Die ersten Tage

Samstag, 8. September 2007

So, heute geht's also los in unseren Erholungsurlaub nach Sardinien. Da unser Flug erst zu Mittag ist, haben wir am Vormittag genügend Muße, um fertig zu packen. Karin hat bereits gestern vorgearbeitet und so bleibt außer Waschsachen verstauen und Koffer schließen eigentlich kaum noch etwas zu tun.

Hotel IsMorus
IconHotel IsMorus

 

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Das vorbestellte Taxi steht pünktlich vor der Haustür und bringt uns zum Flughafen. Beim Check-In sehen wir auf der Waage, dass beide Koffer leicht über den erlaubten 20 kg sind. Es wird aber nicht erwähnt und auch nichts von Aufpreis gemurmelt - fein!

Sitze in der Exit Row sind ebenfalls verfügbar und so strecken wir nach einem kürzeren Spaziergang durch die Geschäfte - Zeitschriften kaufen und auch einen Reiseführer - und längerem Herumsitzen in der Lounge unsere Füße im Flieger aus. Der Flug selbst verläuft ereignislos und dauert sogar 20 Minuten kürzer als geplant.

Am Flughafen in Cagliari bereitet uns die örtliche Reiseleiterin einen netten Empfang, aber leider ist unser Fahrer noch nicht da. Wir erhalten 2 Cappuccino zur Überbrückung der Wartezeit. Giro, unser Fahrer, kommt wie angekündigt und bringt uns nach etwas mehr als einer ½ Stunde Fahrzeit zum Hotel Is Morus.

Auch hier gibt es ein nettes Willkommen, und man führt uns durch die Anlage. Super Ausblick aufs Meer und ein hübscher Park. Allerdings wäre er mit etwas mehr Wasser und einem Besen gleich noch um vieles hübscher. Unser Zimmer ist im Haus Gamma im ersten Stock, Zimmer 1.

Aha - Stille - gegenseitiges vorsichtiges Ansehen - so, so - wieder Stille - das ist also unser Zimmer. Warten wir mal bis wir unsere Koffer bekommen und beraten wir dann in Ruhe.

Hotel IsMorus

 

Hotel IsMorus

 

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Was hat das Zimmer an Pluspunkten: das Bad ist sehr sauber und mit etwa 2x1,5m recht geräumig, vom wunzigen Balkon haben wir eine netten Blick aus Meer, die Klimaanlage tut brav ihren Dienst und das leise.

Auf der Leider-Nicht-Seite verbuchen wir: Der Fotograf des Prospekts ist nahe der Genialität, denn die Wirklichkeit und das Foto haben leider wenig gemeinsam. Das Zimmer ist nur ca. 3,5x3m klein. Was man nicht alles mit einem Fisheye-Objektiv, etwas Entzerrung und einem Ausschnittsfoto darstellen kann. Nach kurzem Kriegsrat schlendern wir zur Rezeption. Vielleicht gibt es andere, größere Zimmer.

Die Rezeptionistin ist freundlich und bemüht, aber leider ist das Hotel fast ausgebucht (so ein Zufall und das Mitte September). Da alle Standard-Zimmer gleich groß sind, bleibt nur der Umtausch auf eine Suite. Heute Abend ist aber kein Tausch mehr möglich - erst morgen früh nach dem Frühstück. Auch die Beantwortung von Alexanders Frage nach dem Aufpreis muss auf die Kollegin und auf morgen Früh warten. Ok warten wir's ab.

Frisch gemacht und umgezogen erscheinen wir zum Abendessen. Artig bleiben wir beim Eingang stehen und warten, dass uns jemand zu einem Tisch führt. Und warten, und warten. Wir werden wohl gegrüßt, aber das war es auch schon wieder. Als der 3. gute Geist (KellnerIn) an uns vorbei gehen möchte, sind wir schon sehr konsterniert - „Bitte was ist hier kaputt?” Dann hat doch eine Kellnerin mit uns Erbarmen und zeigt uns 2 freie Tische zur Auswahl. Geschafft wir haben einen Platz.

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Man reicht uns die Weinkarte und wir lassen uns beraten. So kommen wir zu „Terre Bianche”, einem leicht fruchtigen, sardischen Wießwein. Auch eine Flasche Mineralwasser bestellen wir dazu. Zu essen gibt es zuerst einen Vorspeisenteller (Wurst, Schinken, Oliven, Käse, Brot), dann Ravioli mit Ricottafülle und Paradeissauce (Tomatensauce). Als Hauptgang bekommt alexander Schwein, während Karin Fisch gewählt hat.

Der Fisch wird vorgelegt, wie fein! Oder doch nicht? Nach dem Tranchieren durch den Kellner an unserem Tisch war das arme Tier ganz sicher tot so wie der nur des Italienischen mächtige Ober auf ihm rumgesäbelt hat. Alexanders „Pork” entpuppte sich leider als kalte fette Schweinerippchen. Das war aber nicht ganz so schlimm, da er eh schon satt war.

Bei der Nachspeise tut sich unser Kellner wieder besonders hervor. Auf die Frage „Was gibt es denn zur Auswahl?” (auf der Karte stehen 3 Speisen - leider ist die Karte nicht mehr da) antwortet er stereotyp mit „Käse oder Obst”. Jedes unserer englischen Worte wird mit schiefem, unverständigem Blick und „Käse oder Obst” beantwortet.

Ok, er hat gewonnen - Karin wählt Käse, Alexander Obst und erhält eine Schüssel mit je einem ganzen Stück Apfel, Pfirsich, Ringlotte, Kiwi und einer Traube Weintrauben. Für eine Person ist das sicher nicht schaffbar!

Nach dem Abendessen zieht es uns ins kleine Zimmer - schnell schlafen gehen und hoffen, dass es morgen nach dem Frühstück mit dem Zimmertausch klappt. Gute Nacht!

Nach obenSonntag, 9. September 2007

Guten Morgen! Recht gut haben wir geschlafen. Karin etwas länger, sodass der arme Alexander wegen des kleinen Platzangebotes mit Null Ausweichmöglichkeit im Dunkeln wach gelegen ist, bis sie ihren Schönheitsschlaf endlich beendet hat. Ach, was für ein rücksichtsvoller Mann!

Hotel IsMorus
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am frühen Morgen

 

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am frühen Morgen

 

Nach Zähneputzen, Duschen und Anziehen, zieht er denn auch gleich voll Tatendrang mit der Kamera los, um die ersten zaghaften Strahlen des Sonnenaufgangs einzufangen. Karin macht sich inzwischen fertig und packt die paar Utensilien, die wir gestern aus den Koffern genommen haben, gleich wieder ein. Wir sind ja überzeugt davon, heute in ein schöneres Zimmer umzuziehen.

Als Alexander zurück kommt können wir auch schon zum Frühstück gehen, das es hier ab ½ 8 Uhr gibt. Es herrscht freie Platzwahl und wir tun es den wenigen anderen Frühaufstehern gleich und setzen uns auf die Terrasse, die uns beim Abendessen ja mangels Reservierung verwehrt bleibt.

Das Frühstücksbuffet ist soso lala. Es gibt frisches Obst - das gleiche wie beim abendlichen Dessert - Käse, Wurst und Schinken - die gleichen wie auf dem abendlichen Vorspeisentellern - süßes Gebäck, Joghurt, hartgekochte Eier, Frühstückscerialien, zweierlei Säfte, Weißbrot und allerlei Marmeladen. Satt kann man schon davon werden.

Nach dem Essen gehen wir schnurstracks zur Rezeption. Die Dame weiß schon Bescheid, da die Kollegin ja ein Zettelchen hinterlassen hat. Aber auch sie hat nicht die Kompetenz zum Glücklich machen, da muss schon die Managerin her. Diese kommt um 9:30 Uhr und da sollen wir doch bitte noch einmal wieder kommen. OK, machen wir.

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Inzwischen spazieren wir durch die Anlage und schauen mal, was es denn noch so an Unterkünften gäbe. Von großen Villen für mehrere Familien bis zu kleinen semi-detached Cottages ist alles vorhanden. Wir kommen auch an einem Kinderspielplatz vorbei, der wohl kein Pickerl mehr bekäme und an irgendetwas, das vielleicht einmal eine Boggia-Bahn gewesen sein könnte - vor Jahrzehnten.

Kurz nach ½ 10 sind wir wieder an der Rezeption und nun ist auch die Managerin da. Sie ist sehr freundlich und spricht ausgezeichnet Deutsch. Die semi-detached Cottages sind hier die Junior Suiten. Wir könnten eine um € 1.170,- Aufpreis für die restlichen 13 Tage haben und wir dürfen sie natürlich vorher anschauen. Gesagt getan. Von der Rezeptionistin geleitet marschieren wir zum Häuschen Apollo 1.

Das ist aber viel hübscher hier! Ein Wohnbereich mit ordentlichem Couchtisch, Sofa und Fauteuil, ein Schreibtisch mit Sessel, Bad, Garderobe und draußen eine kleine Terrasse. Ja bitte, wir wollen nicht mehr in das Wuzi-Zimmerl zurück. Alexander handelt die Managerin noch freundlich und nett auf € 1.000,- und der Umzug ist gebongt.

Den restlichen Tag verbringen wir im Schatten am Pool nur durch ein Mittagessen an der Snackbar mit schönem Ausblick unterbrochen. Hm, so lässt sich's faulenzen.

Nach obenMontag, 10. September 2007

Den Tag haben wir am Pool verbracht, es war jedoch recht windig. Mittagessen gab es deswegen auf der Terrasse, wo auch Frühstück und Abendessen serviert wird. Für Karin ein Insalata Nizzarda, für Alexander noch mal Mozarella Caprese. Beides hat wieder gut geschmeckt.

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Sonnenaufgang über dem Meer

 

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Sonnenaufgang über dem Meer

 

Nach dem Mittagessen bestellen wir an der Rezeption ein Mietauto ab morgen für 3 Tage. Wir wollen Wasser bunkern und es hält uns ja doch nicht die ganze Zeit am Pool. Könnte ja sonst sein, dass wir etwas Ur-Schönes versäumen.

Am Nachmittag gibt es noch mehr Wolken, der Wind macht Karin Gänsehaut und Alexanders Nase sieht aus wie ein Leuchtfeuer bei Sturmwarnung. Karin verordnet Bettruhe und dem wird auch ohne Widerstand Folge geleistet. Alexander verschläft den Nachmittag - er scheint das wirklich zu brauchen - und Karin liest und döst auch ein wenig.

Am Abend gibt es dann wieder Dinner im Restaurant - natürlich immer noch im geschlossenen Bereich, da wir nur gefragt und noch nicht „bestochen” haben ;-). Das Essen ist heute ganz nach Karins Geschmack: Schrimpscocktail mit Avocado, Spaghetti mit Muscheln und gemischte frittierte Meeresfrüchte. Sehr lecker!

Trotz des schläfrigen Nachmittages fallen wir auch heute nach dem Abendessen in unsere Betten und es dauert nicht lange, bis wir wieder im Land der Träume sind. Gute Nacht!

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