Elbeschifffahrt

Dresden, Goldener Reiter

 

Dresden, Neustädter Hauptstraße

 

Nach dem langen und ereignisreichen gestrigen Tag haben wir geschlafen wie Prinz und Prinzessin. Guten Morgen also, aufgewacht und ab in den neuen Tag, der gleichzeitig auch unser letzter hier in Dresden ist. Am Abend geht unser Flieger zurück nach Wien. Das Taxi zum Flughafen haben wir bereits bestellt und jetzt gilt es, den Vormittag und einen Teil des Nachmittags mit schönen Erlebnissen, die allerdings zeitlich berechenbar und begrenzt sowie nicht allzu anstrengend sind, zu füllen.

Nach dem wie immer ausgezeichneten Frühstück vom Buffet, machen wir uns auf, nochmals einen Teil der Neustadt zu besuchen, weil er so schön nahe liegt. Wir beginnen beim Goldenen Reiter, einem Standbild, das August den Starken hoch zu Ross zeigt.

Im 18. Jahr­hundert, als das in Kupfer getriebene Denkmal errichtet wurde, war es noch feuervergoldet. Eine Technik, die bereits im alten Ägypten angewandt wurde. Bei der Restaurierung im 19. Jahr­hundert entschied man sich dann für das Aufbringen von Blattgold. So oder so strahlt der als römischer Cäsar dargestellte August hell und ist vor allem dann ein lohnenswertes Motiv, wenn die sattgrünen Alleebäume der Hauptstraße auf ihn zulaufen.

Nach obenNeustädter Markthalle

Dresden, Markthalle
IconDresden, Markthalle

 

Dresden, Markthalle

 

Dresden, Markthalle

 

Unweit des Reiters befindet sich die Neustädter Markthalle, die ebenfalls aus dem 19. Jahr­hundert stammt. Sie löste gemeinsam mit zwei weiteren Hallen die 1893 eingestellten Wochenmärkte ab.

1945 wurden die erwähnten beiden anderen Markthallen sowie der östliche Teil der Neustädter Halle durch Fliegerbomben zerstört. Trotzdem lief das Geschäft im erhaltenen Abschnitt an provisorisch aufgestellten Ständen weiter.

Die Genossenschaft Konsum Dresden übernahm 1949 dann die Markthalle, sanierte sie umfangreich und erweiterte sie auch. Von außen sieht der Bau im Stil der Gründerzeit sehr imposant aus und die bunten Fahnen schmücken zusätzlich.

Innen ist die Halle sauber und hell, jedoch fehlt das typische Markttreiben mehr oder weniger zur Gänze. Nach einer kurzen Runde je Geschoß sind wir auch schon wieder draußen.

Die Hauptstraße selbst bietet selbst viel Sehenswertes. Neben den wunderbaren Alleebäumen, die bereits Erwähnung gefunden haben, gibt es Rondelle, in denen barocke Skulpturen platziert wurden, die ehemals im Zwinger standen und beim Wiederaufbau 1979 hier ein neues Zuhause fanden.

Sie stellen griechische Musen dar und vor allem Urania, Sternenbeobachterin und Muse der Astronomie hat es uns mit ihrem Fernrohr, das sie vor ihr rechtes Auge hält, angetan.

Nach obenSocietaetstheater

Dresden, Neustädter Hauptstraße
IconDresden, Neustädter Hauptstraße

 

Dresden, Neustädter Hauptstraße

 

Dresden, Neustädter Hauptstraße

 

Interessant auch das Societaets­theater, das es schon seit dem frühen 18. Jahr­hundert gibt. Nach dem Ende des Sieben­jährigen Krieges organisierten sich bürgerliche Gesellschaften, die für jeden offen waren und diverse Reformen anregten. Sie pflegten auch Kunst und Kultur in deutscher Sprache, die an den Höfen der damaligen Zeit nicht standesgemäß war.

Nach der einen oder anderen Zwischenstation zog das Theater 1779 dann in die heutige Innere Neustadt und fand im barocken Gartenhaus von Johann Christoph Hoffmann, einem Angestellten in der Regierungskanzlei von August dem Starken, sein Zuhause.

Wenn auch leider von den barocken Gärten der Bürgerhäuser hier in der Neustädter Hauptstraße nicht mehr viel übrig ist, so gibt es doch noch eine rekonstruierte Gartenanlage am einstigen Grundstück von Hofbildhauer Benjamin Thomae, hinter dem Haus Nr. 17.

Hier steht der Thomae-Pavillon am Ende von formalen Beeten und kleinen Bäumchen im Formschnitt. Sehr romantisch und eine unerwartete Oase der Stille!

Beseelt von diesem wunderbaren Ort, klettert Karin gleich auf ein Karussell am Kinderspielplatz in einem der angrenzenden Innenhöfe bzw. Durchhäuser daneben und dreht ausgelassen eine Runde. Die Kunsthandwerker-Passagen mit ihren kreativen Läden, Schauwerkstätten und Lokalen laden ein, der Neugierde nachzugeben und sich jeweils ins Innere zu wagen.

Dresden, Elbeschifffahrt

 

Dresden, Elbeschifffahrt

 

Dresden, Augustusbrücke
IconDresden, Augustusbrücke

 

Nach Umrundung der noch geschlossenen Dreikönigskirche bzw. ihrem Turm an der Westseite, spazieren wir noch einmal am Goldenen Reiter vorbei und flanieren schließlich entlang des Elbufers.

An der Augustusbrücke fühlen wir uns kurz nach Japan versetzt. Am Mittelpfeiler ist aus Stahl das Kunstwerk „Die große Woge“ von Hokusai angebracht. Die Aufschrift darunter klärt über den Grund auf: „Elbhochwasser 2002 – Spiegel der Fluten andernorts; Zum Gedenken an Einsatz und Solidarität der Dresdener Bürger während des Hochwassers”.

Tatsächlich gab es im August 2002 in Deutschland, der Tschechischen Republik und auch bei uns in Österreich eine schwere Flutkatastrophe, bei dem besonders die an der Elbe und an der Donau gelegenen Städte und Ortschaften in Mitleidenschaft gezogen wurden. Insgesamt gab es damals zumindest 45 Todesopfer und es entstanden Schäden in Milliardenhöhe.

Die Porzellanmanufaktur in Meißen wurde zum Beispiel teilweise zerstört, Semperoper und Zwinger waren überflutet und auch der Schillergarten, wo wir noch vor ein paar Tagen Bier getrunken haben, stand komplett unter Wasser.

Dresden, Elbeschifffahrt

 

Dresden, Elbeschifffahrt

 

Einsatz und Hilfsbereitschaft waren groß, doch auch politische Veränderungen wurden durch diese Hochwasserkatastrophe angestoßen. „Die große Woge” erinnert uns an diese Zeit.

Am anderen Ufer befindet sich die Gaststätte „Italienisches Dörfchen”, gleich in unmittelbarer Nähe zur Anlegestelle der Elbschifffahrt am Terrassenufer. Aus nostalgischen - Schwieger-/Eltern sind hier ja schon vor vielen Jahren einmal eingekehrt – wie auch aus Gründen der Bequemlichkeit, kehren wir auf einen Kaffee ein.

Selbigen genießen wir plaudernd bei Blick auf die Elbwiesen, wo heute ein Flohmarkt stattfindet, die imposante Kuppel der Akademie der Bildenden Künste und die insgesamt ganz zauberhafte Skyline der Altstadt.

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Dresden, Elbeschifffahrt

 

Um 11:30 besteigen wir dann eines der Elbeschiffe, um gemütlich und fußschonend nochmals die Highlights der letzten Tage an uns vorüber ziehen zu lassen. Wir machen die Runde bis zum blauen Wunder und wieder retour – diesmal jedoch ohne auszusteigen.

Dafür lassen wir uns an Deck sitzend ein Getränk servieren und lauschen der touristischen Beschallung. Der Himmel ist blau und so genießen wir den Anblick von Villenkolonien, Land- und Herrenhäusern sowie Weingütern.

Am Blauen Wunder wird umgedreht und es geht wieder retour in die Altstadt, wo wir nach insgesamt rund 1½ Stunden wieder an Land gehen. Hach, schön war’s!

Es bleibt nicht mehr viel zu tun hier in Dresden. Ein Spaziergang zurück zum Hotel, wo uns kurz darauf das Taxi abholt, ein Blick aus dem Wagenfenster auf dem Weg zum Flughafen.

Eine großartige Zeit haben wir hier verbracht und viel Interessantes und Schönes gesehen. Ein Städtetrip, den wir jederzeit weiterempfehlen an alle, die an Kunst und Kultur interessiert sind oder einfach nur ein blaues Wunder erleben wollen!

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Über welchen Veranstalter habt Ihr Eure Reise gebucht?
Über keinen Veranstalter. Beides - sowohl Hotel wie Flug - haben wir via Internet direkt beim Anbieter gebucht.

 

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findest Du in unserem Fotoalbum Dresden . Hier gleich ein paar Beispiele:

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Viel Vergnügen beim Betrachten!

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