England - Shrewsbury, Llangollen und Chester

Shrewsbury

Shrewsbury
IconShrewsbury
Kleine, gut erhaltene Häuser, geschmückt mit den typischen Hanging Baskets. Wären sie auf unserer Terrasse nur auch so schön ...

 

Unser erster Halt am Montag ist Shrewsbury. Schon allein, weil Karin so gerne „Bruder Cadfael” Romane liest, müssen wir uns unbedingt die Abbey ansehen. Ist doch gleich viel schöner, wenn man beim Lesen die passenden Erinnerungen an die Orte des Geschehens hat . Außerdem ist auch Charles Darwin in Shrewsbury geboren, was noch ein weiterer Grund zum Stehen bleiben ist.

Beim Spaziergang durch die Stadt in Richtung Abbey, fällt uns zuerst ein Haus auf, an dem sich ein Drache kopfüber an einer Ecke festkrallt. Gleich daneben eine Passage und ein Inn mit dem kuriosen aber sehr passenden Namen „Hole in the Wall”. Über eine Treppe namens „The Bear Steps” gelangen wir auf einen hübschen und sehr ruhigen Platz. In der Mitte ein kleiner Park mit alten Bäumen und Teak-Bänken (haben wollen!) und rund herum Backsteinhäuser mit gepflegten Vorgärten. Hier ist's sicherlich nett wohnen!

Die Abbey selbst ist auch sehr sehenswert. Eine wunderschöne alte Holzdecke ziert das Mittelschiff. Früher gab es in Shrewsbury, das übrigens erstmals im Jahre 901 schriftlich erwähnt wurde, 5 Kirchen. An der Stelle der Abbey stand St. Peter's, just jene Abtei, in der Bruder Cadfael zu Hause war. Nach der Besichtigung der Abbey spazieren wir zurück zu unserem Auto und folgen unserer vorgeschlagenen Route.

Nach obenLlangollen in Nordwales

LLangollen in Wales
IconLLangollen in Wales
Eine Brücke über den River Dee führt zu den pferdegezogenen Booten am Canal.

 

Nächstes Ziel auf unserer heutigen Reiseroute ist der Ort Llangollen. Super, der Name ist gleich so walisisch, dass wir sicher keinem Einheimischen sagen können wo wir hin wollen, ohne dass der einen Lachkrampf kriegt! Um 'LL' einigermaßen richtig auszusprechen, muss man den Mund so formen, als würde man ein 'L' sagen, aber dann ... blast man nur Luft raus. Klingt bei uns etwas sabbernd und fühlt sich auch so an .

Zu unserer Ehrenrettung sei gesagt, dass es auch die Briten nicht wesentlich besser hinkriegen. Die verwenden ihr 'Th' (wie in 'think') und sagen dann eben 'Thlangothlen'.

Llangollen ist ein geschichtsträchtiger Ort, am River Dee gelegen. Neben der pittoresken Landschaft, sind es vor allem die von Pferden gezogenen Bootstouren am Canal und das Pontcysyllte Aqueduct, welche sehr bekannt sind. Wie bekannt der Ort ist erfährt Karin ganz hautnah, als sie sich beim Besuch der öffentlichen Damentoilette hinter einer Busreisegesellschaft anstellen und ewig warten darf.

Wir schlendern also durch das walisische Städtchen, genießen den Anblick der schmucken Häuser und spazieren zum Canal hinauf. Auch hier drängeln wieder die Busreisegesellschaften, diesmal beide Geschlechter, bereits um einen heiß begehrten Platz in einem der Boote. Nichts für uns! Wir drehen um und kehren in den Cottage Tearooms auf eine kleine Stärkung ein.

Beim Verlassen von Llangollen sehen wir noch Pontcysyllte Aqueduct an, das zwischen 1796 und 1801 von Thomas Telford and William Jessop gebaut wurde, um den Canal darüber zu führen. 126 Fuß über den River Dee erhebt sich das Aquädukt und sieht mit seinen hohen Bögen wie ein elegantes Gestaltungselement in der Landschaft aus.

Nach obenvon Llangollen nach Chester, Horseshoe Pass

Foto: von Llangollen nach Chester, Horseshoe Pass
von Llangollen nach Chester, Horseshoe Pass

 

Unsere Fahrt nach Chester führt uns über den Horseshoe Pass. Alexander meistert die Serpentinen auch auf der falschen Straßenseite ganz wunderbar. Die Strecke ist wenig befahren. Das merkt man auch an den Schafen, die in aller Seeleruhe die Fahrbahn überqueren oder sogar darauf stehen bleiben.

Auf der Passhöhe angekommen bleiben wir stehen, um den Ausblick zu genießen. Leider ist es etwas herbstlich trüb, sodass wir nicht ganz so eine tolle Fernsicht haben, wie angekündigt. Trotzdem ist es lohnend, hier herauf zu fahren. Die sanft hügelige Landschaft unter und um uns, die niedrigen Heidepflanzen, an denen sich die Schafe gütlich tun, ein paar Vögel über uns in den Lüften. Wir finden es recht idyllisch.

Nach obenChester

Chester
IconChester
In den Einkaufsstraßen sind die sogenannten Rows sehr bekannt. Hier kann man quasi in den Arkaden im Hochparterre flanieren.

 

Als wir in Chester ankommen ist es wieder einmal schon recht später Nachmittag. Da die Stadt an und für sich aber schon recht viel zu bieten hat, sind wir von eventuellen Öffnungs- bzw. in diesem Fall eher Schließzeiten unabhängig und stören uns nicht weiter daran. Da ist zunächst einmal die Stadtmauer. Mit 3 km Länge ist sie die vollständigste in ganz Britannien und führt rund um die Stadt herum. Also nichts wie rauf mit uns und losmarschiert.

Auf unserem Mauer-Spaziergang kommen wir an verschiedenen römischen Ausgrabungen vorbei und können sowohl Chester selbst als auch die Umgebung von unserer erhöhten Position aus sehr gut betrachten. Nachdem wir die Stadtmauer - soweit möglich - vollständig entlang gewandert sind, verlassen wie sie bei der Eastgate Clock.

Auch die Eastgate Clock ist sehenswert. Umgeben von schmiedeeisernen Ranken und verziert mit Wappen und Kronen thront sie über der Fußgängerzone. Da es mittlerweile schon fast dunkel geworden ist, sind wir ganz froh über die Straßenlaternen und die hell erleuchteten Auslagen, die uns noch ein bisschen Sightseeing ermöglichen. Wir gehen durch die berühmten 'Chester Rows'. Das sind mittelalterliche Fachwerkhäuser, wo es zusätzlich zu den Geschäften im Erdgeschoss auch in den Galerien im 1. Stock Läden gibt.

Das treppauf treppab Bummeln macht Spaß und die Geschäfte sind auch nicht von schlechten Eltern. Unsere Geldbörsen sind ganz dankbar, dass sie schon geschlossen sind . Zum Abschluss besuchen wir noch die Kathedrale, die 1541 von Henry VIII (da ist er wieder!) gegründet wurde.

Ziemlich müde machen wir uns auf den Heimweg nach Thorpe. Die Fahrt in der Dunkelheit durch die schmalen und steilen Straßen des Peak District ist unser letztes Abenteuer, bevor wir nach diesem langen Tag in unsere Betten fallen.

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