Verona und der Gardasee

Frühstück und Spaziergang durch Verona

Verona, Piazza delle Erbe
Die Piazza delle Erbe heißt übersetzt „Platz der Kräuter”. Es handelt sich hier um den Marktplatz Veronas

 

Verona wurde im 1. Jahrhundert vor Chr. gegründet. Spuren aus römischer Zeit (Römerbrücke) sind dort ebenso zu finden, wie Bauwerke der Scaliger und Venezianer. Besondere Berühmtheit erlangte es durch William Shakespeares „Romeo und Julia” (dazu später etwas mehr). Verona wurde im Jahr 2000 in die Liste des Weltkulturerbes (World Heritage List) der UNESCO aufgenommen.

Unser Tag beginnt mit einem sehr guten, typisch „etwas spartanischen”, italienischen Frühstück in einem Kaffeehaus direkt an der Piazza delle Erbe. Cafe-Latte, ein Brioche für Alexander und ein Tramezzini für Karin sind beide frisch und schmecken am Tisch im Freien hervorragend.

Der Tag ist noch jung und so bevölkern erst wenige „andere” Touristen den Platz. Wir genießen das Treiben der Standler, welche ihre Sieben-Sachen für den heutigen Tag vorbereiten. Nun sind wir genug gestärkt und beginnen unseren Spaziergang kreuz und quer durch Verona.

Nach obenBlick vom Turm über die Stadt

Verona
Die vielen Stufen auf den Torre dei Lamberti 13.-15. Jh. (83 m).

 

Gibt es einen besseren Platz eine Stadt zu überblicken, als einen Turm? Wir finden nein!

Nach kurzer Suche finden wir im Hof des Rathauses den Zugang zum Turm der Lamberti. Nun trennen uns „nur mehr einige wenige” Stufen von einem eindrucksvollen Ausblick über die Stadt. Aber die haben es in sich! Oben angelangt müssen wir ein wenig verschnaufen und beginnen uns danach zu orientieren.

Wenn wir auf der einen Seite des Turmes in die Tiefe blicken, liegt die Piazza delle Erbe zu unseren Füßen, während sich auf der anderen Seite die Piazza dei Signori befindet. Traumhaft von hier aus über die Stadt und ins Umland zu schauen!

Unser weiterer Spaziergang durch Verona führt uns unter anderem zum Palazzo del Comune - der Palast wurde Ende des 12. Jahrhunderts erbaut. Im Inneren bewundern wir den quadratischen, romanischen Hof und die grosse Treppe aus 1446 im gotischen und Renaissance-Stil. Weiter geht es an den Scaliger-Gräbern vorbei.

Diese Grabdenkmäler stammen ungefähr aus dem 13. Jahrhundert und sind beispielhafte Monumente gotischer Kunst. Die Regierung der Scaliger, begonnen im Jahr 1263, erstreckte sich über 127 Jahre hinaus und die Dynastie, die sich gnadenloser Methoden bedient hatte, um an die Macht zu gelangen, brachte der Stadt, nachdem sie ihr Ziel erreicht hatte, eine Periode von Frieden und Wohlstand.

Nach obenDer Balkon von Romeo und Julia

Verona - Balkon der Julia
Du willst schon fort? Es ist noch längst nicht Tag: Es war die Nachtigall und nicht die Lerche, die Deinem Ohr ins bange Innre drang; sie singt bei Nacht auf dem Granat- baum dort: Geliebter glaub's es war die Nachtigall.

 

Verona ist in erster Linie eine romantische Stadt und wer kennt ihn nicht - den Balkon der Julia! Dieser kleine Erker wurde durch die Liebe unsterblich! Natürlich ist er auch für uns beide unsterblich ineinander Verliebte ein Must-See.

Der Weg zum Balkon der Julia ist gut beschildert und so ist es für uns leicht, durch vielen engen Gässchen bis zum Eingang unseres Zieles zu gelangen. Da ist aber auf einmal abrupt stop! Der Innenhof ist von so vielen Touristen überfüllt, dass wir erst einige Minuten warten müssen, bis wir weiter vordringen können.

Wir haben es geschafft und verstehen nun, warum es so viele Touristen magisch an diesen Ort zieht. Ein kleiner grüner Innenhof und vor uns der Balkon der Julia. Hier hat Romeo seine Geliebte heimlich angeschmachtet. Romantik und Tragik liegen in der Luft und beschwören Bilder einer Liebe herauf - allen Gewalten zum Trotz bis in den Tod.

Hand in Hand stehen wir davor, schauen uns verträumt an und sind froh, nicht das Schicksal von Romeo und Julia teilen zu müssen. Das wäre doch zu traurig! Schnell ein Tränchen zerdrückt. Einige Minuten später werden noch rasch ein paar Fotos geknipst und danach machen wir Platz für die nächsten verliebten Pärchen.

Nach obenRund um den Gardasee

Lazise
Einer der wenigen nicht verregneten Augenblicke unseres Aufenthalts.

 

Nachdem wir jetzt die Innenstadt von Verona ein wenig „abgegrast” haben und Karin die zahlreichen Schuhgeschäfte (die Italiener haben einfach die schönsten Schühchen der Welt!) heimgesucht und schließlich erfolgreich ein Paar „gläserne Pantöffelchen” ergattert hat, zieht es uns nördlich an den Gardasee (italienisch Lago di Garda). Wir entscheiden uns den Gardasee mit seinen ca. 55 km Länge und 17,5 km Breite gegen den Uhrzeigersinn zu umrunden.

Die Straße führt uns durch üppige Vegetation fast immer entlang des Ufers, sodass wir die Aussicht sehr gut genießen können. Vorbei an zerklüfteten Felsen und blühenden Obstplantagen fahren wir guter Laune nördlich. Immer wieder sehen wir Judasbäume (Cercis), deren magenta-farbene Blüten fröhliche Akzente in das verregnete Grau setzen.

Lazise - ein malerisches Dorf mit ca. 5.500 Einwohner ist unser erster Halt auf der Umrundung des Gardasees. Der kleine Hafen, die alten Zinnenmauern aus der Scaliger-Zeit und die Burg haben es uns angetan. Wir schlendern durch das Dorf und verweilen ein wenig in einem der vielen Kaffeehäuser direkt am Seeufer.

Das Wetter ist leider etwas trüb und kühl, aber die Aussicht auf den See macht dies wieder vollkommen wett. Am Rückweg zum Auto beginnt es wieder zu nieseln. Wir kommen an einer Reihe von alten Häusern aus dem 15. Jahrhundert vorbei. Gerne würden wir hier noch ein wenig verweilen, aber der Regen ist ganz und gar nicht gastfreundlich. So beschließen wir unsere Umrundung lieber rasch wieder fortzusetzen und hoffen auf besseres Wetter.

Garda - unser zweiter Halt. Garda (von warda guardia = Wacht, Aussicht, Überwachung) besitzt den Ruhm, dem gesamten See im 12. Jahrhundert seinen Namen gegeben zu haben. Der See hieß bis zu jener Zeit Benaco. Gleich zu Anfang unseres Spazierganges setzt wieder kräftiger Regnen ein. Fluchtartig verlassen wir die mittelalterliche Stadt ohne viel gesehen zu haben. Schade, aber wir kommen sicher während eines anderen Urlaubes wieder hier her.

Während des Rests der Umrundung halten wir nicht mehr an. Mittlerweile regnet es noch stärker, was unsere Lust weitere Orte zu besuchen ziemlich wegschwemmt.

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Tag der Abreise, Verona  |Parco Giardino Sigurtá, La Spezia
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