Die Umgebung von Bagan

Palmzucker Plantage

Palmzucker Plantage

 

Palmzucker Plantage

 

Am heutigen Weg zum Mount Popa legen wir zuerst einen Halt bei einer Palmenplantage ein. Am Anfang erklärt uns Soe die Herstellung des Palmzuckers in Kristallform und in Zuckerlform, sowie zweierlei Schnapsarten (leichter oder stärker vergoren, wie eben gewünscht) werden hergestellt.

Ein Arbeiter führt uns die mühevolle „Ernte” vor. Flink wie ein Äffchen klettert er in Windeseile an dem dünnen Stamm hoch. Oben angelangt nimmt er den Saft der gestern geritzten Früchte ab und ritzt andere Früchte ein. Genauso schnell wie er oben war, kommt er auch wieder zu uns zurück auf den Boden. Uns wird allein vom Zuschauen schon schwindelig.

Jeder Bestandteil der Zuckerpalmen wird hier verarbeitet. Der Saft der Früchte für Zucker, die Blätter für die Bedeckung der Hütten und aus dem Stamm werden Tische und Hocker hergestellt. Eine universelle Pflanze.

Nach allen Vorführungen wird uns - wie in ganz Myanmar üblich - grüner Tee gereicht. Die zusätzlichen Lebensmittel lehnen wir dankend ab, das Frühstück ist erst zu kurz her. Für Soe ist dies aber kein Hindernis . Er stillt seinen Hunger mit den lokalen Köstlichkeiten.

Nach obenMount Popa

Mount Popa

 

Mount Popa

 

Die Tempelanlage am Mount Popa wurde auf einem erloschenen Vulkan erbaut. 777 Stufen führen auf die oberste Ebene des Berges und es gibt keinen Aufzug. Also beginnen wir unseren Aufstieg mit kleinen langsamen Schritten.

Wie immer ist die Reihenfolge die Gleiche: Vorneweg geht Karin, dann folgt mit geringem Abstand Soe und mit größerem Abstand folgt Alexander. Ihn reden auch die zahlreichen GetränkeverkäuferInnen mit Vorliebe an. Warum nur?

Auch diese Anstrengung ist nach knapp einer Stunde vorbei und oben angelangt, werden wir für unsere Mühen mit einem traumhaften Fernblick belohnt. Die weiten Ebenen liegen vor uns. Diesen Ausblick genießen wir und spazieren danach durch die luftige Tempelanlage.

Mount Popa

 

Der Sage nach soll hier ein berühmter Zauberer seinen Schleifstein zum Glätten der Zauberstäbe betrieben haben. Dieser ist auch heute noch zu besichtigen und soll ganz außergewöhnliche Kräfte besitzen.

An dem magischen Ort angekommen, finden wir eine Gruppe von jungen Burmesinnen (wir schätzen, dass die Mädchen etwa 15 Jahre alt sind) vor, welche ihre Tanka-Schminke auf dem Schleifstein mahlen und sich das Gesicht damit verschönern.

Alexander gefällt diese Szene so gut, dass er pantomimisch um die Erlaubnis ein Foto machen zu dürfen, bittet. Mit der darauf folgenden Reaktion hat er nicht gerechnet.

Ein freudiges Quietschen und Tuscheln wird angestimmt. Die Mädchen sind ganz aufgeregt und posieren manierlich um den Stein. Alexander schießt einige Fotos und wird danach als Belohnung an den Armen von den Mädchen geschminkt oder besser gesagt eingerieben. Hoffentlich hilft's.

Nach obenGubyaukgyi Tempel

Gubyaukgyi Tempel

 

Gubyaukgyi Tempel

 

Eine besonderer Tempel liegt nun vor uns: der Gubyaukgyi Tempel ist weltberühmt für die hervorragend erhaltenen Wandmalereien. Sie zählen zu den ältesten Malereien Bagans. Leider ist das Fotografieren hier verboten, auch ohne Blitz. Soe trifft zufällig eine seiner Schwestern (sie ist auch Reiseleiterin) und so müssen wir auf die einzige Lampe im ganzen Tempel nicht sehr lange warten.

Mit diesem Licht ausgestattet schreiten wir ehrfurchtsvoll durch die Gänge und kommen aus dem Staunen nicht mehr heraus. Was uns vorher, bedingt durch die fast völlige Dunkelheit, verborgen geblieben ist, wird jetzt Stück für Stück erhellt.

Die Wandmalereien sind teilweise sehr gut erhalten und zeigen uns, wie das Leben im 12. Jahrhundert in Burma gewesen ist. Mit immer noch offenem Mund und großen Augen verlassen wir nach einiger Zeit den Tempel.

Nach obenNanpaya Tempel

Nanpaya Tempel

 

Nanpaya Tempel

 

Der Nanpaya Tempel wirkt von außen aufgrund seiner geringen Größe auf uns eher unscheinbar. Aber das Innenleben kann's! Im Inneren wurden die vier Pfeiler mit Sandsteinreliefs geschmückt und zeigen die vierköpfige Hindugottheit Brahma. Glaubt man der Legende, wurde in diesem Tempel König Manuha gefangen gehalten.

Eigentlich ist auch in diesem Tempelinneren fotografieren verboten. Aber nachdem es sich hier nicht um Wandmalereien handelt, sondern um Sandsteinarbeiten, fotografiert Alexander ein wenig im dunklen Inneren.

Eine ältere Frau - die Aufpasserin - weist ihn gleich auf ein kleines Schild „no photos” hin und schiebt ihn ein wenig aus der Sichtlinie. Damit ihn von draußen niemand sehen kann. Ok wir haben verstanden. Man erwartet sich für diesen Dienst ein kleines Entgegenkommen. Beim Verlassen des Tempels gibt es natürlich von Alexander das erhoffte Bakschisch.

Nach obenManuha Tempel

Manuha Tempel

 

Manuha Tempel

 

Wieder ein ganz besonderer Tempel. Der Sage nach soll der Monkönig Manuha im 11. Jahrhundert diesen ungewöhnlichen Tempel während seiner Gefangenschaft gestiftet haben. Zuerst ließ er 3 große Buddha-Figuren (2 sitzende und eine liegende) errichten. Dann bat er um die Erlaubnis, einen Tempel darum bauen zu dürfen. Die Bitte wurde im gewährt.

Monkönig Manuha baute den Tempel so eng um die 3 Buddha-Figuren, dass man beim Betreten des Tempels Platzangst bekommen muss. So konnte er seine Gefühle seinem Bewacher übermitteln, ohne seine Ehre zu verlieren. Ein wiefes Kerlchen.

Viel hat dem Monkönig diese Aktion leider nicht eingebracht. Er blieb bis zu seinem Lebensende weiterhin Gefangener, nur wurde ihm etwas mehr Land und damit Freiraum zugestanden.

Nach obenThatbyinnyu Tempel

Thatbyinnyu Tempel

 

Thatbyinnyu Tempel

 

Als nächstes legen wir einen kurzen Stopp bei den Palast-Ausgrabungen ein. Ausgrabungen finden wir, ist etwas übertrieben. Einige wenige Erdwälle sind zu sehen. Von Mauern aber ist weit und breit nichts da. Da dieser Ort für Soe wichtig ist - er hinterlässt zumindest bei uns diesen Eindruck - fotografiert Alexander ein wenig. Danach geht es zum Thatbyinnyu Tempel weiter.

Dass Bagan viele Tempel und Pagoden zu bieten hat, wussten wir. Aber bei allem Verständnis, uns Touristen so viele wie mögliche Sehenswürdigkeiten zeigen zu wollen - wir sind müde und nicht mehr aufnahmebereit. Sozusagen: Tilt! Buffer overflow.

Thatbyinnyu bedeutet übersetzt „Tempel der Allwissenheit”. Mit 61 m Höhe zählt er zu den höchsten Bauwerken Bagans.

Nach obenSonnenuntergang

Sonnenuntergang

 

Sonnenuntergang
IconSonnenuntergang

 

Auch heute beenden wir den Tag auf der Spitze einer Pagode mit dem Betrachten des Sonnenuntergangs. Passt einfach am besten zum Ausklang des Tages. Ruhig ist es hier. Alle Touristen sind müde und schauen ein wenig verträumt der untergehenden Sonne nach. Das Schauspiel ist beeindruckend.

Plötzlich, knapp 3 Minuten bevor die Sonne sich für heute verabschiedet, nähert sich lautstark gackernd eine Reisegruppe aus Korea der Aussichtsplattform. Ist das jetzt notwendig? Können sie sich vielleicht nicht etwas ruhiger über den Tagesausklang unterhalten?

Aber es kommt noch besser. Kaum haben alle KoreanerInnen die Plattform erreicht und ihre Fotoapparate gezückt, beginnen sie auch noch lautstark im Chor von 10 rückwärts zu zählen. Hilfe! Es ist nicht Neujahr! Keine Angst, die Sonne kommt morgen sicher wieder! Kaum ist die Sonne verschwunden, setzen sie sich wieder in Bewegung und es herrscht wieder Stille. Angenehm!

zu den FAQs und den Kommentaren
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