Varazdin & Maribor

Varazdin, Werkelmann
IconVarazdin, Werkelmann

 

Varazdin
IconVarazdin

 

Nach dem Aufstehen machen wir uns rasch reisefertig, checken aus und fahren mit dem Auto in die Stadt, wo wir frühstücken wollen. Das Frühstücks-Buffet im Kolovare hat bei unserer Hinreise Richtung Dubrovnik schon so einen bleibenden Eindruck hinterlassen, das wir es uns diesmal gleich ganz ersparen wollen.

Bei der Altstadt von Zadar angekommen, parken wir vor dem Landtor. Zuerst gehen wir mal auf den Markt, um Maraschino und Biska einzukaufen. Trotz vieler helfender Marktstandler werden wir bei beidem nicht fündig. Wegen des Maraschinos wundern wir uns, da er typisch für diese Gegend ist und wir vor zwei Jahren ein paar Liter des köstlich fruchtigen Brandes in recht abenteuerlichen Flaschen nach Hause gebracht haben.

Dass wir Biska nirgends sehen und er auch nicht bekannt ist, das ist hingegen eigentlich kein Wunder. Der Tresterbrand mit Misteln und geheimer Kräuterrezeptur ist ein istrisches Getränk und wir befinden uns ja noch in Norddalmatien. So geben wir diese Suche denn auf und suchen stattdessen nun ein Frühstückslokal.

Varazdin, Sonnenuhr der Franziskanerkirche

 

Varazdin, Djecja Knjiznica (Bibliothek)
IconVarazdin, Djecja Knjiznica (Bibliothek)

 

In der Hauptstraße finden wir eine Bäckerei mit Stehtischerln davor. Es duftet großartig nach frischem Gebäck und Kaffee, sodass uns die Entscheidung leicht gemacht wird. Wir bestellen Croissants mit Marzipan und große Cappuccinos - lecker! Am Tischchen knotzend schmausen wir fröhlich und beobachten die wenigen Leute, die um diese Uhrzeit schon ins Büro oder in ihren Laden unterwegs sind.

Und weil's so gut ist, gibt's gleich noch ein geteiltes Schokocroissant hinten nach. Diese Art Frühstück ist in jedem Fall dem im Hotel Kolovare gebotenen vorzuziehen! Gestärkt verlassen wir nun Zadar und fahren auf der Autobahn Richtung Varazdin, das unser Reiseführer als lohnenden Zwischenstopp vor dem Tagesendziel Maribor schildert.

Die Autobahn führt uns in höher gelegenes Terrain und die Temperaturen fallen merklich. Mit unserem Abschied vom Sommer haben wir gestern Abend offensichtlich ganz recht gehabt.

Der Verkehr hält sich glücklicherweise sehr in Grenzen und außer einem kleinen Zwischenstopp für Kaffee und Fahrerwechsel, gibt es über die Fahrt nicht viel zu berichten. Einige Stunden später fahren wir von der Autobahn ab und folgen den Schildern zu unserem Zielort.

Nach obenKomm mit nach Varazdin! So lange noch die Rosen blüh'n.

Varazdin, Grgur Ninski Statue (Bischof Gregor Von Nin)

 

Varazdin
IconVarazdin

 

Varazdin, Franziskanerkirche

 

Varazdin ist ein äußert hübsches Städtchen. Was wir im ersten Moment mit Emmerich Kalmans Operette „Die Gräfin Mariza”, Marika Rökk und dem alten Gassenhauer „Komm mit nach Varazdin” verbinden, stellt sich als eine barocke, autofreie Altstadt mit vielen gut erhaltenen bzw. schön restaurierten Häusern heraus.

Im 12. Jahrhundert wird Varazdin erstmals urkundlich erwähnt. Die heutige Altstadt hat sich aus der Vorstadt entwickelt, welche vor der Burg von Varazdin lag. Zwischen 1756 und 1776 war die Stadt sogar Kroatiens Hauptstadt, bis dieser Titel nach einem Großbrand an Zagreb ging.

Wir schlendern ein wenig durch die Straßen, welche ruhig und fast wie im Mittagsschlaf vor uns liegen. Hunger macht sich jedoch bemerkbar und auch ein WC wird gesucht, sodass wir uns momentan weniger Zeit fürs Schauen nehmen und einen etwas forscheren Schritt einlegen.

Park hinter dem Nationaltheater

 

Varazdin

 

Da wir auf den ersten Blick nicht gleich etwas Passendes finden, fragt Alexander wieder mal einen Passanten um eine Lokalempfehlung. Die Pizzeria Domenico wird uns von einem jungen Mann ans Herz gelegt und nach vorsichtigem Lugen in eine enge Gasse vis-a-vis der Franziskanerkirche finden wir den Italiener auch.

Sehr nett ist das leicht rustikale Lokal, mit einer Terrasse in den Park hinter dem Nationaltheater hinaus. Wir bekommen eine gute, große Pizza Quatro Formaggi, die wir uns teilen, ebenso wie den Salat dazu.

Das Publikum rund um uns ist jung und tut sich ebenfalls an verschiedenen Pizzas und Nudelgerichten gütlich. Der Tipp war wirklich ein guter! Bumm voll zahlen wir und beginnen unseren jetzt dringend nötigen Verdauungsspaziergang.

Stari Grad (Burg)
IconStari Grad (Burg)

 

Stari Grad (Burg)
IconStari Grad (Burg)

 

Stari Grad (Burg)
IconStari Grad (Burg)

 

In der Stadt fallen uns viele junge Leute zu Fuß oder auf Fahrrädern auf. Sie bevölkern die Straßen, Parks und Cafés. Es ist wohl eine Uni oder Hochschule hier in der Stadt.

Wir machen einen Blick in den Hof des Franziskanerklosters, der mit Blumen geschmückt ist. Gleich daneben findet sich in einem Hinterhof fast schon ländliches Idyll mit Bauerngärtchen und Apfelbaum.

Die alte Burg von Varazdin liegt sehr schön in einer Grünanlage, die direkt bis an die Festungsmauern heran reicht. Sie wurde bereits im 12. Jahrhundert erbaut, die beiden Rundtürme wurden später hinzugefügt und ihr heutiges Aussehen erhielt sie schließlich in der Renaissance. Das Stadtmuseum, das in den ehrwürdigen Räumlichkeiten untergebracht ist, soll sehenswert sein. Trotzdem schauen wir uns nur den Brunnen im Innenhof an und lassen den Museumsbesuch aus.

Auf dem Platz vor dem Schloss, zwischen Park und Villen, gibt es insgesamt 3 oder 4 Cafés mit vielen StudentInnen. Es herrscht eine angenehme, lockere Atmosphäre und wir lassen uns auf 2 Espressi in einem der Gastgärten nieder.

Kanaldeckel mit Stadtwappen
IconKanaldeckel mit Stadtwappen

 

Varazdin
IconVarazdin

 

Etwas später schlendern wir durch fast schon an eine Heurigengegend erinnernde Gässchen wieder zurück zu unserem Auto. In einem Zuckerlgeschäft kaufen wir mehrere Schachteln Bajadera als Mitbringsel und auch für uns selbst. Diesen „Adria-Ildefonso” sind wir nämlich verfallen, seit Alexander sie einmal von einer seiner Dienstreisen mitgebracht hat.

Die Verkäuferin wollte zwar den Laden gerade schließen, für unseren Einkauf zahlt sich offenhalten aber doch aus, denn wir ziehen später mit mehreren Schachteln unterschiedlicher Größe von dannen.

Wir verlassen das hübsche Varazdin, um uns nun zum letzten Ziel unserer Tagesetappe und auch unseres Urlaub aufzumachen. Maribor ist nicht mehr weit.

Nach obenMaribor, unser letztes Ziel

Mestni Grad (Stadtburg)

 

Mestni Grad (Stadtburg)

 

Mestni Grad (Stadtburg)

 

An der Grenze Kroatien/Slowenien fällt uns gerade noch ein, dass wir uns ja einen Duty free-Stempel für die T-Shirts aus Rovinj geben lassen wollten. Wir sind schon bei „Nichts zu verzollen” durchgefahren, als Alexander am Parkstreifen stehen bleibt und Karin sich zu Fuß zwischen die Brummis beim Zoll begibt.

Man merkt wirklich, dass wir das nicht sehr oft machen, denn wir haben keine Ahnung, was alles benötigt wird. Der Gipfel der Peinlichkeit ist dann, als der Zöllner mit uns zum Wagen kommt und wir unsere Schmutzwäsche auspacken dürfen. Naja, wenn man dafür Geld bekommt …

Rund eineinhalb Stunden später haben wir das Hotel Piramida in Maribor ohne Probleme gefunden und parken auf dem Hotelparkplatz. Hotel und Zimmer sind ganz ok und die Lage ist auch in Ordnung.

Franziskaner­kirche
IconFranziskaner­kirche

 

Glavni Trg (Hauptplatz), Rathaus

 

Glavni Trg (Haupt­platz), Pestsäule
IconGlavni Trg (Haupt­platz), Pestsäule

 

Nachdem wir unsere Taschen aufs Zimmer gebracht haben, gehen wir noch ein wenig in die Fußgängerzone, die aber kein besonderes Highlight unseres Urlaubs darstellt. Die Stadtburg hat ob des fortgeschrittenen Nachmittags schon zu.

So bleiben uns die Schätze des darin untergebrachten Stadtmuseums verborgen und wir können nur von außen einen Blick auf die Ostfassade und das Rokoko-Treppenhaus werfen, wo steinerne Putten lustig das Geländer herunterrutschen.

Am Hauptplatz mit der Pestsäule wird gerade für ein Apfelfest am morgigen Samstag aufgebaut. Überall liegen Bretter für die Standeln herum, eine Pyramide aus Holz mit lauter Äpfeln drauf wird aufgestellt und ein LKW voll Äpfel ist ebenfalls am Platz.

Wir sehen uns einige hübsche Hausfassaden an, darunter auch die slowenische Post. Die Domkirche und die Bronzeköpfe bekannter Slowenen, die vor der Uni an Geistesgröße erinnern, bestaunen wir ebenfalls. Dann wagen wir uns neugierig in einen Durchgang und folgen einem winkeligen Gässchen hinunter zur Drau.

Slomskov Trg, vor der Universität, 4 Wissende
IconSlomskov Trg, vor der Universität, 4 Wissende

 

Slomskov Trg, Post
IconSlomskov Trg, Post

 

Vom Mittagessen noch voll, wollen wir nur auf einen Drink irgendwo nett einkehren. Dafür sind wir hier im Stadtviertel Lent gerade am richtigen Ort. Hier wächst die Stara Trta, die alte Weinrebe, welche mit ihren über 400 Jahren angeblich der älteste Weinstock der Welt ist, der jedes Jahr austreibt und Trauben trägt.

Marburg ist überhaupt eine Weinstadt und die 20.000 m2 Kellergewölbe neben der Stadtburg wurden im 19. Jahrhundert als Weinkeller angelegt. Bis zu 7 Mio Liter Wein aus der Region lagern hier heutzutage und mitunter riecht der Hauptplatz angeblich ziemlich säuerlich nach den edlen Tropfen.

Nach obenTagesausklag mit angenehmer Überraschung

Foto: Vis-à-Vis Kroatien
Vis-à-Vis Kroatien

 

Slomskov Trg
IconSlomskov Trg

 

Mestni Grad (Stadtburg)
IconMestni Grad (Stadtburg)

 

Nach kurzem Umschauen finden wir ein ansprechendes Lokal mit gemütlichen Sofas draußen und Blick auf die Drau. Wir lassen uns nieder und bestellen jeder ein Glas Rumeni Muskat, der auf Karte steht. Mit € 2,50 pro Glas zwar nicht geschenkt, schmeckt aber wirklich hervorragend.

Wir lauschen der Musik, die später auch live gespielt wird, schauen in den Sonnenuntergang und fühlen uns wohl. Noch ein zweites Glaserl des guten Weins genießen wir in Ruhe und wollen dann zahlen. Nachdem wir nichts anderes bestellt haben kostet unsere Konsumation nichts.

Der Wein wird heute als Promotion oder so ausgeschenkt. Ob wir noch ein Glas wollen fragt der Kellner. Ja bitte! Wir sind erfreut, trinken ein drittes Glas, bekommen auch noch CDs von der auftretenden Live Band geschenkt und gehen schließlich zurück ins Hotel.

Das ist ein sehr netter und unerwartet günstiger Abend gewesen! Was für ein würdiger Ausklang unseres Urlaubs.

Glavni Trg (Hauptplatz)
IconGlavni Trg (Hauptplatz)

 

Glavni Most

 

Nach einer angenehmen Nacht und einem ganz passablen Frühstück verlassen wir am nächsten Morgen Maribor. Heim nach Wien sind es nun nur mehr etwas mehr als 2 Stunden, die recht rasch vergehen. Auf der slowenischen Seite vermeiden wir die Autobahn, um nicht noch für die letzten Kilometer ein Pickerl kaufen zu müssen.

Einen kurzen Zwischenstopp für ein Gabelfrühstück, das auch gleichzeitig unser Mittagessen ist, legen wir bei einer Raststation unterwegs noch ein. Kurz nach Mittag sind wir auch schon wieder zu Hause in unserem Wolkenkuckucksheim in Wien.

Die Zeit ist wie im Flug vergangen. Viel haben wir gesehen und erlebt und es war ein toller Urlaub. Für uns ist Kroatien immer eine Reise wert, zumal dieses wunderbare Urlaubsziel gar nicht weit von uns liegt. Do videnja!

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Über welchen Veranstalter habt Ihr Eure Reise gebucht?
Über keinen Veranstalter. Alle Hotel haben entweder direkt auf der Webpräsenz des Hotels oder über hotel.com gebucht.

 

Nach obenWeitere 411 Fotos von dieser Reise

findest Du in unserem Fotoalbum Kroatien . Hier gleich ein paar Beispiele:

zum Fotoalbum von Kroatien

 

zum Fotoalbum von Kroatien

 

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Viel Vergnügen beim Betrachten!

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