Cinque Terre und Pisa

Cinque Terre: Manarola und Vernazza

Cinque Terre
Cinque Terre, der wohl bekannteste italienische Geheimtip, sind 5 Dörfer im äußersten Süden der ligurischen Riviera.

 

Zur Region Cinque Terre zählen die 5 Dörfer: Monterosso, Vernazza, Corniglia, Manarola und Riomaggiore. Cinque Terre ist als Nationalpark anerkannt und zum Schutzgebiet der UNESCO erklärt worden.

Die einzelnen Orte sind per Bahn, Schiff oder über sehr schmale, kurvige Stichstraßen zu erreichen. Sie sind (fast) ohne Autoverkehr, (fast) ohne verunstaltende Neubauten und über herrliche Wanderwege miteinander verbunden.

Unser erster Halt ist Vernazza. Das Auto stellen wir am außerhalb des Ortes liegenden Parkplatz ab und schlendern in das noch ganz ruhig vor uns liegende Dorf. Da ein Fischer, der sein Boot für den heutigen Tag vorberitet, dort eine ältere Frau, die einkaufen geht. Welch ein Unterschied zum hektischen La Spezia!

Um unsere knurrenden Mägen zu besänftigen, gehen wir zu einem kleinen Greissler einkaufen. Dies ist ein verträumter Ich-biete-Dir-Alles-Gemischtwarenladen. Ganz frische knusprige Weckerln, Rohschinken und Käse sind unser Frühstück. Einfach aber köstlichst.

Cinque Terre
Die Abgeschiedenheit hat dazu beigetragen, dass die 5 Dörfer bis heute ihren Charme erhalten konnten.

 

Am Ende des Weges erreichen wir den Hafen des Fischerortes. Auch hier merken wir, dass der Tag erst langsam beginnt. Das einladende Kaffee im Freien verführt uns zu einer Tasse Capuccino. Wir genießen die Aussicht aufs Meer und die bunten um uns herumliegenden Häuser. Ein wenig später raffen wir uns doch auf und erkunden ein wenig die umliegende Gegend. Hier ist es traumhaft schön!

Als zweiten Ort besuchen wir Manarola. Auch hier finden wir Ähnliches wie in Vernazza vor. Ein süßer kleiner Ort mit netten Leuten und ganz wenig Hektik. Auch hier in Manarola wird jeder Quadratmillimeter genutzt. Die Häuser stehen in lustigsten Verschachtelungen kreuz und quer, fast auf- und nebeneinander. Eine Piazza am Meer gibt es hier nicht, dafür spielt sich das Leben entlang der sich aufwärts windenden „Haupt”-Straße ab.

Nach obenPisa

Pisa - Duomo Santa Maria Assunta
Der Grundstein des Duomo Santa Maria Assunta wurde 1063 nach dem Sieg der Pisaner Flotte gegen die Sarazenen gelegt.

 

Pisa - Duomo Santa Maria Assunta

 

Auf unserem Weg weiter in den Süden Italiens ist Pisa und der Platz der Wunder unser nächstes Ziel. Schon von Weitem ist der legendäre schiefe Turm zu sehen. Nur einen Parkplatz finden wir leider nicht. So quälen wir uns notgedrungen durch unzählige kleine Seitengässchen auf der Suche nach einer kleinen Fläche für unser Auto. Nach mehr als einer ½ Stunde werden wir endlich fündig. Der nachfolgende Fußmarsch zurück zum Platz der Wunder trägt zu Alexanders guter Laune nicht unbedingt bei.

Kaum treten wir durch die Stadtmauer hindurch empfangen uns schon die ersten Bettler und fliegenden Händler. Selbst ein energisches „No thanks” schreckt sie in keinster Weise ab. Sie bieten weiterhin lautstark ihre Waren an. Erst als wir einige Meter weit vom Stadttor entfernt sind, wenden sie sich von uns ab und bestürmen neu hinzukommende Touristen. Geschafft!

Der Platz der Wunder (Campo dei Miracoli) vereint 3 Sehenswürdigkeiten: die Taufkirche (Battisterio), den Dom (Duomo Santa Maria Assunta) und den schiefen Turm (Torre Pendente oder Campanile). Diese 3 Gebäude befinden sich auf der großen, gut gepflegten Rasenfläche. Auf dem Platz tummeln sich Unmengen von Touristen, teils im Gras sitzend, teils von einem zu einem anderen Bauwerk pilgernd. Auch wir suchen uns einen möglichst ruhigen und sauberen Fleck Gras, um unseren Reiseführer zu studieren.

Das Baptisterium ist unser erstes Ziel. Es ist das weltgrößte seiner Art und hat einen Umfang von 107,25 m. Mit dem Bau des Baptisteriums wurde bereits 1152 begonnen. Die damaligen Konstrukteure sahen eine romanische Kantenkuppel, deren Spitze eine Öffnung mit freiem Blick zum Himmel hatte, vor. Heute ist die Kuppel geschlossen (Schade!). Den Mittelpunkt des Baptisteriums bildet das oktogonale Taufbecken, das mit Marmor, Rosetten und figürlichem Dekor wunderschön verziert ist.

Nächster Halt: Der Duomo Santa Maria Assunta. Schon von außen beeindruckt uns seine schöne Fassade. Aus einer Inschrift geht hervor, warum sich die Stadt Pisa solch prächtige Gebäude leisten konnte: die Seeflotte der Pisaner hatte vor Sizilien mehrere mit Schätzen beladene gegnerische Schiffe erbeutet.

Die Kathedrale hat die Form eines lateinischen Kreuzes mit fünf Schiffen im Langhaus und drei im Querhaus. Im Inneren des Doms fallen uns das golden leuchtende Mosaik der Apsis und die goldverzierte Kassettendecke ins Auge.

Der Camposante - Friedhof mit Kreuzgang
Leider wurde der Friedhof während des 2. Weltkrieges stark verwüstet, so dass viele Kunstwerke beschädigt wurden.

 

Der Camposante - Friedhof mit Kreuzgang
Hier ließ der Erzbischof Ubaldo dei Lanfranchi die Erde von Golgatha abladen. Der Monumentalfriedhof wurde 1278 errichtet.

 

Das Highlight unseres Pisa-Aufenthalts heben wir uns bis zum Schluss auf: den Glockenturm. Eine Besteigung ist derzeit leider nicht möglich, darum kurz die Geschichte des Turmes: 1173 entschloss man sich, einen Glockenturm zu bauen. Da bekannt war, dass der Untergrund sehr sandig ist, schuf man zuerst eine 3m tiefe Grube. Diese wurde mit Bruchsteinen, Ziegeln und Mörtel bis oben hin gefüllt. In den nächsten 12 Jahren entstanden die ersten drei Stockwerke. Dann war Pause bis 1275.

In der Zwischenzeit hatte sich der Turm aber bereits um 17 cm gesenkt. Diese Schieflage versuchte der neue Baumeister durch unterschiedlich hohe Säulen auszugleichen. Doch auch er konnte sein Werk nicht vollenden. Erst 1350 wurde die ausgleichende siebte Etage und das Glockengeschoss aufgesetzt.

Heute wird durch Beton und Bleiplatten, Hydraulikpressen und viele Stahlseile versucht, die Schieflage des Turmes zu korrigieren. Vielleicht können wir bei unserem nächsten Besuch den Turm besteigen.
Ergänzung: Seit dem 15. Dezember 2001 ist der Turm wieder für Besucher zugänglich.

Bei der Rückkehr zu unserem Auto erleben wir die nächste Überraschung. Wir haben in einer Kurzparkzone - aber ohne Parkschein - geparkt. Die Folge dieser Missachtung ist ein Strafmandat. Welch Begeisterung. Also rasch das Strafmandat bei der nächsten Karabineriestation gezahlt (wo ist die nur?) und nichts wie weg hier.

Nach obenAnkunft in Siena

Die Fahrt bis Siena verläuft durch eine sehr nette Landschaft. Zeitweise säumen unseren Weg grüne Olivenhaine, dann wieder begleiten säumen lange Zypressenalleen unseren Weg. Eine ganz liebliche Landschaft, diese Toskana.

Duomo S. Maria
Wegen finanzieller und statischer Probleme konnten die Arbeiten zur Vergrößerung nicht beendet werden.

 

Siena - Ankunft am Abend
Siena, die Stadt der Jungfrau und des weiss- und schwarzfarbenen Schutzschildes.

 

In Siena angekommen starten wir wieder unsere Suche nach einem 3 Stern Hotel. Nach einigen Fehlversuchen - „Nein, leider haben wir kein Zimmer für diese Nacht mehr frei” - wird uns der Pallazzo Ravizza empfohlen. Hier werden wir fündig. Was für ein Hotel! Wir sind gleich in das uns angebotene Zimmer verliebt.

Das Hotel befindet sich im ruhigen Teil der Altstadt Sienas und ist ein ehemaliger Renaissancepalast, welcher 1920 zu einem Hotel umgebaut wurde. Preislich passt es „nicht ganz” in unseren Rahmen, aber nach den gestrigen Erfahrungen ist uns das heute egal. Zum Hotel gehört auch ein kleiner, sehr gepflegter italienischer Garten, welcher den Gästen zur Verfügung steht.

Nun spazieren wir in die Altstadt direkt zur berühmten Piazza del Campo - dem Muschelplatz. Eine kleine Pizzeria hat ihre Tische sehr einladend aufgestellt und wir beschließen, dort unseren Hunger zu stillen. Für Karin sind Nudeln mit Meeresfrüchten und für Alexander eine Pizza mit getrocknetem Bündnerfleisch und frischem Ruccola nebst einem guten Glas Rotwein die richtige Mahlzeit zum Ausklang des heutigen Tages.

Mittlerweile ist es bereits dunkel geworden und die Piazza del Campo liegt von unzähligen Scheinwerfern stimmungsvoll beleuchtet vor uns. Was für ein schöner Anblick!

zu den FAQs und den Kommentaren
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