San Francisco - Go West

Im Koffer packen haben wir Dank unserer vielen Reisen ja schon genügend Übung und so ist zumindest das kein Thema mehr, wenn wir schon so zeitig aufstehen müssen. Also nur schnell duschen, ein bisserl was frühstücken, Handgepäck nochmal auf Vollständigkeit prüfen und schon steht das Taxi vor der Tür.

So früh am Morgen gibt es keinen Stau und so sind wir knapp 30 Minuten später schon am Flughafen. Als mittlerweile routinierter Vielflieger (14-tägige Dienstreisen bringen doch mehr als nur Aufstehen zu Unzeiten) checkt Alexander uns beim Selfservice Check-In ein und umgeht so die doch nicht unbeträchtliche Schlange wartender Mitpassagiere.

Ein kurzer Streifzug durch den Duty Free-shop - Parfums schnüffeln ist ein netter Zeitvertreib - und ein Latte Macchiato in einem der offenen Cafés und schon ist Zeit zum Boarden. Der Flug nach London Heathrow ist mit seinen knapp 2 Stunden ja ein Klacks gegen das, was uns dann noch bevorsteht und geht ja auch wirklich im Flug vorbei.

Hobart Building in der Market Street
IconHobart Building in der Market Street

 

San Francisco

 

In Heathrow bleiben uns nach dem Wechsel zum Abflugsterminal und der Sicherheitskontrolle noch Zeit zum Bummeln und für eine Stärkung. Alexander wird bei Timberland im Abverkauf fündig während Karin nur ein Blasenpflaster ersteht. Immerhin in Aktion: zahl 2 nimm 3!

Unseren Imbiss nehmen wir im Caviar House ein - man gönnt sich ja sonst nichts und in Anbetracht der bevorstehenden 10 Stunden Flug und der berühmt-berüchtigten Verpflegung der BA darf die „Henkersmahlzeit” gerne etwas Besonderes sein. Das ist sie denn dann auch. Die Balik Lachsvariationen und das dazugehörige Balik Bier, das ein Jahr lang in alten Eichenfässern gelagert wird, haben es sowohl geschmacklich als auch vom Alkoholgehalt (11% Vol.) her in sich.

Beschwingt und angenehm müde klettern wir also 3 Stunden später an Board des Airbus, genießen die Extra-Beinfreiheit (eine kleine Wiedergutmachung, da wir nicht alle beisammen sitzen konnten) und schlafen kurz nach dem Abheben ein. Der Flug verläuft zum Glück völlig ruhig und ereignislos mit relativ viel Schlafen - das Balik Bier merken wir uns! - Filme anschauen und gelegentlicher Verpflegung. Trotzdem sind wir sehr froh, als wir am Spätnachmittag endlich am Flughafen San Francisco landen und uns wieder strecken und richtig die Beine vertreten können.

San Francisco
IconSan Francisco

 

Zum Beine in den Bauch stehen haben wir dann wie üblich beim Immigration Office noch genügend Gelegenheit. Aber obwohl die Schlange recht lang ist, geht es doch erstaunlich zügig voran. Vielleicht 15 Minuten und dann sind auch schon wir an der Reihe: linker Zeigefinger, rechter Zeigefinger, Blick in die Kamera für das abschließende digitale Foto, danke und baba.

Unser Gepäck heben wir rasch vom Förderband und rollen auf den Blue Train zu, jenen Flughafenzug, der uns von unserem Ankunftsterminal zu den hier massenhaft vorhandenen Autovermietungen bringt. Und das völlig automatisch und ganz ohne Fahrer. Bei Hertz angekommen übernehmen wir unseren bereits reservierten Wagen, einen blauen Toyota Corolla, der die nächsten Tage unser fahrbarer Untersatz sein wird und lassen uns noch schnell den Weg zu unserem Hotel erklären. Schlussendlich sind alle Formalitäten erledigt und wir sind endlich wirklich angekommen.

Nach obenTreasure Island

San Francisco Skyline
IconSan Francisco Skyline

 

Bay Bridge
IconBay Bridge

 

Wir verlassen das Flughafengelände und folgen dem Highway 101 Richtung Norden. Es geht ein ziemlicher Wind, der die Wolken tief vor sich her zum Meer treibt. Haben wir die teilweise sehr warmen Jacken, die wir im Flieger gesehen haben ob der heimatlichen Temperaturen noch ziemlich übertrieben gefunden, so verstehen wir jetzt das folgende Zitat von Mark Twain schon viel besser: „The coldest winter I have ever experienced was a summer in San Francisco” (Der kälteste Winter, den ich je erlebt habe, war ein Sommer in San Francisco).

Nach einigen Meilen taucht vor uns die Skyline von The City auf. Da unser Hotel ganz in der Nähe des Fisherman's Wharf liegt pirschen wir uns von Süden entlang des Highway 80 in die Stadt. „Die nächste Abfahrt nehmen wir dann.” meint Alexander, aber leider ist gerade dort eine Baustelle und jetzt keine Abfahrt vom Highway möglich. Schade, denn nun fahren wir über die Bay Bridge und damit wieder aus San Francisco hinaus.

Yachthafen auf Treasure Island
IconYachthafen auf Treasure Island

 

Da die Brücke durch die kleine Yerba Buena mit der angeschlossenen Treasure Island geteilt ist, fahren wir hier kurzerhand ab, um eine kleine Rast ein zu legen und die ersten Fotos zu schießen. Treasure Island wurde aus dem Schutt, der beim großen Erdbeben 1906 entstand, aufgeschüttet. In ihrem Entstehungsjahr 1939, war die Insel für die damalige Weltausstellung gedacht. Danach wurde sie eine Zeit lang als Navy Stützpunkt genutzt und schließlich 1996 gemeinsam mit dem Presidio in öffentliche Hand übergeben.

Als wir aussteigen weht uns eine steife Brise um die Nase. Wahrscheinlich ist das auch der Grund, warum diese Stadt (wir sind ja sehr nahe) so gut riecht. Ein bisschen nach Pinien, Rosmarin und ganz viel nach Meer. Smog, Abgase oder dieser typische Großstadtgeruch fehlen hier gänzlich - nicht, dass wir das vermissen!

Der Ausblick über die Bay gefällt uns wirklich gut. Vor uns liegt San Francisco mit der Transamerica Pyramid und dem Coit Tower, der aus einem dunkelgrünen Kranz heraus schaut. Beide prägen die Skyline ganz besonders und machen sie unverwechselbar. Ein paar Schritte links, ein paar Schritte rechts und einige Fotos später setzen wir unseren Weg in die Stadt fort.

Nach obenFisherman's Wharf, Pier 39

Fisherman's Wharf - Blick auf Alcatraz
IconFisherman's Wharf - Blick auf Alcatraz

 

'Seafood to go'

 

Unser Hotel, ein Marriott, befindet sich direkt an der Fisherman's Wharf, sodass wir uns nach dem Beziehen unserer Zimmer zu Fuß dorthin aufmachen. Einerseits wollen wir uns noch ein wenig die Beine vertreten, andererseits wäre ein Abendessen auch nicht schlecht. Nur zwei Blocks weiter sind wir auch schon mitten auf der quirligen Flaniermeile.

Um die Wende vom 19. zum 20. Jahrhundert siedelten hier italienische Fischer, die der Gegend auch den Namen gaben. Seit den 50er Jahren hat sich das Viertel zu einem Touristengebiet entwickelt.

Es gibt viele Geschäfte mit mehr oder weniger kaufenswerten Andenken, Vergnügungseinrichtungen und scheinbar unendlich viele Lokale, in denen man köstliche Fischgerichte und Meeresfrüchte speisen kann.

Genau ein solches Restaurant steuer wir an, erklimmen die steilen Treppen ins oberste Stockwerk, um einen Tisch mit Blick aufs Meer zu ergattern. Hmpf! Vor uns ist eine lange Schlange an anderen Gästen, die ebenfalls gerne einen Tisch hätten. Der Kellner, der unsere Reservierung aufnehmen möchte meint, dass wir ca. 40 bis 50 Minuten warten müssen. Nein danke, dass drücken wir nach der langen Reise nicht mehr durch.

Fisherman's Wharf, Pear 39
IconFisherman's Wharf, Pear 39

 

Fisherman's Wharf, Pear 39
IconFisherman's Wharf, Pear 39

 

bunt blinkende Brillen
Iconbunt blinkende Brillen

 

Wir schlendern noch durch die berühmten Pier 39. Es handelt sich dabei um eine ehemalige Bootsanlegestelle, die sehr hübsch hergerichtet wurde. Die Geschäfte und Lokale sind in Fischerhütten ähnlichen Holzhäuschen untergebracht, welche mit Holztreppen und Holzplanken verbunden sind.

Dazwischen gibt es bunten Blumenschmuck. Auch hier versuchen wir unser Glück in einem Fischlokal, doch die Wartezeit auf einen Tisch ist hier genauso lang.

Gut also, dann essen wir heute eben im Hotel! Gesagt getan - wenige Minuten später sitzen wir ohne Wartezeit vor einem Teller dampfenden Essens. Canelloni mit Meeresfrüchten für Karin und frittierte Schrimps für Alexander. Die Portionen sind typisch amerikanisch, sodass wir die Hälfte überlassen müssen.

Gesättigt und nun endgültig reif fürs Bett fahren wir mit dem Lift 2 Stockwerke hoch zu unserem Zimmer und fallen nur mehr in die Matrazen und Kissen. Hier werden wir schlafen wie die Prinzessin auf der Erbse. Gute Nachrrrr...chrrr...

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