Ein Platz an der Sonne

Castillo de Gibralfaro in Malaga

Castillo de Gibralfaro
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Castillo de Gibralfaro
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Gleich nach dem Frühstück geht es heute auf den Berg hinter unserem Parador hinauf zum Castillo de Gibralfaro. Quasi zweimal ums Eck und wir sind schon beim Eingang. Super, es hat den Anschein als wären wir die Ersten. Beim Eingang treffen wir auf eine nette Wachebeamtin, die uns bei der Bedienung des Eintrittskarten-Automat unterstützt. Ist ja auch wirklich etwas verwirrend konstruiert das Ding.

Die Ortsbezeichnung Gibralfaro setzt sich aus dem arabischen Wort Yabal (Berg) und der griechischen Ableitung Faruh (Leuchtturm) zusammen. Die Festung wurde zum Schutz der tiefer liegenden Alcazaba in der zweiten Hälfte des 14. Jahrhunderts unter der Leitung von Yusuf I., dem Kalifen der damals maurischen Provinz Malaga, errichtet. Die Verteidigungsanlage galt als uneinnehmbar.

Castillo de Gibralfaro
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Der Blick auf Malaga Stadt und den Hafen ist von den Festungsmauern noch um einen Tick netter als von unserem Balkon. So streunen wir einsam auf den Mauer herum und genießen das Panorama und die himmlische Ruhe.

Der Papierführer weist uns auf so manches Kleinod hin. Da der Airon-Brunnen (stammt aus arabischer Zeit und wurde 40 Meter tief in den Felsen gehauen), dort zwei Brotöfen (sind leider geschlossen), hier eine Wachtürmchen, dort mehrere Zisternen. Überall finden wir Hübsches und Interessantes zum Betrachten.

Leider haben diesen idylischen Platz in der Zwischenzeit auch andere Besucher entdeckt. Es wimmelt nur so von Touristenschwärmen. Alle wollen den tollen Blick über Malaga betrachten - scheint ein Geheimtip zu sein morgens das Castillo de Gibralfaro zu besuchen. Für uns ist es genug. Danke, wir gehen wieder.

Beim Verlassen des Parkplatzes entdecken wir die Quelle, aus der die vielen Touristengruppen sprudeln: Hier stehen bereits 6 Großraumbusse und versperren uns die Ausfahrt. Weitere 3 Busse begegnen uns auf den Serpentinen in Richtung Malaga. Wenn Du das Castillo ruhig erleben möchtest, dann komm so früh wie möglich her!

Eintritt Castillo de Gibralfaro und Alcazaba de Malaga: € 3.15 - pro Person

Nach obenAlcazaba de Malaga

Alcazaba de Malaga
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Alcazaba de Malaga
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Die gleichnamige Parkgarage ist rasch gefunden. Nur wo ist jetzt der Eingang zur Alcazaba de Malaga? Wir irren in der näheren Umgebung umher, aber nirgends ist der Eingang zu sehen. Alexander kommt auf die fatala Idee, dass der Eingang sicher auf der gegenüberliegenden Seite des Berges ist. Karin ist nachgiebig: „Ok, wenn du meinst, dann wanderen wir halt durch den Tunnel.” Denkste, da ist kein Eingang. Vielleicht auf der Anhöhe?! Schweißnass kommen wir oben an, finden ein Tor, das leider verschlossen ist - das ist nicht der Eingang.

Weiter links um den Berg herum, wieder nix. Kruzifuzi wo ist der Eingang? Alexander versucht einen Ortsansässigen zu fragen - dieser winkt gleich mit den Armen „no ingles”, aber Alexander ist standhaft und mit Deuten auf die Alcazaba und gleichzeitigem Gehen versteht er unser Anliegen. Seine Hand zeigt in die letzte von uns noch nicht untersuchte Richtung, dort liegt also der vielgesuchte Eingang.

Alcazaba de Malaga
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Alcazaba de Malaga
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Dieser arabische Festungspalast wurde im 11. Jahrhundert auf Wunsch von Sultan Badis von Granada erbaut. Er wurde auf römischen Ruinen errichtet und passt sich nahezu perfekt der Topographie des Geländes an. Der Sultan wollte einen Palast, der ihm aber auch als Festung dienen sollte.

Die Konstruktion der Alcazaba besteht aus 11 Türmen, jeder davon mit einzigartigen Details und sehr schönen Toren und Höfen, wie z.B. der Puerta de las Columnas, dem Patio de Armas und dem Torre de Maldonado. Auch treffen wir immer wieder auf kleinere Grünoasen in deren Mitte ein Brunnen kühles Nass spendet.

Das eindrucksvolle Relikt der Mauren wurde 1931 von der UNESCO zum nationalen Kulturerbe ernannt. Im gleichen Jahr begann auch die aufwendige Restauration des Gemäuers, um dieses Stück spanischer Geschichte für die Nachwelt zu erhalten.

Alcazaba de Malaga
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Alcazaba de Malaga

 

Die Alcazaba von Malaga ist nicht ganz so groß wie die von Granada oder Sevilla, trotzdem - oder vielleicht gerade deswegen - verströmt sie ein besonderes Flair. Sicher sind es die wenigen Leute - man wird hier nicht wie eine Herde Schafe durchgetrieben - die den besonderen Reiz der kleinen Alcazaba de Malaga ausmachen.

Das römische Theater von Malaga liegt am Fuß der Alcazaba. Nachdem es jahrhundertelang verschüttet war, wurde es 1951 wiederentdeckt. Errichtet wurde es im 1. Jahrhundert, zur Regierungszeit von Kaiser Augustus. Die Araber verwendeten teilweise Bauteile wie Säulenschäfte und -kapitelle zum Bau ihrer Alcazaba. Nun wenden wir uns ein paar Häuserblöcke weiter uns spazieren zur Kathedrale.

Eintritt Castillo de Gibralfaro und Alcazaba de Malaga: € 3.15 - pro Person

Nach obenSta. Iglesia Catedral und die Altstadt von Malaga

Kathedrale von Malaga
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Kathedrale von Malaga

 

1528 begann man die Kathedrale dort zu errichten, wo zuvor die große Moschee Malagas abgerissen worden war - so wie in vielen Städten. Die Kathedrale von Malaga zählt zu den vier größten Renaissance-Kirchen Andalusiens. Die drei 48 m hohen Schiffe bilden eine harmonische Geschlossenheit.

Bedingt durch die lange Bauzeit (erst 1783 brach man die Bauarbeiten ab) haben verschiedene Stilformen ihre Merkmale in dem Bauwerk hinterlassen. So sind Gotik, Renaissance und Barock allesamt vertreten. Der südliche Turm blieb für immer ein Torso. Besonders sehenswert finden wir das Chorgestühl aus Mahagoni mit 40 geschnitzen Heiligenstatuen.

Kathedrale von Malaga

 

das kleine Kaffeehaus

 

Soweit das Geschichtliche. Bevor wir aber die Kathedrale betreten, kommen wir zufällig an einem süßen kleinen Kaffeehaus vorbei. Innen wächst Grün vom Innenhof in den Schankraum. Ein paar wenige Leute stehen am Tresen und unterhalten sich. Vereinzelt sitzen Pensionisten an den Tischen, lesen Zeitung und trinken Kaffee. Sieht malerisch aus dieser Ort.

Dieses Mal leisten wir uns keinen Audioguide (die Erfahrung aus Granada hat uns etwas vorsichtiger gemacht). Karin ist von der reichhaltig geschmückte Decke sehr angetan, während Alexander am reichlich verzierten Chorgestühl besonderen Gefallen findet. Insgesamt ist die Kathedrale etwas dünkler als die vorgestern besuchte Kathedrale in Granada.

Eintritt Sta. Iglesia Catedral: € 3.50 - pro Person

Malaga
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Malaga
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Nun wollen wir die Altstad von Malaga erkunden. Dazu bieten sich die beiden Rundwege „Monumental Basico” und „Malaga Tradicional” am Stadtplan hervorragand an. In den noblen Auslagen entlang des Marques de Larios sehen wir so manch Ansprechendes, leider sind die Preise aber kaum billiger als in Wien. So bleibt es beim Gucksen. Einzig bei Pans (eine Sandwichkette) werden wir schwach und kaufen uns einen kleinen Imbis.

Unterwegs treffen wir auf den Mercado Central de Atarazanas. Der lebhafte und farbenfrohe Marktplatz wurde auf einer ehemaligen Schiftswerft der Maueren errichtet, daher stammen auch die Fassaden im typischen Stil der Nazar-Dynastie. Aus dem geschäftigen Inneren strömen köstliche Aromen nach Kräutern, Obst, Gemüse und Fisch und überall hören wir die Rufe der Verkäufer, die lauthals ihre Waren anpreisen.

Irgendwie wollen wir heute nicht mehr in der Stadt herumzigeunern. Uns zieht es mehr an Meer. Marbella soll bezaubernd sein. Na dann nichts wie hin!

Nach obenMarbella

Paseo de la Alameda

 

Paseo de la Alameda
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Marbella - das St. Tropez Spaniens, der Ort des internationalen Jet Sets, des Luxus und der Partys. Ja man merkt an der Ausstattung, das hier Leute mit mehr Geld logieren. Isabella die Katholische soll hier beim Anblick des Meeres ausgerufen haben: »Que mar bella!« (»Welch schönes Meer«). Der königliche Ausruf gab dem Ort der Legende nach seinen Namen.

Gleich nachdem wir das Auto in der Tiefgarage geparkt haben, treffen wir auf einen kleinen, charmanten Park auf dem Paseo de la Alameda. Ein paar der vielen entzückenden Bankerln müssen wir fotografieren.

Malaga bei Nacht
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Danach bummeln wir durch die Altstadt und kommen auf den Plaza de los Naranjos. Dieser Platz ist über und über mit Orangenbäumen bepflanzt. Dazwischen haben die umliegenden Restaurants ihre Tische und Sessel aufgestellt. Wir beschließen unseren Beinen ein wenig Ruhe zu gönnen und essen beide ein Eis. So gestärkt spazieren wir noch eine ¾ Stunde durch Marbella. So genug gesehen, reisen wir wieder heim.

Wir wählen die Straße entlang der Küste - geht etwas langsamer als auf der Autobahn, ist aber gratis (mautfrei) und wir sehen viel mehr von der schmucken Gegend. Es sind kaum Menschen im Wasser - ist sicher viel zu kalt. Nach einem kurzem Halt bei einem örtlichen Supermarkt - für unser Abendessen - erfreuen wir uns an den vielen Köstlichkeiten und betrachten Malaga von unserer Terasse aus ein letztes Mal. Gute Nacht!

zu den FAQs und den Kommentaren
Auf der letzten Seite dieses Reiseberichtes findest Du die Fragen unserer BesucherInnen, welche uns im Laufe der Zeit erreichten und Du hast auch selbst die Möglichkeit, einen Kommentar zu diesem Reisebericht zu hinterlassen.
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