Das richtige Wetter für mein Foto

Gibt es „das richtige Wetter” zum Fotografieren? Du kennst doch sicher den Spruch: Es gibt kein falsches Wetter, sondern nur falsche Bekleidung. Genauso verhält es sich auch beim Fotografieren. Klar gibt es neben der passenden Kleidung beim Fotografieren noch Einiges mehr zu beachten. Von den Chancen und Risiken verschiedener Wettersituationen handelt diese Seite.

Nach obenSonnige Tage

An sonnigen Tagen fotografieren wir am ehesten. Das Wetter ist angenehm und so drängt es uns hinaus in die Landschaft. Dabei ist aber zu beachten: Wenn die Sonne hoch am Himmel steht, gibt es fast keine Schatten und die Fotos wirken nur wenig bis gar nicht plastisch.

Morgen- und Abendsonne erzeugt längere Schatten und Deine Bilder wirken daher lebendiger. Bei hoch stehender Sonne (um die Mittagszeit) hilft möglicherweise ein Aufhellblitz zur besseren Ausleuchtung Deines Motivs. Weitere Infos, wie Dein Motiv bei verschiedenen Lichtarten wirkt, findest Du auf unserer Seite verschiende Lichtverhältnisse.

Nach obenBewölkte Tage

Keine Sonne - keine guten Bilder. Der Schluss stimmt meiner Meinung nach nicht. Ein bewölkter Himmel kann die Stimmung einer Landschaft hervorragend unterstützten. Wenn Du zusätzlich auch auf die Bilddrittelung (Motiv auf der untere Linie) achtest, ergeben sich sicher sehr dynamische Aufnahmen.

An bewölkten Tagen ist das Licht weicher, was stimmungsvolle Bilder sehr unterstützt. Ist nur mehr (sehr) wenig Licht vorhanden, achte unbedingt auf die Belichtungszeit. Es herrscht Verwackelungsgefahr!

Nach obenbei Regen

Monsunregen
IconMonsunregen

 

Kameras sind wasserscheue Wesen . Daher lege hier besonderes Augenmerk auf Deine Ausrüstung. Deine Streulichtblende - auch wenn es der Name nicht vermuten lässt - eignet sich hervorragend gegen die lästigen Wassertropfen auf der Frontlinse. (Das „Ding” heißt wirklich Streulichtblede und nicht Sonnenblende oder Gegenlichtblende.)

Da Regen vor hellem Hintergrund nur schwer bis gar nicht erkennbar ist, bevorzuge ich dunkle Hintergründe. Dafür leuchten Pflanzen bei Regen deutlich intensiver und der Kontrast von nassen und trockenen Stellen in der Natur erzeugt ganz interessante Bilder.

Wenn der Regen aufhört und wieder Sonnenschein aufkommt, ergeben sich oft hervorragende Lichtstimmungen.Wenn dann auch noch ein Regenbogen erscheint, ist das Fotografenherz natürlich besonders entzückt.

Ähnlich wie beim Fotografieren an bewölkten Tagen gilt es auch hier, immer wieder einen prüfenden Blick auf die Belichtungszeit zu werfen. Verwackelungsgefahr!

„Die Stimmung während eines Gewitters ist oft beeindruckend. Wie kann ich aber Blitze fotografieren?” Du nimmst eine lange Belichtungszeit & ein Stativ & den manuellen Modus Deiner Kamera (Entfernung auf unendlich eingestellt) & viel Glück. Als praktische Einstellung kann ich empfehlen: „Bulb” (10 bis 20 Sekunden die Auslösetaste drücken) - Abends oder Nachts: Blende von 5,6 bis 8 / am Tag: Blende 16 um zu längeren Belichtungszeiten zu kommen - Filmempfindlichkeit ISO 100 - Brennweite 30 bis 50 mm.

Nach obenbei Nebel und Dunst

Früh am Morgen, wenn der Dunst oder Nebel sich langsam auflöst, entstehen oft mystische und eindrucksvolle Bilder. Da die Lichtverhältnisse zu dieser Zeit schwierig sind und daher manche Kameras bei der automatischen Belichtung nicht den optimalen Wert auswählen, erstelle immer mehrere Belichtungsreihen (sofern dies mit Deiner Kamera möglich ist). So besteht die größtmögliche Chance, das passende Foto zu erhalten.

Nach obenSchnee

Eines der größten Probleme beim Fotografieren im Schnee ist die Unterbelichtung. So viel Weiß täuscht die meisten Belichtungsmesser. Also ist ein wenig Handarbeit mit der Belichtungskorrektur gefragt. Wähle +1 bis +2 Blendestufen heller als Korrekturstufe.

Wenn Deine Kamera keine Belichtungskorrektur ermöglicht, dann erreichst Du den gleichen Effekt, indem Du den ISO-Wert Deines Filmes änderst. Durch eine Änderung von ISO/100 auf ISO/50 gibt der Belichtungsmesser dem Film doppelt so viel Licht. Der halbe ISO Wert verdoppelt die Lichtmenge, welche der Film bzw. die Speicherkarte erhält.

Auch der automatische Weißabgleich scheitert bei Aufnahmen im Schnee fast immer. Die sich bläulich auswirkende UV-Strahlung verwirrt die Automatik. Deshalb werden die Farben nicht richtig wiedergegeben. Stelle daher Deinen Weißabgleich auf „Manuell”. Ein Foto mit Schnee im Schatten kann gut als Refernz dienen. Alternativ kannst Du den Weißabgleich auch auf „Bewölkt” oder „Schatten” einstellen und erhältst ähnliche Ergebnisse.

Schneelandschaften können noch zauberhafter wirken, wenn Du auf ein passendes Motiv im Vordergrund achtest. Dieses verstärkt die Tiefenwirkung des Fotos.

Achtung: Batterien werden bei Kälte viel stärker beansprucht. Packe sicherheitshalber Ersatzbatterien ein, damit der Fotospaß nicht zu früh endet.

Nach obenwenn es stürmt und blitzt

Bei Stürmen erhältst Du leicht sehr dynamische Bilder. Alles bewegt sich. Wenn Du die Dynamik im Bild unterstreichen möchtest, dann wähle eine möglichst lange Belichtungszeit.Dadurch wird der Effekt des Sturmes noch verstärkt.

Wind ist aber ein großes Problem wenn Du Pflanzen formatfüllend fotografieren willst. Das sowieso schon heikle Fokussieren wird bei Wind zum reinen Glücksspiel. Dein Motiv wedelt hin und her und will einfach nicht ruhig halten. Die einzige „Abhilfe” die ich kenne ist viel Geduld. Getreu dem Motto „Abwarten und Tee trinken” lauere auf eine kleine Windpause und drücke während dessen schnell ab.

Um einen oder mehrere Blitze zu fotografieren benötigst Du viel Geduld und Ausdauer. Am „einfachsten” ist es, wenn Du auf der Kamera die Belichtungszeit „Manuell” oder „B” wählst, die Entfernung auf „unendlich” einstellst und die Kamera auf den Teil des Himmels, wo es hoffentlich bald blitzt, richtest. Warte auf alle Fälle, bis ein oder besser noch mehrere Blitze erschienen sind.

Nach obenbei Nacht

„Finster war's, der Mond schien helle, ...” [Quelle unbekannt]. Mit diesen Worten beginnt ein in unzählige Variationen bekanntes Gedicht. Und genau bei diesem Lichtverhältnis entstanden meine besten Nachtaufnahmen. Der Mond strahlte voll oder zumindest fast voll vom Firmament. Dadurch war wenigstens ein klein wenig Licht vorhanden, welches vom Motiv reflektiert werden konnte. Als Richtwert für die Belichtung verwende ich 4 -5 Minuten bei ISO 100. Auch dabei haben erst Belichtungsreihen die richtige Stimmung eingefangen.

Unabdingbar für eine gute Nachtaufnahme ist auch ein stabiles Dreibein-Stativ. Weil: Gute Stative erleichtern das Leben sehr!

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Nach obenBisher gibt es für diese Seite 4 Kommentare

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Anjani
schrieb am 13. Februar 2005

Super Seite. Sicherlich haben Foto-"Anfänger" mit Deinen Tipps bald noch mehr Spaß am Fotografieren...

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heribert bernardi (E-Mail-Adresse bekannt)
schrieb am 2. November 2005

Tolle Tips,sehr brauchbar

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Marius
schrieb am 11. September 2007

Bin sehr beeindruckt über deine Seite. Ich werde wohl nie ein professioneller Fotograf werden, aber für meine Hobby-Fotografien sind hier reichlich und ausführliche Tipps für Anfänger vorhanden. Danke!

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Schorsch
schrieb am 10. Juni 2009

Prima Seite! Endlich verstehe ich auch einmal, warum was wie beim fotografieren funktioniert.

 

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