Macht, Spione und ein Affe

Berlin, Friedrichstraße 166
IconBerlin, Friedrichstraße 166

 

Berlin, Pariser Platz
IconBerlin, Pariser Platz
Brandenburger Tor, Quadriga

 

Berlin, Pariser Platz
Brandenburger Tor

 

Heute frühstücken wir wieder bei „Junge Die Bäckerei.”, aber nehmen uns diesmal nur eine Speise, nämlich Rührei mit Lachs, zum Teilen.

Dazu jeder Kaffee und ein Glas frisch gepressten Orangensaft. Danach geht es gleich von der Friedrichstraße mit der U-Bahn direkt zum Pariser Platz und dem Brandenburger Tor.

Fein, heute ist keine Versammlung am Pariser Platz, aber leider auch bewölktes Wetter. Kann man nix machen.

Ein paar Fotos werden mitgenommen und nachher zum Denkmal für die ermordeten Juden Europas weitergegangen.

Nach obenDenkmal für die ermordeten Juden Europas (Holocaust-Mahnmal)

Berlin, Holocaust Mahnmal

 

Berlin, Holocaust Mahnmal

 

Berlin, Holocaust Mahnmal
IconBerlin, Holocaust Mahnmal

 

Das Holocaust-Mahnmal (Eröffnung 10. Mai 2005) besteht aus 2711 verschieden hohen Betonstelen, welche auf einem wellenförmigen Feld angeordnet sind. Wir stehen an einem Ende des Mahnmals und versuchen uns einen Überblick zu verschaffen. Das ist aber gar nicht so leicht, weil weder ein Mittelpunkt noch ein bestimmter Weg klar vorgegeben ist.

Irgendwie fühlen wir uns hier verloren. Vermutlich ist das auch genau jenes Gefühl des Verlorenseins, das der New Yorker Architekt Peter Eisenman bei den BesucherInnen der Gedenkstätte erzeugen wollte. Jeder von uns geht leise durch die Reihen, mal überragen uns die Stelen und versperren den Blick, dann wieder sind die Säulen sehr klein und lassen uns weit sehen. Beeindruckend und beklemmend. Den unterirdischen Ort der Information besuchen wir nicht, uns gelüstet jetzt mehr nach einem heißen Kaffee.

Nach obenPlatz der Republik und das Reichstagsgebäude

Berlin, Regierungsviertel

 

Berlin, Regierungsviertel
IconBerlin, Regierungsviertel

 

Wir sind jetzt am Platz der Republik angekommen. Sehr groß ist der Platz, etwa 4 ha Fläche. Sehr grün ist er auch, denn es gibt viel Rasen. Und sehr voll ist er, denn es sind recht viele Leute da. Vor uns ragt das imposante Reichstagsgebäude mit der Glaskuppel auf. Kann man die Glaskuppel und die Dachterrasse betreten?

Ja das geht, aber leider nicht spontan, sondern nur mit vorheriger Terminbuchung oder einer Führung. Die andere Möglichkeit ist eine Reservierung im Dachgartenrestaurant Käfer. Alexanders Versuch telefonisch einen Tisch zu erfragen, scheitert leider immer - die Leitung ist besetzt. Ok, wir verschieben unseren Besuch der Glaskuppel auf unseren nächsten Berlin-Aufenthalt.

Beim Fotografieren des Reichstagsgebäudes fällt uns auf, dass gerade viele weiße Sessel hin- oder weggeräumt werden. Insgesamt sollen 13.000 Stühle auf die Missstände im Flüchtlingslager Moria auf Lesbos und die Nicht-Reaktion der Regierungen aufmerksam machen.

Berlin, Regierungsviertel

 

Berlin, Regierungsviertel

 

Unser Rundgang durchs Regierungsviertel bringt uns zum nebenan liegenden Paul-Löbe-Haus, in dem die Bundestagsabgeordneten tagen. Auch für dieses Gebäude benötigt man eine vorherige Anmeldung, die wir nicht haben. Also gehen wir weiter.

Etwas weiter unten treffen wir auf ein Gebäude, das im Volksmund schon viele liebevolle Bezeichnungen erhalten hat: Angies Waschmaschine, Bundeswaschmaschine, Kohlosseum oder Elefantenklo. Gemeint ist das Bundeskanzleramt.

Gerhard Schröder hat die Dienstwohnung dort gerne angenommen, Angela Merkel nicht. Frau Merkel wohnt lieber weiterhin in einem klassizistischen Wohnhaus.

Nach obenHauptbahnhof und Cube Berlin

Berlin, Cube Berlin

 

Berlin, Skulptur Love-Hate
IconBerlin, Skulptur Love-Hate

 

Beim Überqueren des Spreebogenparks sehen wir in der Entfernung den Washington Platz samt Hauptbahnhof und 3XN Cube Berlin. Letzteres ist wirklich ein Kubus mit einer Breite, Höhe und Länge von jeweils 42,5 Meter.

Wir bemerken Leute am Dach „spazieren” und wollen dies natürlich auch gleich selbst erleben. Unsere Frage an der Rezeption wird aber vehement verneint - dieses Gebäude ist nicht für die Öffentlichkeit zugänglich!

Unser Blick in den Hauptbahnhof ergibt auch nichts Besonders, kein altes Glasdach oder ähnliches, nur viele neue Geschäfte. Ok, dann gehen wir wieder.

Immer der Spree folgend, kommen wir entlang des Kapelle-Ufers zum Marie-Elisabeth-Lüders-Haus, einem weiteren Gebäude des Regierungsviertels. Das Gebäude ist architektonisch interessant. Wahrscheinlich wird es darum auch gleich von 2 Fotografen als Kulisse benutzt.

Berlin, Regierungsviertel

 

Berlin, Spree
IconBerlin, Spree

 

Berlin, Regierungsviertel

 

In einem sehr großen, runden Fenster posiert ein spanisches Paar beim Tanz, während auf der Freitreppe zur Spree gerade ein Anzugträger (schwarzer Gürtel, braune Schuhe, pseudo-dynamisch) in Szene gesetzt wird und so den Aufgang blockiert.

Wir warten ein wenig genervt, bis auch das 500. Foto endlich im Kasten und die Treppe wieder für alle benutzbar ist. Das Warten hat sich gelohnt, die Aussicht ist wirklich nett hier.

Nach obenReichsbahnbunker Friedrichstraße

Reichsbahnbunker Friedrichstraße ist unser nächstes Ziel. Erbaut 1943 durch Zwangsarbeiter für bis zu 2500 Reisende der Reichsbahn, später als Techno-Palast genutzt (durch die bis zu 3 Meter dicken Wände dringt kein Laut nach außen) dient das Bauwerk jetzt als Ausstellungsort für zeitgenössische Kunst. Wer möchte, kann die Sammlung Boros nach vorheriger Anmeldung besichtigen.

Für unser Mittagessen finden wir heute eine Espressobar in der Reinhardtstraße 16 im netten Hinterhof, wo kleine Speisen angeboten werden. Wir wählen Spaghetti Carbonara, Salat und 2 Glas Wein. Die Bedienung ist ein wenig überfordert ob der vielen Gäste (offensichtlich viele Berufstätige) und so dauert unsere Bestellung sehr lange. Schlussendlich doch gut gesättigt machen wir uns auf zu unserem nächsten Ziel.

Nach obenPotsdamer Platz & Kollhoff Tower

Berlin, Potsdamer Straße 4
IconBerlin, Potsdamer Straße 4

 

Berlin, Potsdamer Straße 4
Sony Center, Dach

 

Berlin, Potsdamer Straße 4
Sony Center

 

Nun sind wir am Potsdamer Platz, genauer im Sony Center angekommen. Das Sony Center ist ein futuristischer Bau mit einem Dach, das an ein Zirkuszelt erinnert (aufgefächertes Zeltdach). Leider ist es gerade wieder mal bewölkt und so ganz ohne Sonne fehlt dem Bau ein wenig der Glanz. Nichtsdestotrotz sind wir beeindruckt!

Kann man da vielleicht aufs Dach hinauf? Wir irren ein wenig umher und befragen einige Leute, bis wir den Tipp erhalten, dass das Nebengebäude der Kollhoff Tower eine Dachterrasse zur Besichtigung hat. Ok danke, dann gehen wir jetzt dort hin.

Vor dem Sony Center fällt uns eine überdimensionale Giraffe aus LEGO Steinen auf. Diese gehört zum LEGOLAND Berlin, einem 3.500 m² großen Shop. Danke nein, den wollen wir jetzt nicht besichtigen.

Auf die Aussichtsterrasse des Kollhoff Tower bringt uns der schnellste Aufzug Europas. Wirklich wahr, kaum schlucken und schon sind wir oben. Da sich das Kohlhoff-Hochhaus nach oben verjüngt, gibt es mehrere übereinander liegende Stockwerke mit Terrassen. Der Panoramapunkt Berlin besteht also aus zwei Aussichtsebenen.

Berlin, vom Kollhoff-Tower
IconBerlin, vom Kollhoff-Tower
Potsdamer Platz

 

Berlin, vom Kollhoff-Tower
Bahn Tower

 

Berlin, Kollhoff-Tower
IconBerlin, Kollhoff-Tower

 

Nach der Runde auf der ersten Ebene landet man direkt im netten Panoramacafé. Wir erfreuen uns der Aussicht im rundum verglasten Café, 2 Cappuccinos und eines riesigen Stücks Kirschstreuselkuchens.

Über die zweite Aussichtsebene verlassen wir nach kurzem Stopp beim WC und einigen weiteren Panoramafotos den Kollhoff Tower wieder. Für ein längeres Verweilen an der frischen Luft ist es heute einfach zu windig.

Nach obenDeutsches Spionagemuseum Berlin & Monkey Bar

Berlin, Skulptur The Boxers (Keith Haring)
IconBerlin, Skulptur The Boxers (Keith Haring)

 

Berlin, Marlene-Dietrich-Platz
Berlinale Palast

 

Ein großer Name und die geringe Entfernung ziehen uns magisch an und so gehen wir ein paar Minuten zu Fuß zum Marlene Dietrich Platz. An die berühmte Schauspielerin erinnert nicht viel außer einem Metallschild, doch auf dem Gelände am Piano See stehen der Berlinale Palast und man findet jede Menge moderne Kunst und Architektur.

Es ist zwar keine Gegend, die man außerhalb eines Veranstaltungsbesuches ganz dringend besichtigen muss, aber wenn wir schon mal hier sind, gehen wir auch gerne eine Runde auf Erkundungstour und fotografieren die eine oder andere Skulptur wie z.B. „Untitled Boxers” von Keith Haring.

Zurück am Leipziger Platz leuchtet uns das Logo des Spionagemuseums in kräftigem Grün entgegen. KGB, Stasi, CIA, Agenten und Spione - ui, das klingt aber aufregend! Die Beschreibung verspricht eine interaktive Ausstellung und los ist auch gerade nicht viel. Also hinein mit uns, denn das wollen wir uns unbedingt anschauen!

Gezeigt werden im Deutschen Spionagemuseum eine Vielzahl an Exponaten wie Manelkameras, Geruchskonserven, Chiffriermaschinen, Abhörgeräte und, und, und. Zu unserer Unterhaltung können auch wir BesucherInnen uns am Passwörter knacken versuchen, Wanzen suchen, morsen oder uns bemühen, einen Lügendetektor auszutricksen. Alles in allem ein aufschlussreicher und sehr kurzweiliger Besuch, der interessant und lustig zugleich ist. Sehr empfehlenswert!

Berlin, Potsdamer Platz
Spionagemuseum, James Bond

 

Berlin, Potsdamer Platz
Spionagemuseum

 

Berlin, Potsdamer Platz
IconBerlin, Potsdamer Platz
Spionagemuseum, Enigma

 

Mittlerweile ist es später Nachmittag und unser Sinn steht nach einem Sundowner zum Tagesausklang. Mit der U-Bahn fahren wir zum Zoologischen Garten.

Hier steht ein denkmal­geschütztes Gebäudeensemble aus den 1950er Jahren, zu welchem das Einkaufscenter Bikini Berlin, das Kino Zoo Palast und das 25hours Hotel gehören.

Zuerst laufen wir durch die Shopping Mall, die im legendären Bikinihaus mit seiner Gesamtlänge von 200 m untergebracht ist. Der Name Bikini kommt übrigens von der zweiteilig wirkenden Architektur des Gebäudes, welche die Berliner an die gleichnamige Bademode erinnerte.

Es gibt neben Geschäften auch eine 7.000 m² große Dachterrasse, die bepflanzt und frei zugänglich ist. Man hat hier einen schönen Blick auf den Zoo. Natürlich ist Karin begeistert vom urbanen Grün, den Vergleich mit der Highline in New York findet sie aber doch ein bisschen weit hergeholt.

Am anderen Ende der Bikini Mall befindet sich das 25hours Hotel im anschließenden Hochhaus. Hier im 10. Stock liegt die Monkey Bar. Reservieren kann man nicht und so haben wir Glück, dass es keine lange Warteschlange gibt und wir gleich nach der Anmeldung in den Lift steigen und nach oben fahren können.

Berlin, von Berlin Monkey Bar
Kaiser-Wilhelm-Gedächtnis-Kirche, Turm

 

Berlin, von Berlin Monkey Bar
Bikini Berlin

 

Berlin, von Berlin Monkey Bar

 

Von hier hat man einen großartigen Blick über die Stadt und das Affenhaus des Zoos. Jetzt wissen wir auch, woher die Monkey Bar ihren Namen hat.

Man kann drinnen und draußen sitzen, wobei wir uns schlussendlich für drinnen entscheiden, denn es ist schon ein bisschen kühl und außerdem verstellen einem draußen die üppigen Pflanzen (ja, eh so schön!) ein wenig die Sicht.

Gestärkt von Aussicht, Ausruhen, Bier und Sweet Potatoe Fries mit Aioli - alles sehr gut, alles sehr hipp - machen wir uns schließlich auf den Heimweg ins Apartment. Mit einem kleinen Einkaufsstop bei Muji bringt uns der Stockautobus M29 fast vor die Haustür. Ach, was für ein langer und ereignisreicher Tag. Schlaf gut!

zu den FAQs und den Kommentaren
Auf der letzten Seite dieses Reiseberichtes findest Du die Fragen unserer BesucherInnen, welche uns im Laufe der Zeit erreichten und hast selbst die Möglichkeit einen Kommentar zu diesem Reisebericht zu hinterlassen.
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Eine Uhr, ein Auto und ein Tenor  |Ein Turm, eine Fabrik und Currywurst
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