Eine Reise zu Elfen und Trollen

 

„Niemand ist für seine Träume verantwortlich,
für die Umsetzung aber trägt jeder selbst die Verantwortung.”
Autor unbekannt

Am 2. Juli hatte Alexander wieder einmal Geburtstag - wie schnell die Jahre nicht vergehen. Viele Gratulanten fanden sich ein und manche brachten materielle Geschenke mit. Von Karin erhielt er zusätzlich ein besonderes Geschenk: ein virtuelles. Der folgende Reisebericht handelt von dieser Überraschung. Überreicht wurde das Geschenk mit den Worten: „Eine Reise zu Elfen und Trollen”.

Nach obenDie Tage davor

Zwischen dem Reisebeginn und Alexanders Geburtstag lagen 3 lange Tage des Wartens und der Ungeduld. So sehr auch Alexander überlegte und versuchte, sich ein Bild von dieser Reise zu machen, er konnte die Worte „Eine Reise zu Elfen und Trollen” nicht deuten. Er fand keinen sinnvollen Zusammenhang zwischen dieser Beschreibung und einem möglichen Reiseziel. Karin verriet mit keinem Wort ihre Überraschung und so blieb Alexander nichts anderes übrig als zu warten und zu raten.

Als einzige Assoziation fiel ihm zu diesen Worten ein Ort mit dem Namen „Märchenwald” im südlichen Burgenland ein. Dieser Märchenwald ist ein kleiner Vergnügungspark, in dem Szenen aus bekannten Märchen nachgestellt sind. Dies ist sicher für Kleinkinder eine nette Überraschung aber ist dies das Überraschungsgeschenk für einen 41.sten Geburtstag???

Nach obenWir fahren los

Samstag, späterer Nachmittag. Mittlerweile wusste Alexander ein klein wenig mehr. Die Überraschung dauert das komplette Wochenende. Das waren auch schon alle neuen Erkenntnissen, welche er herausfinden konnte. Da Alexander beim Koffer packen nicht anwesend sein durfte, konnte er auch aus dem Inhalt des Koffers keine Rückschlüsse auf das Ziel ziehen. Einzig die Picknick-Decken, die Karin mitschleppte, kamen ihm ein wenig spanisch vor.

Rosenburg
ein malerischer Teich in der Burg

 

So ging die Reise mit unbekanntem Ziel am Nachmittag los. Der Weg führte von Wien, vorbei an vielen gelben Sonnenblumenfeldern, in Richtung des Waldviertel. Diese Felder waren sehr nett anzusehen, da alle Sonnenblumen, in Reih und Glied aufgestellt waren und ihre Köpfe in die gleiche Richtung zeigten. Wie Zinnsoldaten!

Während der Fahrt gab Alexander keine Ruhe und spekulierte über das mögliche Ziel. Was kann „Eine Reise zu Elfen und Trollen” bedeuten? Welche Orte liegen in Niederösterreich? Wohin könnte uns unsere Reise führen?

Dann kam der erlösende Einfall: Was wäre, wenn wir wieder eine Freilichtaufführung besuchen und das Stück von Elfen und Trollen handelt? Bingo! Das war es! Nachdem sich das Rätsel bei der Ankunft von alleine gelöst hätte und Alexander obendrein das Ziel erraten hatte, gab Karin nach und erzählte alle weiteren Einzelheiten.

„Unsere Reise führt uns zuerst zur Rosenburg. Dort werden wir die Freilichtaufführung 'Ein Sommernachtstraum' von William Shakespeare sehen. Danach übernachten wir in der Hochzeitssuite im 'Gasthof zur Stadt Horn', wo Du noch eine weitere Überraschung erleben wirst. Das Programm am Sonntag ist vom Wetter abhängig und daher entscheiden wir dies erst am Sonntag.” waren Karins erlösende Erklärungen und Alexander freute sich sehr.

Nach obenWir kommen an

Nachdem wir noch mehr als 2 Stunden Zeit hatten, bis die Vorstellung begann, sahen wir uns zuerst die Innenräume der Rosenburg an. Sehr viel ließ man uns leider nicht betrachten, aber das, was wir besichtigen konnten, war nett. Besonders hat uns das bunte Deckengemälde in einem der alten Räume beeindruckt.

Rosenburg
Blick auf die wunderschöne Decke des Hauptsaales

 

Danach spazierten wir in der näheren Umgebung ein wenig durch den Wald. Hier waren wir zwei ganz allein und genossen die sommerliche Abendstimmung.

Während unseres Spazierganges lauschten wir dem Rauschen des Waldes, fühlten die vereinzelten warmen Sonnenstrahlen, welche ihren Weg durch die Baumkronen auf unsere Schultern fanden und verzehrten die bereits reifen Himbeeren am Wegesrand. So verging die Zeit wie im Flug.

Vor der Vorstellung tranken wir noch ein Glas Rotwein und hofften, dass das Wetter nicht umschwenken und es zu regnen beginnen würde. Eine Freilichtaufführung im Regen würde nicht zu dem netten Abend passen.

Dann war es 20:30 und das Spiel begann! Mehr als 3 Stunden wurde uns bestes Theater geboten. Das Bühnenbild war sehr modern und eher spartanisch. In der Mitte des Turnier- platzes der Rosenburg war ein kleiner Hügel. In seiner Mitte eine kreisrunde Drehscheibe mit Rindenmulch abgedeckt und 2 großen knorrigen Baumstämmen darauf. Rund um den Hügel gab es einige Sträucher in Töpfen und 4 Hochstände. Aus fertig!

Durch das dauernde Kommen und Gehen der Akteure wurde uns ein sehr lebendiges Schauspiel gezeigt. Die Inszenierung von Andrea Janauschek (Regie) war sehr gut an unsere heutige Zeit angepasst worden und gar nicht altmodisch. Auch die Kostüme waren beeindruckend. Die Elfen in silbrig glänzenden Gewändern, Puck der Troll im erdfarbenen Fell-Outfit, Titania und Oberon in prächtigen Kostümen. Nach der Vorstellung genossen wir ein hervorragendes Abendessen in dem gleich an die Burg angrenzenden Restaurant. Knapp nach Mitternacht machten wir uns zur letzten geplanten Überraschung des Tages auf.

Nach obenDie Übernachtung in der Hochzeitssuite

Die Hochzeitssuite ist das beste Zimmer im „Gasthof zur Stadt Horn” und hat einige Überraschungen zu bieten. In dem sehr nett eingerichteten Zimmer direkt unter dem Dach fanden wir ein Wasser-Himmel-Bett und daneben einen nett angebrachter Spiegel (warum der Spiegel an dieser Stelle angebracht ist sei Deiner Fantasie überlassen ). Im Badezimmer folgte sogleich die nächste Überraschung: ein Whirlpool. Jedenfalls haben wir uns sehr wohl gefühlt und den Aufenthalt genossen .

Nach obenDer Tag danach

Am späten Vormittag gönnten wir uns zuallererst ein ausgiebiges Frühstück inklusive Zeitung lesen. Das Wetter an diesem Tag war leider nicht berauschend und so beschlossen wir am Sonntag nichts Neues mehr zu unternehmen und unsere Reise zu beenden. Alexander freut sich bereits heute auf seinen nächsten Geburtstag, welcher hoffentlich wieder mit einer netten Reise verbunden ist.

Nach obenBisher gibt es für diese Seite 2 Kommentare

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Gasthof Hagmann
schrieb am 29. März 2006

Hallo aus dem Waldviertel!
Ein wirklich toller Reisebericht unserer Heimat! lg Gasthof Hagmann

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Home Travel Service (Reisebüro Cottbus)
schrieb am 15. Mai 2006

Ein schöner Bericht mit romantischen Bildern. Erinnert mich an unsere Reise "Auf den Spuren von Rosamunde Pilcher" und macht richtig Lust.

Großes Lob aus Cottbus. Auch für die anderen Berichte.

 

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