Myanmar - Ankunft in Yangon/Rangun

südlicher Shan-Staat
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Mandalay
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Etwas mehr als 2 Stunden vor Abflug finden wir uns am Flughafen Wien Schwechat ein. Bei der Business Class Abfertigung ist zum Glück kaum etwas los, sodass wir wenige Minuten später mit unseren Boarding Passes ausgestattet in den Duty Free Bereich marschieren.

Zuerst Zigaretten einkaufen und eine kleine Flasche „After Burner” zur Desinfektion. Danach Literatur für die Strand-Woche besorgen. Die verbleibenden 1½ Stunden bis zum Einchecken verbringen wir lesend, trinkend und vor allem rauchend in der Diners Club Lounge.

Unser 9 stündiger Flug nach Yangon startet pünktlich um 15:05. Zuerst gibt es einmal lange Gesichter, weil unsere beiden Sitzplätze durch den Gang getrennt sind. Und das ohne Vorwarnung! Nach der Startphase, bei der Alexander Karins Hand über den Gang hinweg hält, erbarmt sich glücklicherweise ein Mitreisender und tauscht mit Karin seinen Fensterplatz.

Goldener Felsen

 

Inle-See
IconInle-See

 

Es wird doch nicht wegen ihres blassen Näschens gewesen sein? Vom durchwegs bemühten Personal erfahren wir, dass die einzigen noch freien 2 Plätze in der 1. Klasse immer für die Flugbegleiter frei bleiben müssen, damit sie sich auch ausruhen können. Wenn wir dafür auch Verständnis haben, so hinterlässt es doch ein bisschen ein „Naja” bei uns.

Das Essen ist wieder ganz vorzüglich! Als Vorspeise können wir aus verschiedenen Antipasti vom Wagen wählen. Danach folgt ein köstliches Selleriesüppchen mit Apfel und als Hauptgang gibt es Schweinemedaillons für Alexander und Lachssteak für Karin. Als Weinbegleitung bekommen wir einen Rioja zum Schwein und einen Vina Sol zum Fisch. Als krönende Nachspeise gibt es für uns beide das bereits bekannte, wunderbare Mousse au Chocolat und Kaffee. Schmatz!

Schon wenige Minuten nach dem Abservieren döst Karin mit vollem Bäuchlein ein, während Alexander diesmal gar nicht gut schlafen kann. Leider wird er durch das Licht aus der Boardküche gestört und unter der Schlafmaske ist es so heiß, dass er auch so keine rechte Ruhe findet.

Doch auch diese 9 Stunden vergehen und so kommen wir nach einem ruhigen Flug und einem guten Frühstück etwas früher als geplant um 5:15 in Yangon an. Wie erwartet schlägt uns feuchte Hitze entgegen während wir die Gangway etwas schlaftrunken hinunter klettern und in den Bus steigen.

Fischerdorf
IconFischerdorf

 

Langhalsfrau
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Am Flughafen gestaltet sich die Einreise etwas schwierig. Es sind zwar einige Tai Pan-Reiseleiter anwesend, doch keiner hat unsere Namen auf seiner Liste. So werden wir zuerst einmal in die falsche Schlange geschickt. Als wir schon diverse Formulare abgegeben haben, müssen wir in eine andere Schlange wechseln und uns wieder ganz hinten anstellen. Schade.

Unsere Visaanträge müssen wir gemeinsam mit den Reisepässen abgeben. Man sagt uns, sie würden ins Hotel gebracht. Na hoffentlich bekommen wir unsere Pässe wieder! Nach der Lektüre einiger Internetseiten, haben wir eine fein säuberliche Liste unserer „Wertgegenstände” wie Laptop und unsere Kameras angefertigt und deklarieren sie beim Zoll. Die Reaktion des Zollbeamten ist in etwa: „Was ist denn das? Geht's einfach weiter, sonst hab ich noch Arbeit damit!”

Nach diesen Formalitäten sehen wir auch schon unseren Guide, der unsere Namen auf einem großen Schild hochhält. Fein, das klappt - und auf ihn mit (natürlich nur ganz leisem) Gebrüll.

Unser Zimmer im 'The Kandawgyi Palace Hotel on the Royal Lake'
IconUnser Zimmer im 'The Kandawgyi Palace Hotel on the Royal Lake'

 

Unser Zimmer im 'The Kandawgyi Palace Hotel on the Royal Lake'

 

Unser Gepäck wird in den Kofferraum des gebrauchten, rechtsgesteuerten Corollas gequetscht und auf geht's zum Hotel. Von Yangon bekommen wir nur ein Bisschen etwas mit. In die Jahre gekommene, einstmals moderne Wohnsilos, Kolonialbauten vergangener Glanzzeiten, dazwischen kleine Häuser aus Lehmziegel.

Und Pagoden, Tempel, Stupas! Unser Hotel ist das The Kandawgyi Palace Hotel on the Royal Lake, am gleichnamigen königlichen See gelegen. Das Zimmer ist sehr nett und groß, mit 2 von Moskitonetzen umgebenen Himmelbetten und einer Terrasse, die direkt auf den See hinaus geht.

Eine nette Aussicht! Jetzt ist es 7:00 Uhr Ortszeit, wir sind sehr übernachtig und müde. Unser Guide Soe (Soe ist sein Name) erzählt uns, dass unser Programm um 13:00 mit einem Mittagessen startet. Also gehen wir erst mal duschen.

Das Bad ist ganz OK, auch das Wasser ist schön warm. Allerdings gibt die Dusche ein Geräusch von sich, wie die Flöte eines indischen Schlangenbeschwörers. Sauber und erfrischt beschließen wir, noch ein Runderl zu schlafen und bestellen uns für 12:00 einen Weckruf.

Nach obenYangon/Rangun - kurze Stadtbesichtigung

Yangon/Rangun

 

Yangon/Rangun
IconYangon/Rangun

 

Yangon/Rangun
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Soe ist pünktlich (wir natürlich auch) und so legen wir in der feucht schwülen Hitze einen ziemlichen Hatscher zum Chinesen hin. Das Essen ist gut - Hühnchen auf Szechuan Art würden wir sagen und Kailan-Blätter mit Knoblauch. Immer noch ganz durcheinander von der Zeitverschiebung, haben wir kaum Hunger und so geht es bald mit dem Auto ab in die Innenstadt.

Unser erstes Ziel ist die Sule Pagode. Auf einem Parkplatz bleiben wir stehen und sehen das Rathaus. Das Gebäude ist eine eigenartige Mischung aus einem eher globigen Betonbau mit sich verjüngenden, gefiederten Dächern und Pfauenornamenten. Gleich daneben befindet sich der Oberste Gerichtshof. Offensichtlich ein Erbe der britischen Kolonialherrschaft, da das Gerichtsgebäude in viktorianischem Stil erbaut wurde.

Yangon/Rangun
IconYangon/Rangun

 

Yangon/Rangun

 

Yangon/Rangun

 

Davor ein Park mit vielen im Laufe der Jahre wechselnden Namen, deren Aktuellster in Gedenken an einen berühmten birmanischen General Maha-Bandoola-Park lautet. Von diesem Platz aus sind auch die Symbole der verschiedensten Religionen zu sehen. So stehen eine Baptisten-Kirche, eine Pagode und eine Moschee friedlich in unmittelbarer Nachbarschaft zueinander.

Wir überqueren die Straße - ein Abenteuer für sich, die Autos gewinnen immer! - und gelangen zur Sule Pagode. Die Pagode wurde immer und immer wieder erneuert, zuletzt 1930, sodass heute niemand mehr sagen kann, wie sie ursprünglich einmal ausgesehen haben mag. Heute ist sie achteckig und symbolisiert somit die 8 Himmelsrichtungen, 8 Tierkreiszeichen und 8 Wochentage (der Mittwoch ist zweigeteilt) des aus der hinduistischen Kosmologie in den Buddhismus übernommenen Kalenders.

Der Name der Pagode, die einstmals eine Haar-Reliquie enthielt, geht auf den Sule-Nat, den Schutzgeist des Hügels, auf dem nun die Shwedagon Pagode steht, zurück. Diesem Nat ist hier ein eigener Schrein gewidmet, vor dem Bananen, Blumen, Kokosnüsse und Räucherwerk von den Besuchen der Gläubigen zeugen.

Kyaukhtatgyi-Pagode

 

Kyaukhtatgyi-Pagode
IconKyaukhtatgyi-Pagode

 

Kyaukhtatgyi-Pagode
IconKyaukhtatgyi-Pagode

 

Nächster Halt ist die Kyaukhtatgyi-Pagode, die einen 70 m langen liegenden Buddha beherbergt. Neben der gigantischen Größe der Statue sind vor allem ihre Augen bemerkenswert. Pupillen und Iris sind wunderschön gearbeitet und wurden in einer traditionellen Glasfabrik in Yangon hergestellt.

Ebenfalls sehenswert sind die überdimensionalen Füße, auf deren Sohlen die 108 Zeichen eines Buddhas dargestellt sind. Soe hat uns die Repräsentationen ausführlich erklärt, aber merken konnten wir sie uns leider nicht.

Nach obenShwedagon-Pagode

Shwedagon Pagode
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Shwedagon Pagode
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Shwedagon Pagode
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Unser letztes Ziel und Höhepunkt des heutigen Tages ist die Shwedagon-Pagode am Singuttarahügel. Der goldene Stupa ist nicht nur das weithin sichtbare Wahrzeichen Yangons, sondern auch die wichtigste Pagode Myanmars und ein Zeichen für seine Souveränität.

Es gibt 4 nach den Himmelsrichtungen ausgerichtete Aufgänge zur Pagode. Sicherlich ist es ein besonderes Erlebnis, sich dem imposanten goldenen Stupa zu Fuß zu nähern, doch Touristen werden mit dem Auto vorgefahren und selbst die Birmanen nehmen lieber einen der relativ modernen Panorama-Aufzüge.

Oben angelangt findet man das Plateau übersät von unzähligen kleinen Stupas, Tempeln und Schreinen, welche rings um den alles überragenden zentralen Stupa angeordnet sind. Die Bedeutung von Shwedagon liegt in einer Reliquie, die hier geborgen liegt. Es handelt sich um 8 Haare (in Myanmar sind viele Pagoden eine haarige Angelegenheit) Buddhas, welche zwei Kaufleute aus dem Land Okkala vom zu Buddha gewordenen Gautama Siddharta erhielten, da sie zu den ersten Anhängern seiner Lehre wurden.

Shwedagon Pagode
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Shwedagon Pagode
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Shwedagon Pagode
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Auf ihrer Heimreise mussten die beiden Kaufleute einige Haare abgeben, um sicher in ihr Heimatland zu gelangen, wo sie ihrem König Okkalapa die Reliquie zum Geschenk machten. Als der König die Schatulle öffnete, waren auf wundersame Weise wieder alle 8 Haare Buddhas vereint.

Voller Ehrfurcht ließ König Okkalapa den Singuttarahügel öffnen und begrub die 8 heiligen Haare gemeinsam mit den bereits vorhandenen Reliquien in einem Schacht. Darüber wurden Stupas aus Silber, Kupfer, Bronze, Marmor und Ziegelsteinen errichtet. Soweit die Legende laut den Steintafeln eines Mon-Königs von 1485.

Shwedagon Pagode

 

Shwedagon Pagode

 

Shwedagon Pagode
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Der zentrale Stupa ist heute vom Sockel bis zum Schirm mit Blattgold bedeckt und an Knospe, Schirm und Wetterfahne mit unzähligen Juwelen von mehreren Tausend Karat bestückt.

Der gesamte Ort strahlt eine friedliche und beruhigende Atmosphäre aus. Es sind viele Einheimische zu sehen, die vor Schreinen oder in Tempeln beten. Der Boden, den man nur mit bloßen Füßen betreten darf, ist glatt und warm von der Hitze des Tages. Die Sonne geht langsam unter und taucht die goldenen Stupas und Schnitzereien in ein rötliches Licht.

Ein Windhauch lässt die unzähligen Glöckchen, welche entlang der Dächer angebracht sind, leise erklingen. Immer wieder ertönen 3 oder 5 Glockentöne, die von den Gläubigen mit den Worten „Sadhu, sadhu, sadhu” geschlagen werden.

Shwedagon Pagode
IconShwedagon Pagode

 

Shwedagon Pagode

 

Shwedagon Pagode

 

Soe führt uns zuerst einmal erklärend im Uhrzeigersinn herum und lässt uns dann alleine nochmals unsere Runden drehen. Es gibt so viel zu sehen und zu fotografieren, doch wir sind so unendlich müde, dass wir nach einer weiteren Runde ein bisschen ausruhen und der Sonne zusehen, wie sie langsam in den Dunst über Yangon versinkt.

Müde fahren wir zurück ins Hotel, wo Karin sofort und Alexander nach einer kurzen Weile einschlafen. Doch wir haben immer noch Jet-Lag! Um kurz vor Mitternacht sind wir putzmunter und sehr hungrig! Zum Glück gibt es im Hotel 24 h warme Küche und so können wir einen Mitternachtssnack, der von trotz der späten Stunde ausgesprochen freundlichem Personal frisch zubereitet und serviert wird, genießen. Mit vollem Bauch finden wir endlich Ruhe und schlafen bis am nächsten Morgen durch.

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