Im Winter

Foto: Chrysanthemen
Chrysanthemen
Letzte Erinnerungen an die Farbenpracht des Sommers an grauen Novembertagen.

 

Zu meinen allerliebsten Jahreszeiten zählt er ja nicht, der Winter. Es ist kalt, es wächst nichts und ich bin meines Frei­luft­zimmers weitgehendst beraubt. So richtig schön ist der Anblick meines Gärtchens auch nicht immer. Wenn draußen Kahl­frost herrscht, oder kalter Regen alles in trübes Grau taucht, fallen mir Abdeckplanen und kahle Stellen besonders unangenehm auf. Aber lasst uns den schönen Seiten des Winter zuwenden, die es unbestritten auch gibt!

Je nach Witterung hole ich Ende Oktober, Anfang November die Tonkegelchen und Erdspießchen meiner Bewässerung aus den Trögen, Töpfen und Kübeln. Sie werden gereinigt - was meist mit einem tagelangen Einweichen und anschließendem Bürsten verbunden ist - und bleiben bis zum Frühjahr im Abstellkammerl, „Abteilung Gartenbau”.

Die Ventile werden geöffnet und Restwasser aus dem Zufuhr­schlauch abgelassen. Auch den 2-Wege-Verteiler, den Druck­reduzierer und die verschiedenen Aufsätze für den Garten­schlauch nehme ich über den Winter hinein. Chrysanthemen, Erika und vereinzelte Rosenblüten erinnern noch an den Sommer. Mit den fallenden Temperaturen geben aber auch sie nach und nach klein bei.

Am 1. Advent nehme ich dann die Weihnachts­dekoration in Betrieb. Dezent und ohne Blinken - Weihnachten ist ja eine stille Zeit. Schön ist es dann, wenn uns der sanfte Schein der Sternchen begrüßt, wenn wir Abends heimkommen. Auch die heiße Tasse duftenden Gewürztees schmeckt noch viel besser, wenn draußen die Schneeflocken im milden Schein nieder rieseln. Gemütlich!

Foto: Weihnachtszeit
Weihnachtszeit
Leuchtende Sternchen im Zaubergärtchen.

 

Winzige Rosenkugeln sorgen für ein bisschen Farbe, sodass der Schmuck bis Drei König durchaus passend ist. Beginnend mit Silvester ist ja bereits weniger Besinnlichkeit, dafür mehr Narrenfreiheit angesagt - und dazu macht sich das glänzende Bunt recht gut.

Aber nicht nur die Weihnachtsbeleuchtung ist in der dunklen Jahreszeit wichtig, sondern überhaupt spielt die Außenbeleuchtung jetzt eine bedeutendere Rolle. Einerseits brauche ich zu dem bisschen Arbeit, das auch im Winter verrichtet werden muss - da denke ich an Gießen, Vogelfutter im Häuschen nachfüllen, hin und wieder aufkehren und generell nach dem Rechten sehen - genug Licht, andererseits lässt sich die Dunkelheit ein wenig vertreiben, indem man das eine oder andere sehenswerte Objekt beleuchtet und so stimmungsvoll in Szene setzt.

So kommt es auch, dass das Lichtband, welches wir entlang der Dachkante verlegt haben, nicht nur an lauen Sommerabenden unsere Terrassenaufenthalte beleuchtet, sondern auch im Winter, wenn die Sonne nur ein seltener Gast ist, Helligkeit in das Himmelsgärtchen bringt.

Im Dezember, wenn die nächtlichen Temperaturen dann schon dauerhaft um die -5° sind, ist auch die Zeit, den Pflanzen ein Wintermäntelchen anzuziehen. Besonders meine geliebten Rosen werden geschützt. Bisher standen sie nur dicht zusammen gestellt unter dem Dachüberstand. Jetzt bekommen sie eine elegante grüne Rasenkante in den Topf gesteckt, innerhalb derer ich mit Erde anhäufle. Rundherum wird Noppenfolie zweimal gewickelt und festgebunden. Und zu guter Letzt alles wieder zusammen rücken und mit Fichtenreisig abdecken. So sind sie vor der Wintersonne geschützt und dem Auftauen und wieder Frieren weniger ausgesetzt.

Foto: Wintermorgen
Wintermorgen
Das zarte Rosarot am Himmel gibt Hoffnung auf den baldigen Frühling.

 

Aber nicht nur die Rosen decke ich ab, auch der Lavendel sieht nach einem geschützten Winter frischer aus und die Zwiebel­blumen scheinen unter der Reisig­decke auch viel kecker zu sein. An frostfreien Tagen gehe ich nachschauen, ob vielleicht ein wenig Wasser gefällig wäre. Als Feuchtig­keits­sensoren dienen einfach meine Finger.

Nützliches und Wissenswertes zur Überwinterung von Kübelpflanzen draußen auf Balkon und Terrasse, findet man im Web unter anderem auch bei Hausgarten.net.

Und dann ist die Zeit des langen Wartens und Sehnens nach den ersten Sonnenstrahlen. Schier endlos scheint mir der Spätwinter. Doch gibt es schon manchen Morgen, wo es ein bisschen milder ist und der nahende Frühling aus der Ferne vom Himmel winkt!

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