Alsisar

Guten Morgen! Wir nehmen Abschied vom schönen Hotel Samode Haveli und fahren um 10:00 Uhr los. Eilig haben wir es heute nicht, denn an diesem Tag ist keine einzige Besichtigung geplant. Schade, muss aber leider auch sein, denn „Beam me up, Scotty” funktioniert leider immer noch nicht so richtig .

Nach obenIndra Vilas

Der größte Teil der Reise ist eher belanglos. Fahren, hupen, bremsen, hupen, usw. Erst als die Strassen immer enger werden und schlussendlich sogar nur mehr eine Fahrbahn vorhanden ist, werden wir ein wenig nervös. Wohin fahren wir denn da bitte?

Hotel Indra Vilas
IconHotel Indra Vilas

 

Hotel Indra Vilas

 

Dies scheint auch unserem Fahrer Mr. Jogindar so zu gehen, denn er bleibt immer wieder stehen und fragt Passanten nach dem Weg. Einige schütteln den Kopf - völlig unbekannt - andere wieder zeigen in viele verschiedene Himmelsrichtungen. Na warten wir mal wo die Reise heute endet.

Nach einigen weiteren Hilferufen treffen wir wirklich in Alsisar, einem verschlafenen Ort (oder ist das wirklich eine Stadt?), ein. Die Strassen bestehen nur mehr aus Sand und unser Fahrer ist sichtlich froh, uns vor dem Hotel Indra Vilas abzusetzen. Kurz noch die morgige Abfahrtszeit vereinbart - 8:00 Uhr, wir fahren lange - klar, nur wirklich neu ist das auch wieder nicht - und Mr. Jogindar verschwindet samt Auto wieder.

Das Hotel sieht von außen recht „authentisch” aus. An der Rezeption werden wir freundlich empfangen und nach den üblichen Formalitäten zu unserem Zimmer gebracht. Nur gut, dass wir hier nur 1 Nacht verbringen werden, denn das Zimmer gleicht einer kleinen Zumutung. Wenigstens die Klimaanlage tut brav ihren Dienst, solange es halt Strom gibt. Dieser fällt mehrere Male während unseres Aufenthalts aus. Leider hat unser Zimmer auch keine Fenster, daher ist es bei den Stromausfällen halt sehr dunkel. Kann man auch nix machen.

Nach obenBrianca und das alte Haveli

Brianca
IconBrianca

 

das alte Haveli
Icondas alte Haveli

 

So jetzt ist es 15 Uhr - Abendessen gibt es um 20:00 - was tun wir nun? Reiseführung gibt es heute keine - wahrscheinlich auch nix Großartiges zu besichtigen. Also erkunden wir das Hotel ein wenig. Am Dach treffen wir einen recht gut englisch sprechenden Inder, der uns erzählt, dass man 3 Havelis besichtigen kann. Ok, das probieren wir mal.

Kaum auf der Strasse werden wir schon von Blicken durchbohrt - Touristen kommen. Kinder laufen voraus (an unserem Geruch kann es nicht liegen, wir sind frisch gewaschen) vielmehr kündigen sie unsere Ankunft ihren Eltern an. Hier kommen Rupien auf 2 Füßen!

Ein kleines Mädchen fängt den üblichen Dialog an. „Wie ist Dein Name?” „Woher kommst Du?” Danach folgt eine eher unübliche Frage „Willst Du unser Haus sehen?” Klar gerne. Brianca, so ihr Name, führt uns in „ihr” altes Haveli.

das alte Haveli
Icondas alte Haveli

 

das alte Haveli

 

Wirklich nett wie hier alles schön bemalt ist - ob noch alles echt ist? Wer weiß? Wir erfahren von ihrem Onkel Bitu im Laufe seiner Erklärungen vieles über den öffentliche Bereich des Havelis.

In der Zwischenzeit ist auch sein Neffe Sonu dazu gekommen. Bis auf die Mutter der Kinder - diese sehen wir nie - ist also die Familie fast komplett. Auch „Briancas” Haveli wird während der Erklärungen richtig gestellt. Das Haveli hat der Urgroßvater von Brianca und Sonu gekauft und Enkel Bitu renoviert es. Aha, so ist das.

Im Laufe der Erzählungen bittet uns Bitu ins Innere des Havelis weiter. Er zeigt uns altes Handwerkszeug, Truhen und viele andere Gegenstände, welche er im Namen des Großvaters gekauft und teilweise repariert hat. Dann folgt der erste Stock.

das alte Haveli
Icondas alte Haveli

 

das alte Haveli
Icondas alte Haveli

 

Auch hier gibt es wieder viel zu präsentieren und zu erzählen. Im 1. Stock gibt es nur Schlafzimmer. Und wieder erläutert uns Bitu jedes Bild, jeden Gott und jeden Geist einzeln. Wir sind schon etwas genervt von so viel Erklärungen und vermuten, dass wir hier den Erklärbären getroffen haben.

Aber noch ist nicht aller Tage Abend, es gilt auch noch das Dach zu besichtigen. Bitte wir haben schon sehr genug. Vom Dach haben wir eine nette Aussicht über ganz Alsisar - die gleiche wie vom Hoteldach. Sogar einige der vielen Pfaue schlagen gerade ein Rad. Super, danke genug wir wollen raus. Artig bedanken wir uns mit Rupies bei Onkel, Nichte und Neffen und für die gesamte Führung.

Fast entkommen, nur noch einen Blick in seinen kleinen Shop sollen wir bitte werfen. Ok, wir sind freundliche Gäste und wollen, dass er happy ist. Blick links, Blick rechts, danke nein, wir wollen nix kaufen.

das alte Haveli
Icondas alte Haveli

 

das alte Haveli
Icondas alte Haveli

 

Knapp vor dem Ausgang will er uns auch noch in seinen 2. Shop mit Malereien zerren - jetzt ist Schluss - Alexander ergreift das große Eingangstor, zieht es selbständig auf und wir verlassen mit lächelnden „No, thanks, enough” das schöne Haveli. Escape!

Schon nähert sich ein anderer Shop-Besitzer und will uns mit „Looky, looky” in sein Geschäft locken. Danke genug, lieber wieder ins Hotel zurück und im kühlen und dunklen Zimmer ein wenig ruhen oder Buch lesen als die nächste Besichtigungsorgie erleben. Wieso spürt man hier nicht, wenn die Kundschaft genug hat?

Das Abendessen schmeckt gut. Kürbissuppe und danach gibt es Buffet mit Reis, Naan, Gemüse- und Lammfleisch Curry. Schmeckt alles recht indisch aber kaum gewürzt - für Touristen eben. Dem anschließenden Folkloreabend entziehen wir uns mit einem freundlichen Lächeln und begeben uns rasch zu Bett. Morgen beginnt unsere Fahrt bereits um 8:00 Uhr. Also Gute Nacht, bis morgen.

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