Scheußliches Wetter und schöne Künste

Calle de Alcala, Regen

 

Museo del Prado
IconMuseo del Prado

 

Kirche San Jeronimo el Real
IconKirche San Jeronimo el Real

 

Als wir das erste Mal aufwachen und vorsichtig ein Auge riskieren, ist es noch recht finster. Auf Alexanders Frage nach der Uhrzeit murmelt Karin etwas von „noch viel zu früh” und wir schlafen beide wieder ein.

Der gestrige Tag war doch recht anstrengend und ein bisserl noch ruhen wird uns gut tun. Beim zweiten Mal Aufwachen ist es kurz nach 07:00 und somit eine optimale Zeit aufzustehen. Also buenos dias und raus aus den Federn!

Erst mal duschen, anziehen und ein Lokal für ein Frühstück suchen. Draußen ist es noch sehr ruhig auf den Straßen. Hola Ihr Madrilenos, schlaft Ihr alle noch?

Das Café gleich neben unserem Hotel hat noch zu, Starbucks eine Türe weiter, das wir eigentlich ausgewählt hätten, ebenso. Nach dem Überqueren der Straße finden wir eine Bar, die bereits geöffnet hat und wo schon einige wenige Einheimische am Tresen sitzen.

Paseo del Prado
IconPaseo del Prado

 

Palacio de Comunicaciones
IconPalacio de Comunicaciones

 

Museo del Prado
IconMuseo del Prado

 

Wir wagen uns hinein und klettern auf 2 Barhocker. 2 Mal Café con leche por favor und jeweils ein Croissant mit Schoko und eines mit Mandel. Wir deuten auf eine Glasvitrine, in der die süßen Gebäckstücke ausgestellt sind. Der Kellner sieht ein bisschen aus, als hätte er schon seit gestern Abend Dienst und folgt Karins zeigendem Finger geröteten Auges.

Wir schlürfen den heißen Milchkaffee, der beim Servieren ein wenig aus dem Häferl in die Untertasse geschwappt ist und beißen herzhaft von den Croissants ab, die wir halbe-halbe geteilt haben. Schmeckt ganz gut und ist sicher authentischer als Starbucks, wo man ganz genau weiß, was man bekommt, weil es nämlich auf der ganzen Welt das Gleiche ist. Zugegebener Maßen ist es dafür auch überall gleich gut.

Das an- und abschließende Stück Blätterteig-Dingsbums mit viel Rosinen und wenig Geschmack, das wir uns aus der Vitrine aussuchen, hätte es dafür nicht sein müssen. Nun gut, man kann nicht nur gustatorisch erfreuliche Erfahrungen machen, wenn man auf Ausprobieren aus ist.

Palacio de Comunicaciones
IconPalacio de Comunicaciones

 

Palacio de Comunicaciones
IconPalacio de Comunicaciones

 

Palacio de Comunicaciones
IconPalacio de Comunicaciones

 

Als wir zahlen und gehen, fängt es ziemlich zu regnen an - um nicht zu sagen es schüttet wie aus Schaffeln! Unser rotäugiger Kellner hat schon vor ein paar Minuten etwas davon gesagt, dass es nach Wasser röche oder so - wirklich spanisch sprechen wir ja nicht.

Also Jacken über die Köpfe gezogen und losgerannt. Das Hotel ist ja glücklicher Weise eh nur schräg über die Straße.

Alexander ist not amused wegen des Wetters, Karin versucht dem Nass doch noch etwas Gutes abzugewinnen: wenn das Wetter besser wäre, würden wir wohl eher nicht den Prado besuchen. Aber jetzt! Bei Sonnenschein gehören wir mehr zu jenen Besuchern, die sich ihr Reiseziel primär von außen ansehen. Zwar hat Madrid diesbezüglich auch einiges zu bieten, aber den Prado zu versäumen wäre fast schon frevlerisch.

Wieder am Zimmer holen wir erstmal unsere Regenjacken aus dem Kasten und ziehen auch den Regenschutz über die Fotorucksäcke. Dann kann's losgehen in Richtung Prado. Als wir ankommen, haben wir wirklich Glück, da noch kaum Leute unterwegs sind und wir gar nicht um Tickets anstehen müssen.

Nach obenMuseo del Prado

Palacio de Comunicaciones
IconPalacio de Comunicaciones

 

Palacio de Comunicaciones

 

Unsere nassen Jacken und die Rucksäcke geben wir bei der Garderobe ab und dann geht es los zum Kunstgenuss! Anfang des 19. Jahrhunderts wollte Karl IV. eine Pinakothek ähnlich dem Pariser Louvre anlegen. 1818 wurde für diesen Zweck das von Karl III. geschaffene Gebäude des Königlichen Museums der Naturwissenschaften im Prado de San Jeronimo (Wiese des Heiligen Hieronymus) ausgewählt und generalsaniert.

1819 folgt dann die feierliche Eröffnung eines der größten und bedeutendsten Kunstmuseen der Welt. Sein Ruhm begründet sich auf den ca. 3.000 Gemälden, die neben spanischen Malern auch holländische Meister wie Rembrandt und namhafte Künstler wie Dürer, Caravaggio oder Botticelli umfassen.

Ab 1971 wurden dann die Werke des 19. und 20. Jahrhunderts in das Museo Reina Sofia ausgelagert und 1997 begann der Erweiterungsbau des Prado. Ursprünglich durch den spektakulären Umbau des Louvres ausgelöst, hatte es aber auch der seit Jahrzehnten zerbröckelnde barocke Kreuzgang des Hieronymusklosters dringend notwendig, einer Restaurierung unterzogen zu werden.

Palacio de Comunicaciones
IconPalacio de Comunicaciones

 

Palacio de Comunicaciones

 

Im Erweiterungsbau ist dieser Kreuzgang nun Stein für Stein abgetragen, restauriert und überdacht worden. Zwischen den alten Säulen sind teilweise Skulpturen ausgestellt. Eine spannende Verschmelzung von alt und neu.

Die 3 Stockwerke umfassende permanente Sammlung schlendern wir mit dem Audioguide bewaffnet ab. Zwar lassen wir uns Zeit, jedoch bleiben wir nur von jenen Gemälden, die uns besonders gefallen, länger stehen und hören, was der Guide darüber zu erzählen weiß oder lesen die Erklärungen.

Viele schöne und interessante Bilder berühmter Künstler gibt es hier zu bewundern. Goya, Velazques, Holländische Meister, Tizian füllen Raum um Raum des riesigen Museums. Sehr beeindruckend!

Einmal legen wir eine kurze Pause ein, um im Museumscafe eine Kleinigkeit zu essen und mit Espresso wieder einen neuen Energieschub zu bekommen. Es ist gemütlich hier zu sitzen, in den weißen, chilligen Möbeln und die recht guten Speisen zu verzehren. Der Espresso ist übrigens von Nespresso. Ein Weilchen dauert es dann dennoch, bis wir uns zu den nächsten Ausstellungsstücken aufmachen.

Palacio de Comunicaciones

 

Der Gemälde ist noch lange kein Ende und wir sehen Originale von Dürer wie „Adam und Eva” oder „Selbstbildnis mit Landschaft” und Hieronimus Boschs verstörendes Tafelbild „Garten der Lüste”. Letzteres ist im Original ebenso faszinierend wie auf den diversen Kopien, die es von dem berühmten Bild gibt.

Die Symbolik, die für die höllischen Qualen und teilweise sogar für die paradiesischen Freuden gewählt wurde, lässt einem die Gänsehaut über den Rücken laufen. Welch grausige Fantasien das Mittelalter doch gebar.

Trotz der Größe der permanenten Ausstellung und der Tatsache, dass es noch unzählige sehenswerte Stücke gäbe, haben wir aber irgendwann genug. Unser Kunstpuffer ist zum Überlaufen voll und das Wetter draußen ist mittlerweile tatsächlich etwas besser geworden. Also auf zur nächsten Station, dem Palacio Real.

Nach obenPalacio de Comunicaciones (Kommunikationspalast)

Palacio de Comunicaciones
IconPalacio de Comunicaciones

 

Palacio de Comunicaciones

 

Palacio de Comunicaciones

 

Als wir zur nächsten U-Bahnstation gehen, kommen wir am ehemaligem Kommunikationspalast vorbei, der gänzlich restauriert und nun zum Kulturzentrum umfunktioniert wurde. Der Palast an der Plaza Cibele, war früher nichts anderes als das Zentral­postamt von Madrid.

Der ursprünglich 1917 fertig­gestellte Bau ist ein wirklich wunderschönes Gebäude, das ganz dem Geschmack des Architekten Antonio Palacios (nomen est omen) entsprach.

Mit seiner verschnörkelten, an die spanische Spätgotik angelehnten Fassade und den monumentalen Ausmaßen verdient es den Spitznahmen, den die Madrilenos ihm verpasst haben wirklich: Nuestra Senora de las Communicaciones (Unsere Frau von der Kommunikation).

Im Inneren ergibt sich nach der Restaurierung ein interessanter Kontrast zwischen alten Mauern und modernster Stahlkonstruktion. Ganz oben im obersten Stockwerk befindet sich auch eine Aussichtsterrasse, die heute allerdings leider wegen Schlechtwetter geschlossen ist. Vielleicht haben wir an einem anderen Tag mehr Glück.

Nach obenPalacio Real

Plaza de Isabel II

 

Plaza de Isabel II
IconPlaza de Isabel II

 

Metro Station Banco de Espana

 

Bei Banco de Espana steigen wir in die Metro und tauchen bei der Station Opera, nahe der Plaza de Isabel II., wieder an die Oberfläche.

Opera ist nach dem Teatro del Opera benannt, das 1850 von Isabel II. eröffnet wurde. Hier wurden erfolgreiche Inszenierungen von Verdi- und Wagner-Opern aufgeführt und Konzerte abgehalten. Auch das Konservatorium ist gleich um die Ecke, sodass der Platz immer eine starke Beziehung zur Musik hatte.

Uns gefallen hier vor allem die gefliesten Straßenschilder, kleinen Cafés und alten Tavernen - natürlich alle mit Bezug zu Königlichem, zur Musik oder gleich zu beidem.

Auch ein altmodischer Kiosk, an dem die Madrilenos nicht nur ihre Zeitungen und Zeitschriften kaufen, sondern auch ein paar Minuten auf ein Schwätzchen bleiben, zieht unsere Aufmerksamkeit auf sich.

Plaza de Oriente, Reiterstatue Philipp IV
IconPlaza de Oriente, Reiterstatue Philipp IV

 

Plaza de Oriente
IconPlaza de Oriente

 

Plaza de Oriente

 

Nur ein paar Schritte entfernt liegt die Plaza Oriente, umgeben von prächtigen Häusern und geschmückt mit viel Grün. In der Mitte des Platzes sitzt Felipe IV. auf seinem Pferd und überblickt die gepflegte Anlage.

In einem der schönsten Häuser ist auch das Café de Oriente untergebracht, in dem man seinen Kaffee oder Aperitif genüßlich schlürfen kann. Bei schönem Wetter am besten auf der beliebten Terrasse, die auf den Platz hinausgeht.

Wir gehen durch die gepflegte Grünanlage, sehen in der Ferne die bunten Keramikschindeln der Kuppel von Santa Teresa y San Jose und stehen bald vor dem Eingang zum Palacio Real.

Glücklicherweise müssen wir auch hier nicht lange anstehen und so stopfen wir nur wenige Minuten später unsere Foto­rucksäcke in die Schließfächer und starten mit dem Rundgang durch den königlichen Palast.

Zuerst überqueren wir den imposanten Ehrenhof. Dem Schloss genau gegenüber, allerdings mit etwas weniger Platz davor, steht die imposante Kathedrale Santa Maria Real de la Almudena. Weltliche und geistliche Macht blicken einander sozusagen ins Angesicht.

Plaza de la Armeria Palacio Real
IconPlaza de la Armeria Palacio Real

 

Plaza de la Armeria Palacio Real
IconPlaza de la Armeria Palacio Real

 

Santa Maria la Real de la Almudena

 

Bis ins 18. Jahr­hundert stand an der Stelle des heutigen Königs­palastes noch der Alcazar, das maurische Wehr­schloss der Regenten, der zu Weih­nachten 1734 ab­brannte und einen Neubau notwendig machte.

Felipe V. beauftragte Juan Bautista Sachetti mit den Bauarbeiten und es entstand ein vierflügeliger Palast, der zu den größten seiner Zeit zählte.

Viele prächtige Zimmerfluchten und Säle, von denen es insgesamt an die 2.000 hier gibt, bekommen wir auf unserem Rundgang zu sehen. Interessant finden wir vor allem die chinesischen Kunstgegenstände wie Vasen und sogar ganze Zimmer mit asiatischen Zierelementen und Ausstellungsstücken.

Plaza de la Armeria Palacio Real
IconPlaza de la Armeria Palacio Real

 

Kathedrale Santa Maria la Real de la Almudena

 

Als wir uns an den prunkvollen Räumlichkeiten satt gesehen haben, wagt sich gerade die Sonne ein wenig zwischen den dicken Regenwolken hervor. Ein günstiger Zeitpunkt, um den Ehrenhof in freundlichem Licht nochmals zu betrachten und zu fotografieren.

Nach dem Besuch des Palacio Real spazieren wir ein wenig durch die umliegenden Gassen und kehren schließlich auf ein spätes Mittagessen in eine Taberna ein. Obwohl, was wir und vor allem unsere knurrenden Mägen als spät empfinden, ist für die Spanier gerade normal.

Wir bestellen natürlich Tapas. Chorizo und Stückchen vom iberischen Käse dazu ein Seidel und einen Pfiff Bier. Die beiden Teller mit den Tapas kommen rasch, schmecken gut, machen auch satt, sind aber eigentlich recht teuer. Egal, wir lassen's uns schmecken, strecken unsere Beine unter dem Tischchen aus und genießen die Atmosphäre in dem blau-weiß gekachelten Gästeraum.

Als wir mit unserer Mahlzeit fertig sind und die Taberna - natürlich nach dem Begleich der Rechnung - wieder verlassen, ist der Regen vorbei und die Sonne taucht Madrid in ein hübsches Licht. Wir umrunden nochmals die Plaza de Oriente und unternehmen dann einen Spaziergang durch kleinere Gassen und entlang der Gran Via.

Nach obenStadtteil Gran Via

Plaza de Oriente, Park Palacio Real

 

Monasterio de la Encarnacion

 

Royal Asturian Mining Company

 

Der Weg führt uns auf die Plaza de Espana mit dem gleich­namigen Hoch­haus. Hier sitzt Cervantes und blickt auf eine Wasser­fläche. Zu seinen Füßen reiten Don Quijote und Sancho Panza, deren Pferd und Esel zwecks Fotos gerne von Alt und Jung erklommen werden.

Westlich vom Universitätsviertel, entlang der Calle de Ferraz sind Gärten angelegt. Mit einer besonderen Sehenswürdigkeit wartet der Parque del Oeste auf: einem echten ägyptischen Tempel!

Cervantes Denkmal, Edificio Espana

 

Plaza de Espana

 

Plaza de Espana, Edificio Espana
IconPlaza de Espana, Edificio Espana

 

Der Templo de Debod stammt aus dem 2. Jahrhundert v.Chr. und wurde bei der Errichtung des Assuanstaudamms abgetragen und original­getreu wieder aufgebaut.

1968 erhielt Spanien den Tempel als Geschenk von Ägypten, ein Zeichen des Dankes für die Unter­stützung spanischer Ingenieure bei der Erhaltung historischer Anlagen, die durch den Bau des Assuanstaudamms geflutet worden wären.

Von hier heroben hat man auch einen wunderbaren Blick auf Madrid bis zur Sierra de Guadarrama. Madrilenos liegen in der Abendsonne im Gras und lassen es sich gutgehen, während wir verzückt Fotos von der sanft beleuchteten Skyline machen.

Da der Reiseführer etwas von Rosengärten erzählt, die etwas weiter vorne angelegt wurden, laufen wir noch ein Stückchen dem Park entlang.

Es sieht mehr und mehr nach Wohnviertel aus, der Park ist zwar noch immer da, aber wir finden keine Rosen. Also biegen wir die nächste Querstraße ab und marschieren zur U-Bahnstation Argüelles.

Nach obenBrot statt Rosen

Sancho Panza
IconSancho Panza

 

Don Quijote
IconDon Quijote

 

Parque del Oeste, Templo de Debod

 

Wir kommen an einem Einkaufszentrum vorbei, in dem Karin eine ihrer Lieblingsmarken Desigual entdeckt. Nichts wie hinein mit uns! Es wird gestöbert und auch das eine oder andere probiert, jedoch ist nicht das Richtige dabei. Wir gehen wieder.

Die Metro bringt uns zur Puerta del Sol, wo wir Ausschau nach der Reklame von Tio Pepe, die am Dach eines der umliegenden Häuser angebracht sein soll. Leider ist das Gebäude gänzlich eingerüstet und auf dem Dach befindet sich derzeit keine Leuchtreklame.

Durch die Fußgängerzone schlendern wir langsam in Richtung unseres Hotels und schauen die vielen, schönen Geschäften und interessanten Läden an. Schließlich stehen wir vor einem Desigual Shop mit mehreren Stockwerken und natürlich müssen wir auch hier hinein.

Santa Maria la Real de la Almudena

 

Parque del Oeste

 

Vom Keller bis unters Dach ist alles voll mit den farbenprächtigen, bunten Kleidungsstücken und Karin kann sich beim besten Willen nicht entscheiden. Außerdem bricht langsam eine rechte Müdigkeit aus. Na, jetzt wissen wir ja, wo der nächste, große Desigual Shop ist und vielleicht gibt es an einem anderer Tag mehr Entscheidungsfreude als jetzt im Augenblick.

Am Weg retour zu unserem Hotel Regina sehen wir Benita Ferrero-Waldner samt ihrem Gatten im Starbucks Kaffee trinken. Alexander wird zuerst auf das bekannte Gesicht aufmerksam und geht ein paar Schritte zurück, um sich zu vergewissern. Ja, sie ist es wirklich! Freundliches Winken allerseits und wir gehen weiter.

Im Hotel nehmen wir uns nur kurz Zeit, um die Rucksäcke abzulegen und gehen gleich wieder auf Straße. Täten wir das nicht, würden wir wahrscheinlich auf der Stelle hungrig einschlafen.

Plaza de la Puerta del Sol, Casa de Correos

 

Plaza de la Puerta del Sol, Glasdach der Metro Station
IconPlaza de la Puerta del Sol, Glasdach der Metro Station

 

Wir haben uns aber vorgenommen, in einer kleinen Taberna namens „La Gilda” einzukehren, die uns am Herweg aufgefallen ist. An der Bar stehen viele Einheimische, reden laut durcheinander und haben offensichtlich gute Laune.

Wir gehen nach hinten ins Lokal und Lassen uns an einem Zweiertisch nieder. Gleich kommt die nette, tempramentvolle Kellnerin und bringt die Karten für Speisen und Getränke. Nein, Englisch wird hier nicht gesprochen, nur Spanisch. Sagt's mit breitem Lächeln und schaut uns erwartungsvoll an. Für Alexander bestellen wir ein Krügerl, Karin ordert ein Glas Sangria. Beides kommt prompt und schmeckt sehr gut.

Die Kellnerin merkt, dass wir auf die spanische Karte etwas verloren schauen und deutet auf einen Bereich. Dazu meint sie „Tapas, Tapas!”.

Ah, danke - Karin fängt zu übersetzen an. Wir wählen Patata ali oli, Chorizo frito und Piemento con queso. Die Auswahl wird von der Kellnerin mit einem freundlichen Nicken goutiert. Puh, Glück gehabt!

Als Gruß des Hauses gibt es einen Teller Paella für uns beide gemeinsam. Ist sehr nett, schmeckt ok, aber reißt uns nicht vom Hocker. Dann kommen die Tapas und die sind eine Wucht!

Figur am Edificio Metropolis

 

Wir schlemmen begeistert in den Erdäpfeln mit Knoblauch­mayonnaise, in pikantem Olivenöl badender Wurst und dem blubbernden Käse, der geschmolzen über die Paprika rinnt. Karin bestellt auch »una mas Sangria«.

Wir essen und trinken bis fast zum Platzen. Zum Abschluss verlangen wir la cuenta und hinterlassen auch ein hübsches Trinkgeld für viel einheimische Freundlichkeit. Hasta luego y buenas noches.

Am Heimweg merkt Karin, dass der Sangria doch keine Gewürzlimonade war und ist froh über Alexanders Arm. Am Zimmer tippt sie unter Aufbieten letzter Kräfte und größter Disziplin noch Reiseberichtstichworte, dann fällt sie wort- und grußlos ins Bett. Chrrrr…

In der Nacht sind wir leider mehrmals von lauter Musik munter geworden. Zwar war's ein durchaus guter Rhythmus aber nicht um 03:00 früh bitte!

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