Meine erste Rose

Was wäre Romantik ohne eine Rose? Wer's jetzt noch nicht bemerkt hat, dem sei es ganz explizit geflüstert: Ich bin eine hoffnungslose Romantikerin! Das äußert sich in den verschiedensten Dingen, die mir gefallen. Sei es die Musik, die ich gerne höre, die Bücher, die ich lese, die schuschelige Zweisamkeit, die Alex und mir so heilig ist und natürlich auch der ideale Zaubergarten, den ich mir vorstelle.

Foto: "The Fairy"
"The Fairy"
Die ersten Blüten

 

Am liebsten wäre es mir, ich könnte die Üppigkeit und Farbenpracht eines Bauerngartens in meine Pflanztröge kriegen.

Ich finde es wunderschön, wenn sich aus Sonnenhut, Paradeisern und Löwenmaul eine leuchtende, rot-gelbe Kombination ergibt (in ein paar Wochen hab' ich das - frohlock), silbergraue Krauthappeln neben purpurnen Astern gedeihen (vielleicht etwas für den Herbst) und Hängeerdbeeren aus den Ampeln quellen (für nächstes Jahr geplant). Die ultimative Krönung sind für mich aber rosa Rosen mit etwas Blauem wie z.B. Rittersporn daneben oder Glockenblumen als Unterpflanzung. Das muss ich haben!

Nach obenWird sich eine Rose im Topf wohl fühlen?

Nachdem ich nicht so gerne „Wegwerfpflanzen” mag und ein Rosen-Laie bin, war das meine größte Sorge. Ich habe zwar schon mindestens genauso oft gehört, dass Rosen dankbar und pflegeleicht sind, wie das genaue Gegenteil. „Fang Dir nichts mit Rosen an, die sind so heikel!” sagt mein Vati öfter. Und dann will ich so eine edle und sensible Pflanze in einem Topf vergewaltigen…? Doch, das geht!

Ermutigt durch Einträge in einem meiner Lieblingsforen (siehe Meine Gartenlinks), habe ich mich also mal im Netz auf die Suche gemacht. Das Objekt meiner Begierde soll ein Zwergstamm sein (ca. 40 cm), kleinwüchsig, also am besten eine Miniaturrose, und winterhart.

Nebstbei muss sie unbedingt rosa sein (ob zart oder kräftig ist eher sekundär) und bitte wenigstens ein bisschen gut riechen. Gut gefallen mir die Blütendolden von Polyantharosen, da sie auch meiner Vorstellung von der barocken Fülle eines Bauerngartens - in meinem Fall halt en miniature - entsprechen. Die klassische Edelrosenform ist hingegen nicht so mein Geschmack.

Tolle Tipps (unter „Die Rosenfibel”) und viele, viele Sorten mit schönen Bildern habe ich beim Rosenzüchter Kordes gefunden. Mein derzeitiger Favorit ist „Charmant”.

Einziger Wehrmutstropfen - ich kann nicht hingehen, life anschauen und gleich mitnehmen! Mal sehen, ob ich in den Gärtnereien im Umkreis fündig werden…

Nach obenBitte zusammenrücken

Foto: "The Fairy" HST
"The Fairy" HST
Frisch getopft am Einzugstag - 2. Juli 2003

 

Das mit meinem mangelnden räumlichen Vorstellungsvermögen hab', ich ja schon erwähnt. Um sicher zu gehen, dass der Platz für die begehrte Rose auch vorhanden ist, habe ich also mal die schon vorhandenen Tröge links und rechts auseinander geschoben. Ächz, stöhn, dass das aber auch so schwer sein muss!

Und außerdem „beißen” mich die Spieren immer! Will sagen ich zerkratze mir mit den dünnen Ästchen Hände, Arme und sonstige unbekleidete Körperteile, sodass ich am nächsten Tag oft die Frage zu hören bekomme „Jöh, hast Du ein Katzerl?” Nein, bissige Pflanzen .

Schaut gut aus mit dem Platz. Alexander kommt und bestätigt, dass das wirklich machbar ist und wir trotzdem noch bei Tisch sitzen können. Super! Maßband her und gleich das Maximalausmaß abnehmen und aufschreiben, damit ich beim Kauf keinen optischen Täuschungen erliege.

Nach obenEine Fee für eine Elfe

Ich hab' sie - sie ist da!!! Jubel, träller, freu…
Seit heute, 2. Juli 2003, ziert The Fairy unser Gärtlein. Nicht von Kordes, sondern vom Starkl in Vösendorf. Life anschauen und mitnehmen wollen hat die schönen Bilder besiegt.
Einige kleine Änderungen gibt's schon zur ursprünglichen Planung, aber das Ergebnis ist voll zufrieden stellend.
Also, The Fairy

Größtenteils gibt's somit Übereinstimmung mit meinen Vorstellungen.
Was sie nicht tut ist duften. Macht aber nix! Ich habe mich von dem - übrigens sehr hilfsbereiten und freundlichen - Gärtner bei Starkl überzeugen lassen, dass man wegen der Läuse und weil's so „klassisch” ist doch am besten Lavendel als Unterpflanzung wählt. Und der duftet eh so gut! The Fairy ist auch keine Zwergrose sondern ein Bodendecker. Macht auch nix, Hauptsache sie sprengt den vorhanden Platz nicht und das wird sie nicht.

Foto: Lavendel
Lavendel
Im Hintergrund ergeben Löwenmäulchen einen hübschen Kontrast

 

Das bringt uns auch gleich zu den nächsten Unterschieden, nämlich dass das Stämmchen erstens höher ist als ursprünglich gewollt, nämlich 80 cm, und zweitens nicht straff aufrecht wachsend. Das heißt wenn sie mal größer ist, wird sie überhängen. Wenn ich das so recht bedenke, gefällt mir das sogar noch besser, als ein aufrechter Hochstamm .

Also eingekauft, inklusive Blähton für die Drainage, Rosenerde, einem g'scheiten großen Kübel (nach dem Messen natürlich) und 2 Lavendel, heimgeschleppt und eingetopft. Jetzt steht sie da als krönende Zierde des Gärtleins. Der Lavendel duftet ganz wunderbar und schaut auch noch toll neben den orange-gelben Löwenmäulchen aus, die just heute wieder zu blühen begonnen haben. Und bald, bald werden die vielen Knospen aufgehen, die jetzt schon zu sehen sind.

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Diana (E-Mail-Adresse bekannt)
schrieb am 20. Juli 2007

Schmunzel :-)) ich war auch nie der Rosen-Fan. Aber seit diesem Jahr, als meine Rosen in allen Farben (gelb, lila, rot, rosa) geblüht haben, hab ich sie lieben gelernt. Dieses Jahr möchte ich unbedingt noch eine blutrote und den Lavendel gibts auch schon in Töpfen, der im Herbst ins Beet zwischen die Rosen kommt. Freu mich jetzt schon aufs nächste Jahr, wenn die neue Rose treibt !

 

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