie er auch unser Badezimmer ziert, aus einem Stück Holz entsteht. Lustig, dass unser Stück offensichtlich auch „Made in Vietnam” ist.

Wenig später parkt unser Fahrer den Wagen auf einem Parkplatz, der hier im Busch geschlägert wurde und wir sind am Ziel angekommen. Wir nehmen unsere Fotoapparate und Rucksäcke und folgen Tho zum Eingang der Anlagen.

Nach obenTunnel von Cu Chi

einer der unzähligen Tunneleingänge

 

Achtung Falle!

 

Cu Chi, das ist jener Ort, wo die Partisanen des Viet Cong quasi unterirdisch Krieg gegen die USA geführt haben. 1960 bis 1975 fand jene Nutzung des Tunnelsystems statt, doch die unterirdischen Höhlen wurden bereits früher gegraben.

1948, im Krieg gegen die Kolonialmacht Frankreich, enstanden die ersten Tunnel, um Waffen, Vorräte und Menschen zu schützen. Die meisten der Höhlen waren primitiv, eng und klein, doch es gab auch mehrstöckige unterirdische Räume, die schon eine gewisse Raffinesse aufwiesen.

Kaum war die Kolonialmacht Frankreich besiegt, entsandten die USA ihre Truppen nach Vietnam. Die Tunnel wurden massiv erweitert und erstreckten sich schließlich auf einer Gesamtlänge von 200 Kilometern auf drei Ebenen.

Ganze Städte waren unter der Oberfläche entstanden, in denen es Schulen, Krankenstationen, Büroräume und Schlafgelegenheiten gab. Die unterirdischen Höhlen waren durch Gänge von ca. 80cm Höhe und 60cm Breite verbunden.

wieder ein Eingang

 

Als Eingänge dienten mit Gras bewachsene und mit Laub getarnte Klapptüren. Die Eingänge waren zudem durch einfache, aber wirkungsvolle Fallen wie beispielsweise Bambusspieße gesichert. Als die Amerikaner unweit von Cu Chi eines ihrer Hauptquartiere aufschlugen, hatten sie keine Ahnung, dass der Feind direkt unter ihnen lauerte.

Auf Schautafeln werden die sehr ausgeklügelten Ideen erläutert. Für die Belüftung nahm man Termiten zu Hilfe, der Rauchabzug wurde umgeleitet, sodass unter einem Laubhaufen nur ganz wenig Nebel hervor quoll, die Kommunikation nach außen wurde von Schwimmern erledigt, die durch den Mekong das Tunnelsystem verließen. Man hat den Eindruck, die kleinen, zähen Vietnamesen haben sich ihre Freiheit wirklich hart erarbeitet und verdient.

Reispapier

 

Reispapier
IconReispapier

 

Ein Stückchen weit sind wir auch selbst durch einen der Tunnel gekrochen. Karin ist gerade noch vietnamesische Normgröße (Tho bildet eine Ausnahme, sie ist für hiesige Verhältnisse wirklich riesig), Alexander hat es schon wirklich schwer.

Ein 90m langes Stück eines Tunnelstystems wurde extra für Touristen je 20cm in Höhe und Durchmesser vergrößert, damit diese nicht stecken bleiben.

Damit uns das auch ja nicht passiert, nimmt uns Tho die beiden Fotorucksäcke ab, während wir in den Tunneln kriechen. Ein tolles Service und auch eine Leistung, mit gleich beiden Gepäckstücken voller schwerer Objektive durch den Dschungel zu marschieren.

Tunnel von Cu Chi

 

Tunnel von Cu Chi

 

Tunnel von Cu Chi
IconTunnel von Cu Chi

 

Der Besuch hier verursacht bei uns eine Mischung aus Be­klemmung und Staunen. Natürlich gibt es viele Souvenir­shops mit Kriegs­andenken auf dem Gelände und sogar einen Schieß­übungs­platz.

Letzterer mißfällt Karin ziemlich, da sie findet, dass Krieg nicht wie ein Abenteuer­spiel dargestellt werden sollte.

Doch außer Kriegspiel­platz gibt es glücklicherweise auch noch anderes zu sehen. So z.B, eine Frau, die jenes hauchdünne Reispapier herstellt, aus welchem man Frühlingsrollen wickelt.

alte Nähmaschine

 

Wir beobachten, wie ein weißer Brei zunächst aufgekocht und dann hauchdünn aufgerollt und zum Trocknen aufgebreitet wird. Crepe á la Vietnamese sozusagen.

So auf den Geschmack gekommen, ist uns der kleine Abschlussimbiss, mit dem unser Besuch in der Anlage von Cu Chi endet, gerade recht. Wir waschen uns die Hände mit aus einem Bambusrohr plätscherndem Wasser und nehmen an einem sehr einfachen Tischchen Platz.

Es gibt gekochtes Maniok mit einer Mischung aus Zucker, Salz und gestoßenen Erdnüssen und grünen Tee. Dieser Snack, der uns, die wir zu jeder Mahlzeit die Wahl haben, gut schmeckt, war die wenig abwechslungs­reiche Grundnahrung der Guerilla.

Nach obenHauptpostamt

Wiedervereinigungspalast

 

Mittagessen bei Pho 2000

 

Zurück im kühlen Auto geht es nun retour nach Saigon. Beim großen Markt wird geparkt und Tho bringt uns zunächst in ein Speiselokal, wo schon viele Touristen mit ihren Guides die Köpfe in dampfende Schüsseln stecken.

Wir nehmen eine große Pho mit Rindfleisch zu zweit. Karin isst schon etwas mehr als gestern, aber es sind immer noch keine Mengen. Die Dose Cola wird ebenfalls geteilt.

So gestärkt geht es nun zur Besichtigung der Sehenswürdigkeiten von Downtown Saigon. Da ist zunächst mal die Hauptpost, die in einem Gebäude untergebracht ist, welches in den Jahren 1886 und 1891 erbaut wurde. Kein geringerer als der berühmte Gustav Eifel entwarf die Stahlkonstruktion, welche das Postamt trägt.

Hauptpostamt

 

Hauptpostamt

 

Hauptpostamt

 

In den letzten Jahren wurde die Post liebevoll restauriert und zählt nun zu den Haupt­attrakt­ionen des Stadt­zentrums. Besonders nett ist es, in der riesigen Schalter­halle auf den Edelholzbänken zu sitzen und dem Treiben zuzusehen, was einem die Atmosphäre vergangener Tage näherbringt.

Tho erzählt Geschichtliches zu Post und Stadtzentrum, danach können wir selbst herumlaufen und nach Herzenslust fotografieren. Schön sind die alten Telefonzellen und die Landkarten, welche die Wände der Schalterhalle zieren. Der Blick nach draußen, durch die mit Schmiedeeisen verzierten Schwenktüren, erinnert uns sogar ein wenig an Paris.

Hauptpostamt

 

Hauptpostamt

 

Die römisch-katholische Kathedrale Notre-Dame hat gerade zu und so begnügen wir uns mit einem Blick von außen und einer Umrundung des kleinen Parks vis-a-vis. Dann geht es mit dem Auto weiter Richtung Thien-Hau-Tempel.

Zum wiederholten Mal kommen wir heute am Palast der Wiedervereinigung vorbei, einem postmodernen Betonbau, den man nur von außen oder gegen gesondert zu bezahlenden Eintritt besichtigen kann. Von außen reicht uns, da das Gebäude wirklich nicht sonderlich ansprechend für unseren Geschmack ist.

Errichtet wurde der Bau, der an die Besiegelung des Endes des Vietnamkrieges erinnert, an der Stelle des ehemaligen Norodom-Palastes. Dieser hätte uns wahrscheinlich besser gefallen, fiel jedoch aufgrund seiner Holzkonstruktion einem Feuer zum Opfer.

Nach obenThien-Hau-Tempel

Thien-Hau-Tempel
IconThien-Hau-Tempel

 

Thien-Hau-Tempel

 

Thien-Hau-Tempel

 

Was uns auch sehr gefällt ist der nächste Ort unserer Besicht­igungs­tour von Saigon, der Thien Hau Tempel. Die Legende besagt, dass Thien Hau, die Schutz­göttin der Fischer und Seeleute, auf einer Matte über die Ozeane reisen und rittlings auf Wolken überallhin gelangen kann.

Die Pagode wurde zu Ehren der Göttin von der kantones­ischen Gemeinde im frühen 19. Jahrhundert errichtet. Die Himmlische soll als junges Mädchen Lands­leute in Seenot gerettet und so für deren glückliche Überfahrt gesorgt haben.

Thien-Hau-Tempel
IconThien-Hau-Tempel

 

Thien-Hau-Tempel
IconThien-Hau-Tempel

 

Der chinesische Tempel gilt vor allem wegen seiner wunderbaren Dachgestaltung mit vielen bunten Keramikgestalten als die schönste Pagode Cho Lons, wie der Bezirk Chinatown von Ho Chi Minh Stadt genannt wird.

Unmengen an Räucherwerk hängt in Spiralen von der Decke, steckt in Kesseln oder qualmt in Kegelform vor Altären. Neben dem Wohlgeruch, der sich verbreitet, steigt aber auch der Rauch auf und lässt die Augen tränen oder bringt uns in den Bronchien beißend zum Husten.

Manche der Räucherspiralen sind so groß, dass sie angeblich einen ganzen Monat lang brennen. Na, Gelsen bleiben hier sicher nicht lange genug, um jemanden zu stechen!

Thien-Hau-Tempel

 

Thien-Hau-Tempel
IconThien-Hau-Tempel

 

Neben Teufelchen aus Keramik, die auf den Dächern ihr Unwesen treiben, gibt es Altäre verschiederner Götter (Glück und Liebe sind selbstverständlich vertreten).

Banderolen und Täfelchen tragen die Namen von Spendern oder Danksagungen für erwiesene göttliche Dienste (Hl. Rita, danke und bitte hilf weiter … das wäre wohl die wienerische Entsprechung in der Minoritenkirche dafür).

Wenn sich kein Platz beim Altar zum Hinpicken der Banderole mehr findet, wird diese eben daheim irgendwo angebracht. Auch im Umgang mit Göttern muss man einen gewissen Pragmatismus an den Tag legen.

Wir bleiben, bis wir uns an den vielen Details satt gesehen und vor allem fotografiert haben. Dann wollen unsere Augen wieder klar sehen und auch die Lungen lechzen nach klarer Luft ohne Räucherstäbchen und wir verlassen den wunderschönen Tempel wieder.

Nach obenChinesischer Großhandelsmarkt

Binh Tay Markt

 

Binh Tay Markt

 

Binh Tay Markt
IconBinh Tay Markt

 

Unser Fahrer bringt uns als nächstes zum chine­sischen Groß­handels­markt. Was sich hier abspielt ist einfach unglaublich! Es gibt unzählige Geschäfte mit un­möglicher Ware.

Interessante Lebensmittel bekommen wir zu sehen - getrochknete Früchte, Gemüse, Riesensäcke voll Cashew-Nüsse die vor allem in Alexanders Augen ein gieriges Flackern entfachen - stinkende Gummischuhe in allen Farben und Formen, Hüte für jeden erdenklichen Kopf und Geschmack, Töpfe, Pfannen, Opfergaben für den Tempel - das beinhaltet Papiergeld zum Verbrennen genauso wie Alkohol, Opferzigaretten, Räucherstäbchen, usw.

Binh Tay Markt

 

Binh Tay Markt
IconBinh Tay Markt

 

Alles ist zu „Vierteln” zusammengefasst, um wenigstens einen Hauch von Überblick zu vermitteln. Die Verkäufer sind mangels Sauerstoff in den rappelvollen Hallen kurz vorm Wachkoma und dösen auf ihren Warenbergen vor sich hin.

Warum soll jemand gerade hier kaufen und nicht einen Stand weiter? Es ist uns nicht erklärlich, wie das mit Angebot und Nachfrage hier im Großhandelsmarkt funktioniert.

Irgendeine der Pforten führt in einen begrünten Innenhof mit einer Miniatur-Natur. Tho erklärt uns, dass sich so eine kleine Landschaft nur außerhalb des Hauses befinden darf. Es werden Gastgeber und Gäste, sowie die Höhen und Tiefen des Lebens in verschiedenen Szenen dargestellt. Sehr nett!

Nach obenKathedrale Notre Dame

Kathedrale Notre Dame

 

Kathedrale Notre Dame
IconKathedrale Notre Dame

 

Als wir den Großmarkt verlassen, ist die Kathedrale Notre Dame geöffnet und wir können nun auch das Innere besichtigen. 1877 bis 1880 wurde die Kathedrale errichtet, wobei tatsächlich alle Bau­materialien aus Frank­reich importiert wurden.

Das ändert aber dennoch nichts daran, dass das Gotteshaus weder innen noch außen mit dem französischen Original in keinster Weise vergleichbar ist.

Die Glockentürme zu beiden Seiten der Kirche wurden Ende des 19. Jahrhundert hinzugefügt. Die Marienstatue im kleinen Park vor der Kathedrale wurde erst 1959 aufgestellt. Im Oktober 2005 entstand die Legende, die Statue hätte Tränen geweint. Dieses angebliche Wunder wurde allerdings seitens der Kirche nicht anerkannt.

Die aus weißem Marmor errichtete Marienstatue hält eine Weltkugel in ihren Händen und ist ein Symbol des Wunsches nach Weltfrieden. Daher rührt auch ihr lateinischer Name Regina pacis (Königin des Friedens).

Kathedrale Notre Dame

 

Kathedrale Notre Dame
IconKathedrale Notre Dame

 

Auch für nichtchristliche Besucher der Stadt zählt Notre Dame heute zu den beliebtesten Fotomotiven in Ho-Chi-Minh-Stadt. Neben der Innenausstattung mit ihren vielen Bildern sind die Besucher der Basilika vom Stil, der gotische und neo­romantische Elemente kombiniert, sowie vom auch heute noch leuchtend roten Backstein fasziniert.

Für Katholiken ist sie naturgemäß die zentrale Anlaufstelle für gottesdienstliche Feiern. Messen werden zu einem großen Teil auf Englisch abgehalten, ebenso finden sich bei Bedarf englischsprachige Priester für die Abnahme der Beichte.

Bei vietnamesischen Katholiken zählt die Kathedrale in Saigon zu den beliebtesten Hochzeitskirchen. Alle Saigoner feiern hier gerne Weihnachten, ganz egal, welcher Religion sie angehören, oder auch wenn sie gar kein Bekenntnis haben. Man soll die Feste eben feiern, wie sie fallen - auch hier in Vietnam!

Nach obenAbendlicher Spaziergang durch Saigon im Dämmerlicht

Bitexco Financial Tower

 

Parkplatz Schild vor dem Tower
IconParkplatz Schild vor dem Tower

 

Nach der Besichtigung von Notre Dame bringen uns Tho und der Fahrer zurück zu unserem Hotel. Als Hausaufgabe müssen wir einen Spaziergang durch das abendliche Saigon unternehmen, damit wir die Atmösphäre der Stadt mit ihren alten und neuen Gebäuden auch so richtig aufnehmen können.

Wir erfrischen uns nur kurz am Zimmer und lassen unsere Rucksäcke zurück, bevor wir uns wieder auf den Weg machen. Alexander hat seine Kamera dabei, Karin begnügt sich mit Schauen. Wir gehen hinunter zum Fluß, wollen ein wenig an der Uferpromenade entlang schlendern.

Diese wird gerade renoviert und ist teilweise eine Baustelle. Doch selbst dort, wo schon frisch gepflastert und gestrichen ist, finden wir das Panorama ehrlich gesagt eher nun ja, …

Nähe Ben Thanh Markt

 

Ho Chi Minh

 

Frisches Grünn wird geplanzt

 

Wir schwenken zurück und begeben uns wieder in die belebteren Straßen, denen wir zum alten Markt folgen. Wir kommen durch eine Gasse mit antiken Asiatika oder gut nachgemachten solchen. Ein Geschäft reiht sich ans nächste und die Auslagen quellen schier über von altertümlichen Kostbarkeiten und neuzeitlichem Kitsch. Unglaublich!

Im alten Markt ist es heiß, eng, es gibt wenig Sauerstoff und die gleiche Ware wie im Großhandelsmarkt, nur eben in kleineren Gebinden. Wir drehen eine Minirunde und sind schon wieder bei der Tür draußen.

3-2-1 Los!

 

Rathaus

 

Unser Spaziergang führt uns zum Rathaus, das ebenfalls zu den sehenswerten Kolonialbauten zählt. Heutzutage ist das ehemalige Hotel de Ville Sitz des Volkskommitees und der Eintritt ist Touristen verwährt. Doch ein hübsches Fotomotiv gibt der Prachtbau immer noch ab.

Als die Dämmerung hereinbricht, finden wir uns auf der Dachterrasse vom Hotel Rex wieder ein - same procedure as yesterday. Warum auch nicht, wenn es denn nett und gut war? Nach Ausruhen, Stärken und Plaudern über das, was wir heute so erlebt haben, brechen wir schließlich für die letzten Schritte auf, die uns zurück in unser Hotel bringen.

Ho Chi Minh

 

Ho Chi Minh

 

Einen Zwischenstopp legen wir noch ein, denn Alexander will Karin unbedingt den Supermarkt zeigen, wo er gestern Getränke für uns eingekauft hat. Es ist auch wirklich besonders anzuschauen - Zeile für Zeile sind links alle ausländischen Waren und rechts jeweils die einheimischen Pendants aufgereiht.

Zu kaufen gibt es hier alles, was man sich nur vorstellen kann. Heute brauchen wir nichts, denn wir haben von gestern noch genug Getränke im Hotel. Gut so, denn so sind wir recht rasch bei der Kassa wieder draußen und müssen nicht erst in der langen Schlange anstehen.

Verkehr in der Nacht

 

Hotel Rex Terrasse
IconHotel Rex Terrasse

 

Zurück in unserem gut gekühlten Hotelzimmer folgen wir unserem üblichen Abendritual bestehend aus Fotos entladen und Kameras wieder bereit machen durch Alexander und dem Erfassen von Stichworten für unseren Reisebericht durch Karin.

Dazu gibt es noch eine Getränkedose geteilt und danach ein paar Szenen einer Fernsehserie. Viel ist nicht notwendig, denn wir sind schon rechtschaffen müde und sinken alsbald in einen wohlverdienten Schlaf.

Gute Nacht Saigon, bis morgen!

zu den FAQs und den Kommentaren
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