Eine Statue, ein Gemälde und Street Art

Berlin, Jungfernbrücke
IconBerlin, Jungfernbrücke

 

Berlin, Museumsinsel
IconBerlin, Museumsinsel
Lustgarten, Springbrunnen, Berliner Dom

 

Berlin, Museumsinsel
Altes Museum

 

Guten Morgen! Heute starten wir unsere 9 -tägige Reise nach Berlin und Potsdam. Unser Wecker läutet so wie jeden Tag um 05:30. Zum Frühstück brauen wir uns einen Caffé Latte, danach noch ein wenig in der Wohnung zusammenräumen (wir wollen ja bei unserer Rückkehr in einem schönen Zuhause ankommen), waschen, anziehen und schon geht es mit dem Share Now Mercedes rasch zum Flughafen.

Hier ist ganz wenig los. Einerseits wahrscheinlich weil es noch recht früh am Morgen ist, andererseits ist die gähnende Leere aber ganz sicher auch Covid-19 geschuldet. Fast ein wenig gespenstisch wirkt die Situation. Nur das Terminal 3 ist geöffnet, so gut wie alles wird elektronisch abgewickelt und das Flughafenpersonal hält überall sehr viel Abstand. Selbst die Warteschlange beim Sicherheitscheck ist nur ganz kurz.

So, jetzt haben wir alle Formalitäten erledigt und freuen uns auf das Frühstück in der Skylounge. Croissants mit Schinken & Käse für Alexander und mit Marmelade für Karin. Alexander schlägt auch nochmal bei den süßen Nachspeisen zu. Natürlich wählen wir auch 2 Gläschen Prosecco und jeder eine Schokobanane – so heilige Traditionen müssen eingehalten werden.

Berlin, Die Hackeschen Höfe
IconBerlin, Die Hackeschen Höfe
Kunsthof (Hof 3), Büste Der Alte Fritz

 

Berlin, Friedrichsgracht

 

Abflug ist pünktlich um 09:00 und ab geht es Richtung Berlin – Tegel (TXL). Wegen der aktuellen Covid-19 Situation haben wir für Business Class zugezahlt, wir wollen möglichst viel Platz um uns herum haben. Wir sind heute die einzigen Passagiere in dieser Klasse und haben so jeder eine eigene Sitzreihe für uns ganz allein. Sehr freundlich!

Als Bordmahlzeit serviert man uns ein kleines, erlesenes Frühstück bestehend aus Erdbeer-Topfencreme, 2 Sandwich-Schnittchen sowie heißen und kalten Getränken. Der Flug dauert nur kurz, in etwas mehr als einer Stunde landen wir schon wieder am Flughafen Berlin Tegel. Bei unserer Ankunft regnet es leider ein klein wenig.

Berlin hat ein dichtes und gut ausgebautes öffentliches Nahverkehrsnetz und da wir uns die nächsten 9 Tage viel in der Stadt und ihrer näheren Umgebung bewegen wollen, kaufen wir uns gleich am Flughafen Tickets der Berlin WelcomeCard (BWC). Einmal für jeden ein 72h Ticket inklusive Museumsinsel und dann noch für jeden ein weiteres  Ticket für 6 Tage - Zone ABC. So sind die 9 Tage unseres Aufenthalts vollständig abgedeckt und wir können für die Verbindung vom Flughafen Tegel in die Stadt auch gleich das Ticket nutzen.

Berlin, Museumsinsel
Altes Museum, Amazone zu Pferde

 

Berlin, Museumsinsel
IconBerlin, Museumsinsel
Alte Nationalgalerie

 

Als Bleibe für die nächsten 9 Tage haben wir uns das Hotel Mondrian Suites ganz nahe dem berühmten Checkpoint Charlie ausgesucht. Zuerst mit dem Bus 128, danach ein paar Stationen mit der U-Bahn und das letzte kurze Stück gehen wir zu Fuß. Einzig Google Maps hat den Standort des Hotels Mondrian Suites nicht genau eingetragen und führt uns in den in der Nähe liegenden Rocket Tower. Der freundliche Hausmeister hilft gerne weiter – das Hotel ist ohnehin gleich um die Ecke. (Mittlerweile ist der Hotelstandort auf Google bereits korrigiert und richtig.)

Unser Apartment ist trotz der frühen Stunde schon fertig. Die Einrichtung gefällt uns, alles sehr gemütlich und es ist ausreichend Platz vorhanden. Frühstück gibt es leider nur auf Vorbestellung, zum Abholen und dann zum Verzehr am eigenen Zimmer (Covid-19). Dieses Service werden wir wohl eher nicht in Anspruch nehmen. Lieber besuchen wir eine der vielen in Gehweite liegenden Bäckereien und nehmen deren Frühstücksangebot in Anspruch. Auspacken und schon geht's los in Richtung Museumsinsel.

Nach obenMuseumsinsel

Berlin, Schleusen-Brücke
IconBerlin, Schleusen-Brücke

 

Berlin, Axel Springer Verlag
IconBerlin, Axel Springer Verlag

 

Frisch in Berlin angekommen, sind wir natürlich neugierig auf die Stadt, lassen Bus und U-Bahn links liegen und spazieren los. Der Fußweg zur Museumsinsel soll nur 20 Minuten dauern. Die perfekte Distanz für uns, um erste Eindrücke zu sammeln. Die Kontraste hier sind erstaunlich – älteres Haus mit historischer Fassade, gleich daneben ein ganz moderner Bau oder ein einem Plattenbau ähnliches Gebäude. Auch haben wir den Eindruck, dass es in fast jedem Hinterhof ein Café oder einen Laden gibt, allesamt von der individuellen, alternativen Sorte.

Es beginnt leicht zu regnen. Wir sind uns uneinig - wird der Regen stärker? Karin will nichts dem Zufall überlassen und geht zurück ins Apartment, um unsere Baseball Caps zu holen, die bei Regen die Brillen schlierenfrei halten sollen, während Alex im nahen Café „Wiener Feinbäckerei” wartet. Das Café hat erst vor ein paar Tagen eröffnet und kämpft noch mit ein paar kleinen Anlaufschwierigkeiten. Zum Bezahlen sind derzeit noch keine ausländischen Bankomat– und gar keine Kreditkarten möglich. Oh schade! Aber Alexander hat gar kein Bargeld dabei? Macht nichts, der Kaffee geht aufs Haus. Dankeschön!

Berlin, Bauakademie

 

Berlin, Museumsinsel
Lustgarten, Berliner Dom

 

Das Café „Wiener Feinbäckerei” liegt praktisch vis-à-vis dem Axel Springer Haus, welches während der Bauzeit (zeitgleich mit dem Bau der Berliner Mauer) mit Billigung der Bauherren einen Fluchttunnel unter der eigenen Baustelle hatte. Geschichte lässt sich in Berlin an jeder Ecke finden & spüren!

Was knurrt hier so laut? Ah, Alexander hat Hunger und prinzipiell ist auch Mittagszeit also kehren wir im Restaurant „Spitteleck Berlin” ein. Wir wählen eine geteilte Spezialität des Hauses, bei der wir quasi Premierengäste spielen, dazu 2 kleine Bier. Alles wird rasch geliefert und schmeckt einwandfrei. Einzig bei der Sauberkeit der Tische ist noch etwas Luft nach oben und deutliches Verbesserungspotenzial gegeben.

Unser Weg zur Museumsinsel führt uns ein kurzes Stück entlang der Leipziger Straße (schau, da vorne ist der Berliner Fernsehturm!), um dann in den Kupfergraben/die Friedrichsgracht abzubiegen. Bei der Schleusenbrücke sehen wir zuerst einmal den Berliner Dom. Sehr imposant, aber nicht unser aktuelles Ziel, denn wir wollen weiter zur Museumsinsel. Beim Erreichen derselben bemerken wir, dass auf der Museumsinsel fleißig gebaut bzw. restauriert wird, denn überall stehen Kräne und Baulärm ist allerorts zu hören.

Nach obenAltes Museum

Berlin, Museumsinsel
Altes Museum, Skulptur

 

Berlin, Museumsinsel
IconBerlin, Museumsinsel
Altes Museum, Skulptur

 

Berlin, Museumsinsel
IconBerlin, Museumsinsel
Altes Museum

 

Als erstes besuchen wir das Alte Museum. So wie alles hier auf der Museumsinsel gehört auch das Alte Museum zum Weltkulturerbe der UNESCO. Es wurde im Auftrag König Friedrich Wilhelms III. ab 1825 vom Baumeister Karl Friedrich Schinkel in 5 Jahren im Stil des deutschen Klassizismus erbaut. Es war das erste auf der Museumsinsel errichtete Museum.

Am Eingang werden unsere Tickets (Berlin WelcomeCard) kontrolliert und wir geben alles außer unseren beiden Kameras ab. Das Alte Museum ist der klassischen Antike gewidmet. Im Erdgeschoss ist Kunst des antiken Griechenlands ausgestellt. Steinskulpturen, Vasen, Kleinkunst und Schmuck werden hier schön präsentiert und die Hinweistafeln ergänzen die Stücke noch um aufschlussreiche Details.

In der Mitte des Alten Museums stoßen wir auf einen kreisrunden Kuppelraum – die Rotunde. Hier war ursprünglich der Aufstellungsort der riesigen Granitschale geplant, die jetzt vor dem Alten Museum steht. Aber auch ohne Granitschale ist der Raum prachtvoll und imposant. Das Ganze sieht irgendwie dem Pantheon in Rom recht ähnlich. Sehr beeindruckend!

Berlin, Museumsinsel
IconBerlin, Museumsinsel
Altes Museum, Skulptur

 

Berlin, Museumsinsel
IconBerlin, Museumsinsel
Altes Museum, Rotunde

 

Berlin, Museumsinsel
IconBerlin, Museumsinsel
Altes Museum, Rotunde

 

Im oberen Stockwerk setzt sich die Ausstellung weiter fort. Hier werden Kunst und Archäologie der Etrusker und der römischen Kaiserzeit gezeigt. Wir schlendern langsam hindurch, sind aber schon etwas überfordert und müde von den vielen Kunstgegenständen.

Als wir das Alte Museum wieder verlassen, spielt auf der Treppe gerade eine Blaskapelle und trötet auf „Weihnachtlichen Alphörnern”. Wir lauschen und nehmen ein wenig auf den Stufen Platz, um uns auszuruhen. Dann gehen wir weiter zu unserem 2. Museum auf der Museumsinsel.

Am Weg dorthin kommen wir an der James Simon Galerie vorbei. Diese ist heute noch geschlossen, öffnet leider erst nach unserer Abreise wieder, bietet aber mit dem modernen Säulengang ein hervorragendes Fotomotiv. Wir verbringen hier einige Zeit, um die Architektur aus den besten Blickwinkeln mit möglichst keinen anderen BesucherInnen abzulichten.

Nach obenAlte Nationalgalerie

Berlin, Museumsinsel
IconBerlin, Museumsinsel
Alte Nationalgalerie

 

Berlin, Museumsinsel
Alte Nationalgalerie

 

Berlin, Museumsinsel
Alte Nationalgalerie

 

Gleich hinter dem Alten Museum liegt die Alte Nationalgalerie. Der Bestand der Alten Nationalgalerie geht auf das Vermächtnis des Bankiers Joachim Heinrich Wilhelm Wagener zurück. Seine Gemäldesammlung legte den Grundstock der heutigen Alten Nationalgalerie.

Ein Gemälde folgt dem nächsten, wir sind überfordert. Bei den größeren verweilen wir kurz und betrachten die Details. Sonst kämpfen wir uns ein wenig von Raum zu Raum. Es gibt hier so viel zu sehen, ein Meisterwerk hängt neben den nächsten.

Bei den Werken von Caspar David Friedrich, Courbet, Constable und natürlich „unserem” Waldmüller verweilen wir länger. Die Alte Nationalgalerie verwahrt derzeit etwa 2.000 Gemälde, das ist einfach viel zu viel für uns.

Für heute haben wir genug Kultur getankt! Nur gut, dass uns dank der Berlin WelcomeCard auch in den nächsten 2 Tagen der Zutritt zu den Museen auf der Museumsinsel möglich ist. So können wir ohne schlechtes Gewissen die Forsetzung auf morgen vertagen. Wieder draußen an der frischen Luft bummeln wir über die Friedrichsbrücke in Richtung Hackescher Markt.

Nach obenHackescher Markt

Berlin, Stadtbahn Station Bahnhof Hackescher Markt

 

Schon nach wenigen Minuten erreichen wir den Hackeschen Markt. Hier herrscht ein farbenfrohes und fröhliches Treiben. Es wuselt in den Gastgärten der vielen Lokale ringsum, Händler preisen an Standeln ihre Waren an, Jung und Alt schlendern über die mit Kopfstein gepflasterten Straßen und unter den Bäumen. Und hinter allem leuchten die roten Ziegeln des alte Bahnhofs samt seinen wunderschönen Verzierungen.

Plumps, wir lassen uns erste Reihe fußfrei auf ein trübes Kellerbier bei Weihenstephan nieder. Ausruhen und Leute beobachten. Sehr entspannend! Viele junge Leute bummeln in lässiger Kleidung an uns vorbei, kein Wunder heute ist Samstag.

Ein Musiker aus Buenos Aires singt „Karin Songs”. Danach geht es für uns weiter zu den Hackeschen Höfen, welche unser Reiseführer als einen der schönsten Orte Berlins beschreibt. Wirklich!

Nach obenHackesche Höfe

Berlin, Die Hackeschen Höfe
Kunsthof (Hof 3)

 

Berlin, Die Hackeschen Höfe
Endellscher Hof (Hof 1)

 

Die Hackeschen Höfe sind bei Tag und Nacht ein Magnet für Berliner und Touristen gleichermaßen. So auch heute, obwohl das Wetter leider weiterhin trüb und leicht regnerisch ist. Das historische Gebäudeensemble mit Jugendstilfassaden bildet hübsche kleine Hinterhöfe mit zwischendurch ein wenig Grün.

Wau, hier gibt es viele kleine Shops! Da ein Hutmacher, dort ein Ampelmännchen Shop, in einem anderen Hof wird Glasperlenschmuck verkauft, wir sehen auch ein Blindenmuseum und wieder woanders erinnert uns der Stil an die Ruin-Pubs in Budapest. Karin bekommt süße Ohrringe von Lene Lundberg (das Model 59C mit gelben Flügeln) geschenkt. Insgesamt besuchen wir 8 Innenhöfe und sind jetzt richtig müde.

Zum Abendessen kehren wir nochmals zum Hackeschen Markt zurück und wählen eine Pizzeria mit Sitzplatz an der frischen Luft – samt Decke für Karin. Eine geteilte Salami Pizza, ½ Karaffe Rotwein und ein Mann mit Klarinette spielt stimmungsvolle Begleitmusik dazu. Wir sind glücklich und erfreuen uns der guten Dinge!

Wieder ein wenig gestärkt fahren wir mit der S-Bahn zum Bahnhof Zoologischer Garten. Es werden Erinnerungen an den Film „Christiane F. – Wir Kinder vom Bahnhof Zoo” aus dem Jahr 1981 wach. In unmittelbarer Nähe befindet sich die Kaiser Wilhelm Gedächtniskirche. Leider wird diese soeben zugesperrt – wir kommen ein andermal wieder hierher zu Besuch.

Berlin, Die Hackeschen Höfe
IconBerlin, Die Hackeschen Höfe
Anne Frank Zentrum, Street Art, Graffiti

 

Berlin, Zoo Berlin
IconBerlin, Zoo Berlin
Eingang, Elefanten

 

Berlin, Die Hackeschen Höfe
Rosenhöfe, Stiegenhaus

 

Noch ein paar Schritte weiter, am Breitscheidplatz, sehen wir das bekannte Elefantentor – ein Nebeneingang zum Zoo Berlin. Dieses ist jetzt in der Nacht wunderbar angestrahlt und wirkt so noch majestätischer.

„Lassen wir den Abend mit einem Cocktail in der Monkey Bar im 25hours Hotel Bikini Berlin ausklingen?” Das ist grundsätzlich eine nette Idee, aber die haben am Samstagabend auch schon sehr viele andere Menschen, wie die lange Schlange der Anstehenden recht deutlich zeigt. Ok das wird heute nichts mehr, wir sind müde und fahren zurück in unser Apartment. Gute Nacht, bis morgen.

zu den FAQs und den Kommentaren
Auf der letzten Seite dieses Reiseberichtes findest Du die Fragen unserer BesucherInnen, welche uns im Laufe der Zeit erreichten und hast selbst die Möglichkeit einen Kommentar zu diesem Reisebericht zu hinterlassen.
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