grüne Reisterassen im Regen

Taratatatam - die Morgentrommeln wecken uns wieder pünktlich um 05:45 zur Leibesertüchtigung. Heute stehen wir fast ganz gleich auf smiley. Alexander packt unsere Fotosachen und die Technik während Karin duschen und verhübschen geht. Dann ist sozusagen Schichtwechsel und Alex belegt das Bad während Karin den Rest packt. So, fertig! Ab zum Frühstück mit uns.

Wir werden bereits erwartet!
IconWir werden bereits erwartet!
Die Situation ist etwas skurril. Wir haben ein wenig den Eindruck im Aquarium zu sitzen. Frauen schauen neugierig in unseren Bus um zu sehen, wie viele Touristen sind angekommen und was können wir Ihnen alles verkaufen. Mädels heute ist nicht Euer Tag - Wir sind nur zu zweit.

 

Das Essen ist gewohnt gut und jeder von uns nimmt sich, was seinem morgendlichen Gusto bzw. der jeweiligen Gewohnheit entspricht. Da das Angebot an Früchten hier besonders verlockend ist (die chinesische Grenze ist nahe, über welche die „schönen” Früchte kommen) und Karin greift daher heute auch zu Birne und Drachenfrucht, die nicht nur optisch sondern auch kulinarisch etwas her machen.

Nach dem Frühstück gehen wir nochmal aufs Zimmer. Dank des kollektiven Weckrufes haben wir Zeit in Hülle und Fülle und können nochmals alles prüfen und an unserem Gepäck herum doktern. Dann gehen wir an die Rezeption zum Auschecken und Koffer holen lassen. Es soll bitte jemand anderer unsere Sachen für USD 1.- über die Treppen schleppen. Gut für dessen Börsel und gut für unser Kreuz. Apropos Kreuz, die Massage hat übrigens USD 50.- p.P. gekostet, was wir sehr angemessen finden.

Thu kommt pünktlich und der Fahrer auch. Zuerst gehen wir in Downtown Sapa einkaufen, da wir heute Dörfer der Bergstämme und Schulen besuchen. In dem Laden, wo uns gestern schon keiner was verkaufen wollte, nehmen wir Hefte, Stifte und Zuckerln. Auch den gesuchten Apfelschnaps (Dau Meau) gibt es in einer etwas trüben, kleinen, ehemaligen Wasserflasche. Thu gibt Karin die geöffnete Flasche zu riechen. Ui sauer, nein danke!

Auch auf Vietnamesisch ist es mühsam, die unwillige Ladenbesitzerin oder Verkäuferin zu bewegen, den Preis für die ausgesuchten Waren zu nennen. Selbst Thu muss schon recht energisch werden, damit das mit dem Zahlen schließlich klappt. Zu guter Letzt haben wir aber dann doch unsere Sackerln und schaffen unsere Beute in den Bus.

Mit diesem geht es nun weiter, während es draußen vor sich hin nieselt. Irgendwann und irgendwo hält unser Wagen. Thu meint wir sollen nun aussteigen und das Dorf besichtigen. Ok, wir nehmen nur unsere Kameras mit, ziehen die dünnen Regenjacken über und setzen die Käppis auf.

Nach obenBesuch einer Hmong Schule

Hmong Schule
IconHmong Schule

 

Hmong Schule

 

Hmong Schule

 

Nur wenige Schritte bergab erreichen wir eine Schule mit süßen kleinen Hmong und einem recht feschen Lehrer der 5. Klasse. Natürlich sind wir gern gesehene Gäste, vor allem, als wir die Zuckerln austeilen. Kinder sind einfach in jedem Land entzückend!

Wir beobachten gerne, wie die Kleinen erwartungsvoll, freudig, schüchtern oder auch ganz frech die Zuckerln entgegen nehmen. Für die Größeren gibt es auch noch Hefte und Stifte, welche die LehrerInnen zur Verwaltung bekommen.

Schließlich sind wir durch alle Klassen mit Geschenken und Fotografieren durch. Wo ist Thu hin verschwunden? Es regnet und regnet, mittlerweile tropft es heftig von den Dächern und gurgelt durch die Abflussrinnen. Thu unterhält sich mit den Lehrkräften und auch wir werden dann ins „Lehrerzimmer” eingeladen. Dort hocken wir auf den üblichen winzigen Plastikhockern, trinken grünen Tee und betreiben übersetzten Smalltalk.

So, jetzt aber weiter ins Dorf. Eine Hmong-Frau läuft die ganze Zeit wie ein kleiner schwarzer Schatten mit uns mit. Natürlich möchte sie Sachen aus der Butte auf ihrem Rücken verkaufen, die aber gar nicht unseren Geschmack treffen.

Hmong Schule
IconHmong Schule

 

Hmong Schule

 

Hmong Schule

 

Sie sind auch eher weniger lokale Handarbeit als importierte Chinesenware. Auf Thus Anraten versuchen wir es mit freundlicher Ignoranz und staunen, wie zäh die Hmong trotzdem an uns klebt.

Nach und nach stellt sich der kleine Spaziergang im Nieselregen als unser 3-Stunden Hatscher heraus, der im Reiseprogramm gar als Trekking angekündigt wurde - und das bei Schütten wie aus Schaffeln. Alexander findet die Landschaft im Regen sehr authentisch und bezaubernd. Nun ja, auch eine Art mit dem mißglückten Ausflug fertig zu werden. Karin singt zur Hebung der eigenen und fremden Laune alle Wander- und sonstigen Lieder, die ihr so einfallen. Es lebe hoch das deutsche Liedgut!

Nach obenDer Regen, der nie aufhört

Reisterrassen im Regen
IconReisterrassen im Regen

 

Muong Hoa Tal, Regen

 

Unsere Crocs erweisen sich als äußerst praktisch, da sie rutschfest sind, man damit durch die lehmroten Rinnsale watscheln kann und das Wasser, welches bei den Fersen rein rinnt, wunderbar bei den vorderen Löchern wieder abfließt. Es geht halt wirklich nix über die „Schlumpfschuhe”.

Ein paar Wegbiegungen weiter legen wir eine Pause für einen WC-Besuch und den Kauf eines Räucherbehälters bei einer Specksteinschnitzerei ein. Die Arbeiten werden tatsächlich hier hergestellt und verkauft, wenn auch die Motive keine Unikate sondern eher Allgemeingut zu sein scheinen.

Wir sind die ersten Touristen, die der jungen Frau heute etwas abkaufen. Wegen des schlechten Wetters kommen kaum Kaufwillige. Na, hoffentlich bringt unser Einkauf Glück und wir haben sozusagen das Eis gebrochen.

Reisterrassen im Regen

 

Reisterrassen im Regen
IconReisterrassen im Regen

 

Nach kurzer Trocknungspause geht es wieder weiter auf dem nassen Pfad - selbstverständlich immer noch mit Schatten. Vor uns ist eine größere Siedlung mit der ebenso größeren zweiten Schule. Auch die Kinder sind größer und nicht mehr ganz so unbedarft und zugänglich wie die Kleinen zuvor.

Der Lehrer in der letzten Klasse, die wir besuchen, hindert uns am Zuckerl verteilen. Ist zwar sein gutes Recht, aber er hätte das psychologische etwas wertvoller gestalten können und nicht erst einschreiten, nachdem bereits das erste Drittel der SchülerInnen mit Süßigkeiten versorgt wurde. Die anderen dürfen nun enttäuscht beim Verzehr zusehen.

Wir finden, der Herr Lehrer ist ein unsensibles Grammel und ziehen kopfschüttelnd vom Gehöft. Karin mutiert wieder zur singenden Bergziege und überholt, das deutsche Liedgut auf den Lippen, alles, was sich irgendwie in den Weg stellen will.

Hmong Schule

 

Hmong Schule
IconHmong Schule

 

Hmong Schule

 

Blöd, dass wir von dem Trekking im Regen vor dem Start nichts gewusst haben, denn unsere wirklich dichten Ganzkörper-Regenanzüge sind in den Taschen im Bus smiley. Naja, trösten wir uns mit „Mairegen bringt Segen” oder ähnlichen unnötigen Sprüchen.

In einem kleinem Trachtenmuseum gibt es den nächsten Zwischenstopp. Die besondere Kleidung der verschiedenen, hier ansässigen ethnischen Minderheiten wurden zusammengetragen, mit Erklärungen versehen und können nun von trockenen wie auch von nassen Touristen bewundert werden.

Hmong Schule
IconHmong Schule

 

Hmong Schule

 

Zwar ist das kleine Museum wirklich nett, aber da das Wetter sowohl Körper als auch Geist beeinträchtigt, bringen wir nur mäßige Begeisterung auf. Einzig das Riechen an frischen Ingwerwurzeln, die von der Frau des Hauses gerade gewogen und zum Verkauf geteilt werden, kann Karin, unsere verkappte Botanikerin, ein kleines Lächeln entlocken.

Trocken werden wir ohnehin nicht, also verlassen wir nach einer Runde durch das Museum das Haus und begeben uns wieder ins tropfende, graue Freie. Erstaunlicher Weise ist schon nach wenigen 100 Metern dann unser Hatscher plötzlich und abrupt vorbei.

Unser Bus wartet etwas bergauf bereits auf uns und unser schwarzer Schatten zeigt sich sehr enttäuscht, dass wir nun doch nichts gekauft haben. Tut uns sehr leid, aber bei dem Regen wollen wir wirklich nicht in nassen Taschen nach nassem Geld kramen und damit nasse Souvenirs kaufen, die uns gar nicht gefallen.

Nach obenWerden wir jemals wieder trocken werden?

Hmong Schule

 

Hmong Schule

 

Der Bus bringt uns nach Sapa, wo wir in dem Hotel-Restaurant, in dem Thu geschlafen und wir gestern auch zu Mittag gegessen haben, erstmal trockene Shorts auf der Toilette anziehen. Unser Ganzkörper-Regenzeugs haben wir jetzt auch mit, aber zum Mittagessen werden wir's wohl hoffentlich nicht brauchen.

Der Kamin wird eingeheizt und unsere ausgezogenen Hosen (die sind wirklich durch und durch pitschnass) auf Stühlen davor zum Trockenen aufgehängt. Es entsteht fast so etwas wie Hüttenromantik a la Vietnam.

Wir bestellen etwas Ähnliches wie gestern: Kürbissuppe, Spinat mit Knoblauch, gegrilltes Rind mit Chilli und Zwiebel sowie gegrilltes Huhn mit Sesam und Zitronengras. Karin trinkt Ingwertee (macht von Innen warm), Alexander Bier (immer hitzig).

Unser Essen kommt, Thu auch - heiß geduscht und umgezogen. Einer der wenigen Gelegenheiten, wo wir sie um ihre Unterkunft beneiden. Nicht wegen des tollen Komforts sondern wegen der momentan strategisch äußerst günstigen Lage.

Hmong Schule
IconHmong Schule

 

Hmong Schule

 

Alexander will auf unserem vollen Tischchen Platz für die zweite Fleischspeise machen und greift versehentlich direkt auf die brennheiße Gusseisenpfanne. Aua!!! Karin drückt ihm schnell Glas mit kaltem Bier zur Linderung in die Hand. Der Arme, die Kühlung ist nur von kurzer Dauer.

Unser Essen ist dafür super gut und Thu isst heute auch mit uns, aber vietnamesisch-vietnamesisch. Bis auf den Reis (wir bemühen uns, auch im Urlaub die Metabolic Balance Regeln ein wenig zu beachten und Beilagen zugunsten von Eiweiß zu reduzieren) haben wir alles weggeputzt und die Bäuchlein sind voll. Was nun?

Wir trinken noch ein Bier, Espresso, noch Ingwertee und noch einiges vom guten Dau Meau. So sitzen wir vorm Kamin, trinken uns das Wetter schön und plaudern, bis uns warm wird.

Hmong Schule

 

Hmong Schule
IconHmong Schule

 

Alexander bekommt immer wieder eine kalte Getränkedose zum Halten, damit die arge Brandblase besser wird. Wir bleiben so lange im Lokal, dass er schon selber aufstehen und Dosen wechseln darf. Zum Abschluss nehmen wir noch ein kleines Fläschchen Dau Meau als Schlechtwetterabhilfe mit, zahlen und brechen schließlich doch auf. Die Rechnung finden wir mit nicht einmal USD 20,- für alles äußerst christlich.

Bevor es mit dem Bus zum nächsten Programmpunkt geht, ziehen wir erst mal unsere Ganzkörper-Regensachen an und suchen die Apotheke wegen einer Brandsalbe auf. Was wir vorfinden ist ein Warenlager mit meist abgelaufenen Medikamenten, die von einer kaum englisch sprechenden jungen Frau, die sich auch mit pharmazeutischen Inhaltsstoffen nicht wirklich auskennt, hervor gekramt werden.

Sie möchte Alexander trotz Thus vietnamesischen Schilderungen und dem Vorweisen der mittlerweile recht ansehnlichen Brandblase unbedingt eine abgelaufene Histaminsalbe gegen Insektenstiche aufschwatzen. Nein danke, das hilft nicht, wir wollen ein antiseptisches Mittel, damit sich die verbrannte Stelle nicht entzündet.

Hmong Schule

 

Reisterrassen im Regen

 

Reisterrassen im Regen

 

Gibt's nicht! Irgendwie traurig - die Naturmedizin ist in Vergessenheit geraten und für die neue Schulmedizin langt es noch nicht. In diesem Zwischenzustand muss Mensch halt schauen, dass er entweder nicht krank wird oder sich selber hilft.

Hinter uns steht ein englisch sprechender Tourist, der unsere Bemühungen mitverfolgt hat. Er hat ein Antiseptikum in seiner Reiseapotheke und gibt uns nachher etwas. Er selbst braucht Buscopan o.ä. Entkrampfendes, weil seine Freundin von einer langen Zugfahrt recht mitgenommen ist und unter Brechreiz leidet. Thu hilft auch ihm bei der Verständigung, es bringt aber leider genauso wenig Erfolg wie bei uns.

Karin meint, sie hat Neo-Emedyl mit, was helfen müsste. Wir gehen nun alle zusammen den Berg hinunter. Der Touri holt ein ganz armes, blasses Mädel aus einem Café, Karin verschwindet im Kofferraum des Buses und kramt 2 Zäpfchen aus unserer Apothekentasche. Alexander geht mit dem Touri-Pärchen aufs Zimmer und Thu wartet auf alle.

Nach dem „Drug Dealing” und gegenseitigen Besserungswünschen geht's nun aber wirklich weiter mit dem Reiseprogramm. Das Pärchen ist übrigens aus Australien und wir scherzen zum Abschied noch über die oftmalige Verwechslung unserer beider Heimatländer.

Nach obenIm Dorf der Roten Dao

Frau mit Schirm
IconFrau mit Schirm

 

Handelsdorf Ta Phin

 

Kind

 

Wir fahren zum Dorf der roten Dao, wo uns Frauen mit halb rasiertem Kopf und rasierten Augenbrauen erwarten. Alles für die Schönheit! Thu rät uns so zu tun als verstünden wir kein Englisch und nicht auf die bevorstehenden Kommunikations­versuche zu antworten. Alles nur Verkaufsmasche und kaum gibst Du etwas von Dir preis, wirst Du sie nicht mehr los. Wir halten uns fast daran smiley.

Das Wetter ist nun wirklich etwas besser, woran aber nicht nur Dau Meau und Ganzkörper-Regenanzüge schuld sind. Tatsächlich regnet es kaum noch, nur die bei uns als „Wassträger” bekannten Dunstwolken hängen noch tief über den Reisfeldern und an den Berghängen.

Kind

 

einkaufen

 

Handelsdorf Ta Phin

 

Wir machen einen Spaziergang durch das Dorf, dessen Aussehen von rotem Schlamm und Reisfeldern, die auf Terrassen im Nebel aufsteigen, geprägt ist. Außer uns sind keine anderen Besucher hier, was die Konzentration der Händlerinnen auf unser 3er-Grüppchen unvermeidlich macht.

Rote Dao sind schlauer und viel geschäftstüchtiger als schwarze Hmong, meint Thu. Es ist allerdings weniger ein Ausdruck von Respekt, was sie da sagt, sondern eine versteckte Warnung, uns nicht übers Ohr hauen zu lassen.

Männer
IconMänner

 

Kind
IconKind

 

Am Ende des Dorfes, das wir bald erreicht haben, befindet sich eine große Höhle. Sie ist allerdings ganz finster, unsere Stirnlampen sind in den Rucksäcken im Bus (irgendwie haben wir zwar grundsätzlich jegliche Ausrüstung mit, aber was wir brauchen ist immer gerade im Bus) und die Höhle ist auch gar nicht einladend. Wir beschließen einstimmig, eine eingehendere Erkundung bleiben zu lassen.

Also umdrehen und unter Verweigerung weiterer Kommunikationsversuche der handelswilligen Dao-Frauen retour zum Bus. Alexander, Held der Fotografie, hat Fotoapparat mit und knipst Erinnerungen. Karin hat bei dem Wetter keine Lust und ist mehr als dankbar, dass wenigstens einer von uns beiden sich von nichts abhalten lässt.

Nach obenFast schon in China

Hekou, chinesische Grenze

 

Hekou, chinesische Grenze

 

Im Bus angelangt heißt es dann einsteigen, aufwärmen und Regensachen ausziehen. In der schnell hereinbrechenden Dunkelheit fahren wir hinunter nach Lao Cai, wo um 20:45 unser Zug nach Hanoi geht. An der chinesischen Grenze machen wir noch kurz halt.

So nahe sind wir einem Chinaurlaub noch nie gewesen! smiley Gleich über das Flüsschen, verbunden durch eine Brücke, die ein Torbogen als Grenzübergang ziert, liegt das chinesische Hekou. Wir drehen eine Runde im Park, der die Grenze verschönert und schauen hinüber zu den bunten Lichtern, die uns aus der Dunkelheit entgegen zwinkern.

Nach obenVictoria ist netter als Green

Beim Bahnhof Lao Cai steigen wir wieder im Café Le Bordeaux ab. Wir trinken Ingwertee, Espresso und bestellen 2 Mal Crepes. Die sind zwar frisch, aber mit wenig Banane und noch weniger Schoko. Schmeckt ok und macht satt. Jeder von uns ist mit seinen technischen Hilfsmitteln beschäftigt: Karin tippt für den Reisebericht Stichworte am Laptop, Alexander spielt, Thu schreibt SMS und telefoniert. So verbringen wir die Wartezeit bis der Zug bereit ist. Wir sind schon mehr als neugierig, ob der Victoria Train besser ist als der Green Train, mit dem wir her gekommen sind smiley.

Green Train, unser Abteil

 

Als wir etwas später in die Wartehalle des Bahnhofs gehen, kommt gleich ein livrierter Angestellter von Victoria Train, der mit uns wartet und sich unseres Gepäcks annimmt. Na, fängt ja schon ganz gut an. Alexander besorgt noch 2 Dosen Bier für die Fahrt.

Endlich ist der Zug, oder besser gesagt unser Wagon, einstiegsbereit. Thu verabschiedet sich am Bahnsteig bis morgen in Hanoi. Der Livrierte schnappt unsere Taschen und rollert uns ganz an den Anfang des Zuges. Dort empfängt uns ein Europäer mit französischem Englisch und heißt uns herzlich willkommen. Wir bekommen feuchte, parfümierte Tüchlein gereicht und der Livrierte zerrt inzwischen unsere Taschen ins Abteil. Wir folgen in etwas Abstand wegen Manovrierfähigkeit und so.

Dann öffnet man unsere Kabine. Sehr nett, das ist gleich ganz was anderes als der Green Train! Ordentliches Bettzeug, eine wirklich kühlende Klimaanlage, Wasserflaschen, gewebte Toilettbeutelchen mit Wasser, Zahnbürste & -pasta, Handtüchlein, Ohrenstöpsel liegen auf den Betten. Zusätzlich gibt es für jeden ein kleines gesticktes Täschchen mit Münzen als Souvenir und auch eine bestickte Kleenexbox. Letztere soll man aber wohl eher dalassen.

Das WC schräg vis-a-vis von unserem Abteil ist ebenfalls hübsch ausgestattet mit einer Gräting aus dunklem Holz am Boden, Stoffhandtüchlein, Seife, etc. pp. Es gibt auch ein Badezimmer in jedem Wagon. Dabei handelt es sich um ein geräumiges WC mit größerem Waschtisch und Spiegel, sodass man durchaus eine ordentliche Katzenwäsche veranstalten kann. Das nächstgelegene befindet sich im nächsten Wagon und ist näher, da wir gleich das erste Abteil haben.

Auch einen Speisewagen gibt es, der heute bis 23:00 geöffnet hat und wo morgen ab 05:00 Uhr oder so Kaffee, Tee oder Juice complimentary serviert werden. Tja, Hunger haben wir keinen mehr, als Night-Cup gibt's unser mitgebrachtes Bier, aber es ist trotzdem angenehm zu wissen, dass man könnte, wenn man denn wollte.

Bald schon haben wir es uns gemütlich gemacht, plaudern noch ein wenig und lassen den Tag revue passieren, doch dann drückt auch schon die Müdigkeit auf unsere Augen und wir gleiten zwischen die sauberen Laken. Karin schläft wirklich gut und ausnahmsweise mal ohne heftige Träume. Auch Alexander ruht recht gut, denn die Ohrenstöpsel vollbringen fast schon Wunder. Tscha-dimm-tscha-dumm-dumm, tscha-dimm-tscha-dumm …

zu den FAQs und den Kommentaren
Auf der letzten Seite dieses Reiseberichtes findest Du die Fragen unserer BesucherInnen, welche uns im Laufe der Zeit erreichten und hast selbst die Möglichkeit einen Kommentar zu diesem Reisebericht zu hinterlassen.
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